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100 Jahre Grüne Woche
Antikenmuseum und Sammlung der Abgüsse der Universität Leipzig
Antike mitten in Leipzig: Seit fast 200 Jahren ist der Mittelmeerraum hier zu Gast. Zwischen dekorierten Gefäßen, Figuren aus Ton und Bronze und lebensgroßen Bildnissen antiker Persönlichkeiten entfalten sich mehr als 3500 Jahre Kulturgeschichte - von Kleinasien bis zur iberischen Halbinsel. Hinzu kommen Abgüsse berühmter Skulpturen und Reliefs aus Museen in aller Welt. Was einst für die akademische Lehre zusammengetragen wurde, war immer auch ein Angebot an die Stadtgesellschaft. So gehört das Museum heute nicht nur zu den historisch bedeutendsten universitären Sammlungen, es ist auch ein Ort, um die Kulturen des Mittelmeerraums mitten in Leipzig zu entdecken.
Bauernkrieg 1525
Brandenburg Labor
Das Erdbeben von Lissabon 1755
Das Land Beeskow-Storkow
'Is das eine Gegend! In Saarow is nichts ... und hier in Pieskow is gar nichts.' Kutscher Moll hat es Theodor Fontane bereits gesagt. Nun - wir haben uns davon nicht schrecken lassen und sind trotzdem mit unseren Autorinnen und Autoren in das Land Beeskow-Storkow gereist. In das Land? In das Ländchen - oder auch in den Landkreis. So wie Uwe Rada in seinem Beitrag der Frage nachgeht, woher diese Gegend historisch kommt, wohin sie sich entwickelt hat und was es hier zu entdecken gibt, erfahren wir an anderer Stelle manch Wissenswertes über die namensgebenden Stadtgemeinden Beeskow und Storkow oder reisen mit eben jenem Kutscher Moll und Theodor Fontane durch diese märkische Landschaft. Wir begegnen den Herren von Biberstein im Mittelalter und Neuankömmlingen im Brandenburg Friedrichs des Großen, machen einen Ausflug in die Einsamkeit von Schloss Kossenblatt und werfen einen Blick in die Geschichte von 'Utopie und Alltag', einer der spannendsten DDR-Kunstsammlungen, und reisen dabei entlang sowie mitten durch den Naturpark Dahme-Heideseen. Bei dieser Entdeckungsfahrt führt uns die Ausgabe durch eine der stillen, schönen und historisch bemerkenswerten Landschaften Brandenburgs.
Der Barnim
Liebe Leserinnen, liebe Leser, in diesem Heft präsentieren wir Ihnen einen brandenburgischen Landstrich mit vielen Gesichtern, betrachten die Gegend als Naturraum, als historische und auch als literarische Landschaft. Unsere Autorinnen und Autoren berichten von der eiszeitlichen Entstehungsgeschichte und der mittelalterlichen Besiedlung des Barnim, besuchen mit Ihnen das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Kloster Chorin und entdecken entlang des Finowkanals die Industriegeschichte einer Region. Die Texte dieser Ausgabe der MARK vermitteln einen Einblick in die Regionalgeschichte aus der NS- und der DDR-Vergangenheit und beschreiben die Transformationen der Wendejahre.
Der Spanische Bürgerkrieg
Deutz
Keimzelle des rechtsrheinischen Kölner Stadtteils Deutz ist das römische Militärlager Castrum Divitensium, das um 310 n. Chr. zum Schutz einer Rheinbrücke errichtet wurde. Auf dem Areal des im 5. Jh. aufgegebenen Kastells gründete der Kölner Erzbischof Heribert 1003 ein Benediktinerkloster. Bereits im 6. Jh. bestand eine als Divitia civitas bezeichnete Siedlung. Um 1230 besaß Deutz Stadtrechte, litt aber aufgrund seiner exponierten Lage unter den ständigen Konflikten zwischen den Kölner Erzbischöfen, der zur Stadt erhoben, wurde Deutz 1808 zum Mittelpunkt einer Bürgermeisterei. Unter preußischer Herrschaft (ab 1814) wurde das Landstädtchen als Brückenkopf in die Festungsstadt Köln einbezogen. Zugleich entwickelte es sich zu einem Eisenbahnknotenpunkt und einem Industriezentrum, insbesondere für Waggon-, Maschinen- und Motorenbau. 1857 erhielt Deutz die Rheinische Städteordnung verliehen. Die Selbständigkeit endete schon 1888, als die Stadt mit ihren mehr als 16.000 Einwohnern nach Köln eingemeindet wurde. Nach der Beseitigung der preußischen Befestigungsanlagen 1907 entstanden neue Wohngebiete und wichtige Infrastrukturprojekte wie der Hafen, der Deutzer Bahnhof und die Messehallen. Deutz ist heute vor allem als Standort der Koelnmesse und der Veranstaltungshalle Lanxessarena bekannt. Flächen mit ehemals industriell-gewerblicher Nutzung befinden sich im Umbau zu Büro- und Wohnquartieren.