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Triëdere #29: Code-Switching, Body-Snatching
Dieses Heft widmet sich den Erscheinungen der Mehrsprachigkeit lebender Sprechernnnie und vertieft damit ein Thema, das sich in Triëdere #23 schon einmal abgeschlagen hatte und seither an Bedeutung nicht abgenommen hat.Sprachwissenschaftlich bezeichnet der Begriff Code-Switching einen Wechsel der Soziolekte. Ob beim Abschütteln von regionalen Dialekten, von Prosodien und Idiomen des sogenannten Ghettos beim sogenannten Aufstieg in Bürogegenden, oder umgekehrt der Versuch von Büros, sich auf der Straße glaubwürdig zu benehmen - hier finden sich Rampen in alle Richtungen, Zonen, wo Geschicklichkeit vermeintlich festschreibende Kodierungen in Bewegung bringen kann. Mit Beiträgen von Falko Schmieder, Natalie Deewan, Alexander Lin, Eva Schestag, Dariia Kuzmych, Christian Filips, Tada Kanako, Matthias Moroder, Jörg Piringer und Sandro Huber.
Triëdere #30: Gräben, Sprünge
Die Rinnen zwischen den Absätzen einer Schokoladentafel bilden die Sollbruchstellen der Rationierung, eine kleine Hilfestellung zur Mäßigung. Oder geben sie den Takt zwischen zwei Tafeln vor? Sind Gräben, die immer schon gezogen scheinen, zwischen Klassen, Geschlechtern, Kulturen, Alters- und Bevölkerungsgruppen, also quer durch das Individuum, Sollbruchstellen zur Zersplitterung? Auch überraschend auftretende Sprünge im Material auf einen Temperatursturz, wohl temperierten Schlag, schrillen Ton oder eine Erschütterung hin stellen kurzfristige Sollbruchstellen dar, über die sich eine Zeit lang hinwegsehen lässt, auf denen wir, unterschiedlich sicher, zu stehen, bauen oder lesen glauben, als wären es harmlose Flächenmaserungen ohne Tiefgang. In Landkarten und Stadtplänen sind Sprünge nicht verzeichnet, aber in der Tasche zerknautscht sich die Karte, und im Displaysprung verheddert sich die Wischbewegung auf der Suche nach dem Weg. Mit Beiträgen von: Erhan Altan, Charlotte Coch, Barbara Juch, Kim Hyesoon, Liola Mattheis, Simon Nagy, Mariam Nazaryan, Oyu Ocean, Sool Park, Drehli Robnik, Hanne Römer, Maria Schubarth, Gerhard Spring und Hamida Sivac.