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"Wäre sein Leib eine Kanone, er hätte sein Herz auf ihn geschossen." - Eine psychoanalytische Betrachtung des arabischen Selbstmordattentäters

Produktinformationen ""Wäre sein Leib eine Kanone, er hätte sein Herz auf ihn geschossen." - Eine psychoanalytische Betrachtung des arabischen Selbstmordattentäters"

Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Psychologie - Persönlichkeitspsychologie, Note: ohne, Lehrinstitut für Psychoanalyse und Psychotherapie e.V. (Psychoanalytische Weiterbildung), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Autor betrachtet arabische Selbstmordattentäter aus psychoanalytischer Perspektive. Er stellt das destruktive und selbstzerstörerische Handeln als narzisstischen Akt auf dem Hintergrund der Verleugnung von Sehnsucht nach Zuwendung und Nähe dar. Mit der Haltung, wie sie Mellville in seinem Roman "Moby Dick" dem Kapitän Ahab zuschreibt, würden sie ihr Herz lieber verschießen, als sich ihm zuzuwenden und eine neuerliche Enttäuschung zu riskieren. Sie setzen die eigene körperliche Vernichtung ein, um wenigstens ihr tief verletztes und enttäuschtes Selbst auf einer grandiosen Ebene zu retten. Sie versuchen im vermeintlich heroischen Akt das narzisstisch verletzende Objekt oder besser, das von dieser Projektion getroffene Objekt in die Vernichtung zu reißen und sich darin letztlich doch noch mit ihm zu vereinigen. Das Thema wird mit einer Diskussion von Theorien zu Aggression und Destruktivität eingeleitet, insbesondere der Aggressionstheorien zum Selbst-Erhaltung und der narzisstischen Wut. Sie bilden den Hintergrund, Suizidhandlungen als Lösungsversuche einer narzisstischen Krise zu begreifen. Aufbauend auf einer Betrachtung des arabisch-israelischen Konflikts, einem literarischem Bild der arabischen Demütigung, Kernbergs Ideen zur Massenpsychologie, Büttners Umsetzung von Bindungstheorien in Vorstellungen für den Terrorismus und Gruens psychoanalytisch fundierten Beschreibungen von Extremismusformen werden dann Ideen für den kulturellen und geschichtlichen Hintergrund des westlich-arabischen Konflikts und seiner Auswirkungen auf den Selbstmordterrorismus vorgestellt. Überlegungen zur Entwicklung der Persönlichkeit des Selbstmordattentäters und psychodynamische Erwägungen zu seiner Handlung liefern dann Erklärungsmodelle für seine Integration in die terroristische Gruppe. Dabei wird seine destruktive Handlung als Stabilisierungsversuch gegen seine chronische Enttäuschungserwartung und für sein labiles Selbst gedeutet. Doch der Autor versucht auch eine Lösungsperspektive zu entwickeln, die er aus Behandlungstechniken der modernen, am Selbst orientierten Psychoanalyse gewinnt.
Eigenschaften ""Wäre sein Leib eine Kanone, er hätte sein Herz auf ihn geschossen." - Eine psychoanalytische Betrachtung des arabischen Selbstmordattentäters"
Format: Taschenbuch / Softcover
Thema/BIC: Das Selbst, das Ich, Identität und Persönlichkeit
Verlag: GRIN Verlag

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