Theologie
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'Sag mir ein Wort' - Geistliche Mütter und Väter
Der Rostocker Neutestamentler Eckart Reinmuth beschreibt in seiner Hermeneutik des Neuen Testaments die christliche Tradition als ein Weitererzählen der "Jesus-Christus-Geschichte". Es handelt sich um einen komplizierten Traditionsprozess, zu dem die mündliche und schriftliche Weitergabe des Erinnerungsgutes gehört. Menschen bezeugen anderen Menschen, was sie selbst bewegt. Der Glaube lebt vom lebendig empfangenen Gut, das in einer Kette der Weitergabe auf seinen Anfang in Jesus Christus zurückweist. Die im Credo bezeugte Apostolizität der Kirche erscheint in diesem Zusammenhang als "Ursprungstreue". Zu diesem Ursprung treten die Farben der Überlieferung hinzu, die unterschiedliche Zeiten in ihren jeweiligen Herausforderungen und Fragestellungen in das Erzählen der Jesus-Christus-Geschichte eingewoben haben. Das Quatemberheft möchte den vielfältigen Wegen der Überlieferung nachgehen und die sich wandelnde Aktualität einzelner Traditionsstränge verfolgen.
1926: Berneuchener Buch
Das Berneuchener Buch, erwachsen aus den Konferenzen auf dem Rittergut Berneuchen, erschien vor einhundert Jahren. Es beschreibt die problematische Lage der Kirchen nach dem ersten Weltkrieg und weist Wege eines geistlichen Neuanfangs. Für die Berneuchener Gemeinschaften hat das Buch eine besondere und prägende Bedeutung. In den gegenwärtigen Diskussionen über den Weg der Kirche kann es eine eigene Stimme von nicht zu unterschätzender Aktualität sein.
Das Neue Testament als Magazin
Die dialektische Welle
Ehrfurcht
Die Ehrfurcht "ermutigt alles zu sich selbst" (Romana Guardini). Entsprungen aus der menschlichen Urerfahrung, die die Wirklichkeit als Geheimnis erfährt und anerkennt, äußert sie sich zunächst im Staunen und der dialektischen Spannung von betrachtender Nähe und scheuer Distanz, die das Gegenüber und sich selbst in seinem jeweiligen Eigensein wahrnimmt. In der Theologie steht die Ehrfurcht für das Ergriffensein von der Wirklichkeit des liebenden Gottes, auch im Bewusstsein des unendlichen qualitativen Unterschiedes zwischen Mensch und Gott (Karl Barth). Die Ehrfurcht erscheint in diesem Zusammenhang als Heilmittel gegen eine "elementare Entsicherung" (Eberhard Jüngel), die einer vorschnellen begrifflichen Sicherung Gottes, einer "Logologie" anstelle einer Theologie, wehrt. In der Liturgie prägt die Ehrfurcht das Geschehen der Begegnung zwischen Gott und Mensch, das über ein Sprachgeschehen hinaus die sakramentale Wirklichkeit umschreibt. In ethischer Hinsicht erscheint sie als eine Grundhaltung, die die Beziehung zu Gott, Mensch und gesamter Schöpfung prägt, so besonders in der von Albert Schweitzer geprägten Ethik der "Ehrfurcht vor dem Leben". Das Quatemberheft möchte die Ehrfurcht als theologische und ethische Grundhaltung beschreiben, die auch eine politisch-gesellschaftliche Zeitgenossenschaft in verbindlicher Nähe und achtsamer Distanz prägt.
