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"Dazwischen" - Freuds Stil und der Essay "Der Dichter und das Phantasieren"

Produktinformationen ""Dazwischen" - Freuds Stil und der Essay "Der Dichter und das Phantasieren""

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Literatur zu Freud ist das Lob seines Stils beinahe ein Topos geworden. Nicht umsonst war der Goethe-Preis für Literatur die einzige Auszeichnung, die Freud zu Lebzeiten in Deutschland je erhielt. Freuds Gymnasiallehrer bezeichnete dessen Schreibstil im Herder'schen Sinne als "idiotisch"1. Einstein schreibt in einem Brief an Freud "Ganz besonders bewundere ich Ihre Leistung, wie alle Ihre Schriften, vom schriftstellerischen Standpunkt aus. Ich kenne keinen Zeitgenossen, der in deutscher Sprache seine Gegenstände so meisterhaft dargestellt hat" und auch Thomas Mann bescheinigt ihm eine "hohe Lesbarkeit".Wenige Autoren jedoch spezifizieren, was genau sie darunter verstehen. Die Ausnahmen seien im Folgenden genannt.Die erste wegweisende Arbeit hat Walter Muschg mit "Freud als Schriftsteller" 1930 vorgelegt. Er, wie auch Walter Schönau, der sich in seiner Habilitationsschrift 1986 und mit einem Essay zum Freud-Jubiläum 2006 mit dem Thema auseinandersetzt, konzentrieren sich auf die Frage, ob Freuds schriftstellerisches Werk der Wissenschaft oder der Kunst zuzuordnen sei. Muschg verortet Freud in der Mitte, hält beide Richtungen nicht für gegenläufig sondern, in Freuds Fall, füreinander konstitutiv.Eine Konstante bildet die Analyse der rhetorischen Elemente in Freuds Werk, insbesondereder Metaphern.Zu kritisieren ist, dass Freuds Stil in der Forschung bislang fast ausschließlich - mit Ausnahme der Generalkritik von Dieter E. Zimmer - einseitig wohlwollend beleuchtet wurde. Die meisten Autoren loben Freuds Stil bedingungslos und übersehen dabei (bewusst oder unbewusst) jegliche Inkonsistenz oder Manipulation des Lesers. In der vorliegenden Arbeit wird Freuds Werk textorientiert unter dem Aspekt des 'Stils' beleuchtet. Ich möchte zunächst auf die Schwierigkeit des Stilbegriffes eingehen, um anschließend zu versuchen die Eigenheiten des Freud'schen Stils näher zu bestimmen. Dazu werde ich beispielhaft Der Dichter und das Phantasieren stilistisch analysieren. Die Unterteilung in "Form", "Funktion" und "Wirkung" ist hierbei bis zu einem gewissen Grade willkürlich, erscheint aber aus Gründen der Übersichtlichkeit sinnvoll. Ziel der Arbeit ist, als charakteristisches Stilmerkmal Freuds Dazwischen in Bezug auf Schriftlichkeit und Mündlichkeit, Literatur und Wissenschaft näher zu bestimmen und so einige der vielfältigen Vernetzungen zwischen Literatur und Psychoanalyse aufzuzeigen.1 Im Sinne von "persönlich" oder "individuell". Vgl: PM: 28.
Eigenschaften ""Dazwischen" - Freuds Stil und der Essay "Der Dichter und das Phantasieren""
Format: Taschenbuch / Softcover
Thema/BIC: Literatur: Geschichte und Kritik
Verlag: GRIN Verlag

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