Volkskunde
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"'Informants' who come 'home'" von Sahra Pink
"Bewegung ist die beste Medizin"
"De olle Vierfuß har dat tweide Gesicht."
"Dei Pestschinken is bolle so olt as use Stadt."
"Der Eisenofen" von den Brüdern Grimm und die Motive des Narzissmus
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2,3, Philipps-Universität Marburg (Europäische Ethnologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Was für eine Bedeutung haben Märchen eigentlich in der heutigen Zeit? Die Frage muss sicherlich jeder für sich selbst beantworten. Was fasziniert uns heute noch an ihnen? Oder ist die Faszination mit dem Ende der Kindheit völlig verschwunden? Im Kindesalter hat man voller Spannung gelauscht, wenn jemand einem ein Märchen vorgelesen hat. Bilder von Figuren und Landschaften wurden in unserer kindlichen Phantasiewelt geschaffen. Doch wie sieht es heute aus? Wenn man sich ein Märchen jetzt selber durchliest, kann man sich von Mythen berühren und mitreißen lassen. Aber man kommt oft auch nicht darum herum, bestimmte in Motive in Märchen zu erkennen und diese zu interpretieren. So zum Beispiel beim Märchen "Der Eisenofen" von den Brüdern Grimm. Relativ schnell wird beim Lesen und Überdenken dieses Märchens klar, dass sich ein Bezug zum Narzissmus herstellen lässt. Die Motive sind manchmal leichter, manchmal schwerer erkennbar, der Inhalt ist klassisch narzisstisch. Deswegen wurde dieses Märchen ausgesucht, um in der Arbeit die Motive des Narzissmuss darzustellen und zu interpretieren.
"Eigentlich wollte ich ja nie Winzer werden..."Biografische Erfahrungen eines Winzers in zweiter Generation
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Kulturanthropologie/Volkskunde), Veranstaltung: Semantiken und Gegennarrative kulturanthropologischer Forschung - Biografische Forschungen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Idee für diese Arbeit, ein narratives Interview mit einem jungen Winzer in der zweiten Generation zu führen, war früh geboren und umgesetzt. Schwierig wurde es erst danach, als es darum ging, eine Richtung und Forschungsfrage für die Hausarbeit zu entwickeln. Das Interview gibt einige Ansatzpunkte, beispielsweise die des Generationenkonfliktes oder der Vereinbarkeit von Tradition und Moderne im eigenen Betrieb.Ein wichtiger Leitfaden im Interview besteht jedoch in der Berufswahl. Christian erzählt, dass er als Kind und Jugendlicher niemals Winzer werden wollte. "Eigentlich wollte ich ja nie Winzer werden. Es war überhaupt nie mein Plan, was mit Weinbau zu machen, da hatte ich früher überhaupt keine Lust drauf. So wichtig mir das jetzt auch ist, so wenig hätte ich mir das früher überhaupt erträumen können." (Interview mit C.L.)Trotzdem hat er sich als junger Erwachsener für ein Studium des Weinbaus und den Beruf des Winzers entschieden und ist heute glücklich mit seiner Entscheidung. Die vorliegende Hausarbeit möchte der Frage nachgehen, wie es dazu kam. Warum entscheidet sich ein junger Mann, der alle Möglichkeiten hat, dafür den Betrieb des eigenen Vaters zu übernehmen? Worin besteht die Motivation, nachdem er den Beruf als Kind vehement abgelehnt hat? Die Hausarbeit lässt sich somit verorten im Bereich der Biografieforschung bezogen auf den Raum und die Familie.Im Folgenden wird zunächst das empirische Vorgehen erläutert, um dann anhand verschiedener Punkte die Ergebnisse darzustellen. Dabei wird zunächst für eine Übersicht die Biografie des Probanden geschildert und danach im Schwerpunkt der Auswertung auf drei Gründe zur Berufswahl eingegangen: die Motivation als solche, biografische und soziale Verankerung sowie die schulische Bildung des Probanden."Biografische Forschungen" war der Titel des Seminars im Wintersemester 2014/15. In diesem Zusammenhang steht auch die vorliegende Hausarbeit, die als Studienleistung im Zuge des Seminars entstanden ist. Die Vorgabe war Biografien im Allgemeinen, beispielsweise bezogen auf Familie, Dinge, Medialität oder Raum bzw. räumliche Bezüge.
"Es wäre ja schade, wenn alles geklärt wäre."
