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(Un-)Doing Differences im Unterricht

Produktinformationen "(Un-)Doing Differences im Unterricht"

Masterarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik, Note: 1,8, Georg-August-Universität Göttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese ethnografische Studie befasst sich mit den Humandifferenzierungen im Feld unterrichtlicher Situationen, die im Rahmen des Regelunterrichts einer vierten Grundschulklasse beobachtbar sind. Hierbei liegt der Fokus auf der Darstellung ausgewählter Fallbeispiele und der kleinschrittigen Analyse dieser Kategorisierungsprozesse entsprechend des Humandifferenzierungsansatzes nach Hirschauer (2017). Angelehnt an den aktuellen Forschungsstand sollen Differenzierungsverfahren so greifbar und als Reflexionsgrundlage des Lehrerhandelns handhabbar gemacht werden. "Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an", sagte einst Theodor Fontane (1819 - 1898), deutscher Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker und griff schon damals die Relevanz von Gemeinschaft und Zugehörigkeit auf. Auch Pierre Bourdieu spricht zu Beginn seines Werkes Meditationen - Zur Kritik der scholastischen Vernunft beiläufig von den "unterschiedlichen Mitgliedschaften, Zugehörigkeiten, Involviertheiten", durch die wir "in die Welt verwickelt" seien (Bourdieu 2001). Doch so nebenbei lässt sich dieses Bedürfnis nach Mitgliedschaft und Zugehörigkeit nicht abtun. Unser soziales Miteinander bezieht sich stets auf die Zugehörigkeiten der Individuen zu Gruppierungen und Subgruppierungen der Gesellschaft. Verschiedene Arten von Verbindungen, die "Ways of Belonging" (Souza 1990), bilden den Grundstein der Sozialität. Für den Einzelnen bleibt dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit nicht folgenlos: "Das bei seiner Geburt organisch und administrativ singularisierte Menschenmaterial wird erst durch seine multiplen Zugehörigkeiten sozialisiert und individualisiert" (Hirschauer 2017).Jedoch sehnen sich die Gesellschaftsmitglieder nicht nur nach Zugehörigkeit. Sie zeichnen sich zudem durch einen hohen Ordnungsbedarf aus, um sich rückwirkend selbst im System verorten zu können. Das Konzept der Humandifferenzierung greift diese Mechanismen auf und versucht ihre Prozesse offenzulegen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Situationen verschiedene Differenzierungsrelevanzen zum Vorschein bringen. Im Rahmen schulischer Interaktionsgeschehen können Differenzierungen beispielsweise durch institutionell gegebene Strukturen, durch Materialien und Themen, durch Handlungen von Lehrkräften (LK) oder aber auch durch Reaktionen der Schülerinnen und Schüler (SuS) produziert, verstärkt oder minimiert werden.
Eigenschaften "(Un-)Doing Differences im Unterricht"
Format: Taschenbuch / Softcover
Thema/BIC: Pädagogik / Erziehungswissenschaften
Verlag: GRIN Verlag

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