Erneuerung
Die hebräischen Worte für Aufbruch und Ankunft meinen wörtlich übersetzt das Ausreissen oder Einschlagen einer Zeltbefestigung. Hier haftet im Sprachgedächtnis das Lebensbewusstsein des Nomaden, immer auf dem Weg sein zu müssen. Von dem Aufbruch Abrahams an ist das Lebensbild des Weges mit dem Bild einer Erneuerung verbunden. Wer sich auf den Weg macht, löst sich von Altem, wird auf dem Weg zum Ziel selbst durch Prüfung und Wandel erneuert. Die griechische Mystik spricht hier von der anakainosis, ein Begriff, der sich in verwandter Form bei Plutarch findet und aus der stoischen Ethik Eingang ins Neue Testament fand, wenn von der Veränderung durch Erneuerung des Sinnes (Röm. 12,2) oder von der Taufe als dem Bad der Erneuerung (Tit. 3,5) gesprochen wird. In einer Zeit mühsamer kirchlicher Reformprozesse liegt die Suche nach durchgehender geistlicher und institutioneller Erneuerung ebenso nahe, wie der Wille zu einer gesellschaftlichen Erneuerung aus den Krisen von Globalisierung, Klimawandel und sozialen Missständen. Das Quatemberheft möchte den Begriff der Erneuerung aufschlüsseln und für Möglichkeiten des Wandels achtsam werden lassen.
Firmung
Gottesdienste mit Kranken feiern
Jenseits des Kirchturms?
Die allgegenwärtigen Strukturreformen verändern das Angesicht der Kirche. Nachbarschaftsräume schließen Gemeinden in unterschiedlichen Formen zusammen. Verkündigungsteams sollen mehrere Professionen im Dienst an den Gemeinden verbinden. Was geschieht dabei mit der Gemeinde, die bisher Ort des gemeinsamen geistlichen Lebens war? Wie verändert sich das Pfarramt? Wie kann Spiritualität leibhaft verwirklicht werden? Gleichzeitig stellt sich neu die Frage nach der Bedeutung Geistliche Gemeinschaften für die Kirche.
Jesus gegen Christus
Lebenserfahrung - Altersweisheit
Liturgisches Direktorium 2025/2026
Malheft mit Bibelversen
Meditation
Der Begriff der Meditation hat eine große Bedeutungsbreite. In der Grundbedeutung bei Cicero und Quintilian meint Meditation das intensive Nachdenken, das durch Konzentration der geistigen und körperlichen Kräfte gekennzeichnet ist. Leibarbeit gehört also auch hier schon zur Meditation und dient der "Innerung" (Friso Melzer). Die Vielfalt der meditativen Formen ist erstaunlich: Das Tagzeitengebet christlicher Gemeinschaften, die mystische Versenkung, die Exerzitien des Ignatius, das Gut des Kirchenliedes, das bei Johann Gerhard in den "Meditiationes sacrae" gesammelt wurde, bis hin zu den "Predigtmeditationen" und vielem anderen. In den Berneuchener Gemeinschaften übte man von Anfang an die gegenständliche und nicht gegenständliche Meditation. Leibarbeit und "Sitzen in der Stille", Herzensgebet und Kontemplation, Eutonie und Yoga sind feste Bestandteile im Programm geistlicher Einkehrhäuser. Das Quatemberheft gibt Erfahrungen mit verschiedenen Weisen der Meditation wieder und reflektiert ihre Anwendung innerhalb der christlichen Spiritualität.
Orthodox
Papa Leone
Restitution matters
Schmerz
"Schmerz und Freude liegen in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los", sagt der Dichter Johann Gottfried Seume. Dass Menschen sich ein Leben ohne Schmerz wünschen, ist natürlich. Schmerz wird vermieden, betäubt, ausgegrenzt. Leistungssportler aber gehen immer wieder bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus, um Erfolge zu erzielen. Die Palliativmedizin bemüht sich, Schmerzen zu nehmen und ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Die Betrachtung des Schmerzensmanns Christus und der schmerzensreichen Mutter Gottes blühte besonders in einer Zeit, in der die Methoden zur Schmerzbekämpfung noch nicht weit entwickelt waren. Dem Phänomen des Schmerzes nachzugehen, den Umgang mit dem eigenen und fremdem Schmerz zu betrachten, die Hoffnung aufzuzeigen, die über den Schmerz hinaus reicht, ist Anliegen dieses Quatember-Heftes.
Segensfeiern
Sie sind dann mal weg