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Die Navigation als Hilfe bei der Versorgung von Orbitawandfrakturen

Produktinformationen "Die Navigation als Hilfe bei der Versorgung von Orbitawandfrakturen"

Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medizin - Zahnmedizin, Note: magna cum laude, Medizinische Hochschule Hannover (Klinik und Poliklinik für Mund,- Kiefer- und Gesichtschirugie), Sprache: Deutsch, Abstract: ZusammenfassungNeben der wichtigen Funktion des Sehens ist den Augen des Menschen eine überragende ästhetische und über die Interaktion des Blickkontaktes auch soziale Bedeutung beizumessen. Somit kann die Wichtigkeit einer korrekten Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik der Orbita nach Trauma gar nicht überschätzt werden. Zu klären war in der vorliegenden Arbeit, inwiefern der Einsatz eines Navigationssystems im Rahmen der operativen Versorgung von posttraumatischen Orbitawanddefekten hilfreich sein kann.An acht Schwarzkopfschafen wurden ophthalmologisch relevante zweiwandige Orbitawanddefekte gesetzt, die mit Unterstützung durch ein Navigationssystem rekonstruiert wurden. Die Rekonstruktionen erfolgten eine bzw. vier Wochen nach Defektsetzung mittels Calvariumtransplantat, Kalziumphosphatzement (BiozementD®) oder kombiniert. Navigatorische Zielvorgabe bei der Rekonstruktion war das Erreichen einer von der gesunden Orbita achsensymmetrisch auf die defekte Seite gespiegelten virtuellen Rekonstruktion.Die Handhabbarkeit des Navigationssystems war prä- und intraoperativ unproblematisch und seine Zuverlässigkeit gut. Der organisatorische und zeitliche Mehraufwand war gering. Zum Vorschein kamen typische Anlaufschwierigkeiten.Es konnte in der verwendeten Anordnung eine navigatorische Ungenauigkeit von weniger als 1mm erzielt werden. In fünf der untersuchten acht Fälle ergab sich ein Präzisionsgewinn von bis zu 2mm. Im Falle der Rekonstruktion mit BiozementD® konnte dieser Genauigkeitsgewinn operativ umgesetzt werden, was mit Calvariumtransplantat nicht möglich war. Erwartungsgemäß zeigten sich die Stärken der Navigation gegenüber der subjektiven Einschätzung durch den Operateur vor allem in den schlecht einsehbaren Bereichen des Operationssitus tief im orbitalen Trichter.Die notwendigen Voraussetzungen für den Einsatz eines Navigationssystems unter den beschriebenen Bedingungen wie¿ Genauigkeit des Navigationssystems¿ Symmetrie der Orbita¿ Genauigkeit der Spiegelung¿ Praktikabilität und Handhabbarkeit der Navigationseinheit konnten belegt werden.Die navigationsgestützte Rekonstruktion von Orbitawanddefekten ist unter folgenden Prämissen sinnvoll:¿ einseitige Fraktur¿ Rekonstruktion mittels eines präzise zu konturierenden Materials (z.B. Kalziumphosphatzement)¿ Defektlokalisation mindestens teilweise in der Tiefe des orbitalen Trichters oder Korrektureingriff
Eigenschaften "Die Navigation als Hilfe bei der Versorgung von Orbitawandfrakturen"
Format: Taschenbuch / Softcover
Thema/BIC: Zahnheilkunde und verwandte orale Medizin
Verlag: GRIN Verlag

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