"Ganz normale Familiengeschichten"
"Goodbye Winnetou"
"Heimat" und die Heimatbewegung in den Jahren 1918 bis 1933
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Volkskunde), Veranstaltung: Seminar aus dem Bereich Heimat und Identität: Aspekte räumlicher Verbundenheit - Zur Bedeutung und Ideologie von "Heimat" in der Spätmoderne, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll die historische Entwicklung der Rolle des Heimatempfindens in Deutschland ab dem Ende des 19. Jahrhunderts näher untersucht werden. Das zentrale Thema dabei ist die Heimatpflege, genauer: was ist Heimat in diesem Sinne? Warum muss die Heimat "gepflegt" werden? Dabei gilt es, die Heimatbewegung in sämtlichen Ausdehnungen zu untersuchen. Eine sehr große Rolle spielt hier die Verbindung der drei Begriffe Heimat, Kultur und Natur in ihren semantischen Zusammenhängen. Grob gesagt soll in der Heimat das Bedürfnis nach Kultur in der Verbindung mit der Natur gestillt werden. Durch die enge Verbindung von Heimat, Kultur und Natur ist dies zum Thema der Volkskunde bzw. heute auch der Soziologen und Ethnologen geworden. Heimat als Kulturgut, oder eher Kulturgut aus der Heimat?Im Weiteren sollte die Frage geklärt werden, ob Heimat auch im Plural existiert. Können mehrere Heimaten "angenommen werden"? Bleibt dabei stets eine die "Haupt-Heimat"?Heimatpflege und Heimatschutz - in diese Kategorie fällt auch der Denkmalschutz - stehen in enger Verbindung zum Heimatrecht, worüber ich mich allerdings relativ kurz halten werde. Anhand einer genauen Analyse der Entwicklung des Begriffes Heimat und vor allem dessen Bedeutung kann man eventuell einen Blick in die nahe Zukunft wagen. Wird der Begriff weiterhin eine zentrale Rolle im sozialen Miteinander spielen? Oder gar eine noch größere?
"Homo sportivus eroticus"?
"It's not just about money": An Ethnography of Rebusque Performances and Life-Stories on Public Transportation Buses in Downtown Bogotá, Colombia
Master's Thesis from the year 2010 in the subject Ethnology / Cultural Anthropology, grade: With Distinction, , course: Informal economy, Colombia, ethnography, Latin America, anthropology, labor economics, history, ethnology, language: English, abstract: This research focuses on the performances of peddlers, buskers and panhandlers who are said to practice "rebusque" on the main transportation system of downtown Bogotá, Colombia. Rebusque refers to informal workers who forge self-employment to make a living. Through rebusque performances on the buses, such workers challenge misleading perceptions of their work, offer social critiques, and forge relations of solidarity with bus drivers and riders. This solidarity emerges from Colombians' shared nationalist and religious beliefs paired with their broad dissatisfaction with their country's socio-economic order and neoliberal government. Following Ortner's idea of "serious games," De Certeau's notion of "tactics" and Merleau-Ponty's phenomenology, I examine rebusque performers' "self-reliance" as a form of "social agency" accrued by negotiating earnings through expressions of religious and nationalist critiques and aspirations which inspire collective participation. Thus, "informal workers," often refugees from Colombia's rural violence, gain peaceable earnings within Bogotá's buses.
"Koro¿lu" Dastan¿nda Obrazlar sistemi
'Koro¿lu' dastan¿n¿n toplanmas¿, n¿¿ri v¿ t¿dqiqi il¿ bäl¿ uzun ill¿r ¿rzind¿ böyük i¿l¿r görülmü¿dür. Monoqrafiyada Az¿rbaycan koro¿lu¿ünasl¿¿¿n¿n ¿ld¿ etdiyi elmi-n¿z¿ri t¿crüb¿y¿ isnad edilm¿kl¿ n¿z¿ri t¿mayüllü problem aräd¿r¿l¿r. Bel¿ ki, 'Koro¿lu' dastan¿n¿n müxt¿lif obrazlar¿, süjet qurulu¿u kimi elmi probleml¿r müxt¿lif t¿dqiqatlar¿n predmeti olmu¿sa da, kitabda problem¿ sistemli yanä¿lm¿¿d¿r. Monoqrafiyada h¿m ¿ld¿ olunan n¿tic¿l¿r, h¿m epos¿ünasl¿¿¿n perspektivin¿ yön¿lmi¿ elmi t¿klifl¿r, h¿m d¿ mövzunun elmi h¿lli zaman¿ ona yanäma t¿rzi bax¿m¿ndan yenilikl¿rl¿ z¿ngindir. 'Koro¿lu' dastan¿nda obrazlar sistemi' kimi poetik struktur problemi düzgün n¿z¿ri t¿hlil istiqam¿tind¿ götürülmü¿ v¿ dol¿un elmi n¿tic¿l¿r ¿ld¿ edilmi¿dir. ¿s¿rd¿ dastan¿n m¿tnin¿, h¿r ¿eyd¿n ¿vv¿l, epik sistem kimi yanä¿lm¿¿d¿r. Sistemli yanäma dastan¿n obrazlar sisteminin qurulu¿ s¿viyy¿l¿rini äkarlamäa imkan yaratm¿¿d¿r. Dastan¿n süjeti epik obrazläman¿n s¿viyy¿l¿rind¿n biri kimi götürülmü¿dür. Çünki süjet bir t¿r¿fd¿n obrazlar sisteminin ayr¿lmaz ünsürü, o biri t¿r¿fd¿n gerç¿kliyin mü¿yy¿n obraz s¿viyy¿sidir. Bütün bunlar obrazlar sistemini süjet s¿viyy¿sind¿ öyr¿nm¿y¿ ¿¿rait yaratm¿¿d¿r.
"Kultur"-Konstruktionen
"La Festa della Befana" in Urbania. Weiterentwicklung und Kommerzialisierung eines Brauchs
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,7, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Winterliche Bräuche und Feste unterscheiden sich oft stark bezüglich ihrer kulturellen Ausprägung, entwickeln sich zudem fortlaufend weiter und lassen sich aus dem Blickwinkel einer europäischen Ethnologie umfänglich beleuchten. Unser Seminar "Feste, Bräuche und Rituale im Winterhalbjahr: Kulturelles Handeln zwischen Tradition und Moderne" führte uns in die Brauch- und Ritualforschung ein und lehrte uns, gemäß den Regeln der Europäischen Ethnologie nach den Wurzeln jener Bräuche zu fragen und deren vielfältige kulturelle Ausprägungen fachgemäß zu beleuchten.Ein interessanter interkultureller Untersuchungsgegenstand sind in diesem Zusammenhang die Festivitäten des sechsten Januars. Während in Deutschland der Dreikönigstag gefeiert wird, wird in Italien die Befana zelebriert. Die Italiener gedenken zwar auch den Drei Königen, die Hauptfigur des Festes ist dort aber die Weihnachtshexe Befana.
"La idea de convivencia no es tolerar, sino compartir"
"Las Fallas". Ein valencianisches Fest und Selbstkarikatur einer Stadt
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2,3, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Comunidad Valenciana veranstaltet seit dem XVIII. Jahrhundert jedes Jahr im März ein großes Fest: "Las Fallas", oder auch "Les Falles" in valencianischer Sprache genannt. Dieses Fest, seine verwurzelte Tradition, seine Bräuche und seine Symbolik sollen in dieser Arbeit aus einer stadtsoziologischen Perspektive betrachtet werden. Das Augenmerk der Analyse liegt auf der "kulturelle[n] Selbstdarstellung" der Stadt Valencia, und wie sie mittels eines großen Festes und seiner jahrhundertealten Ritualien, eine bestimmte Gruppenzugehörigkeit erzeugt. Die Frage, die dieser Arbeit zugrunde liegt, ist, in wie fern eine Strategie der "Politik der großen Ereignisse" die Stadt Valencia und ihr Fest beeinflussen. Inwiefern die beschleunigten politischen und sozialen Veränderungen, die Stadt in ein Ungleichgewicht bringen und wie das Bedürfnis nach einer "kulturellen Selbstinszenierung" des valencianischen Wesens entsteht.Um einen tiefen Einblick in das valencianische Fest zu bekommen, wird zuerst der Ablauf der Fallas beschrieben und dessen historischen Hintergrund darstellen. Zunächst bietet die Arbeit einen kleinen Exkurs der Geschichte Valencias. Danach komme folgt ein theoretischer Teil, der auf auf Hartmut Häußermanns und Walter Siebels Aufsatz ,Festivalisierung der Stadtpolitik. Stadtentwicklung durch große Projekte', basiert und auf Christiane Schwabs Monographie ,Texturen einer Stadt. Kulturwissenschaftliche Lektüren von Sevilla'. Zum Schluss kbetrachtet die Arbeit, auf der Basis von Antonio Ariño Villaroyas Text ,La Fiesta de las Fallas. Una liturgia civil del valencianismo temperamental', die Rituale der Fallas, und wie diese eine Gruppenzugehörigkeit erzeugen, die als Rettungsanker der valencianischen Identität dienen.
"Political correctness". Euphemismen, Rassismus und Sprache der Politik
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Vor einigen Jahren behauptet der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka, der 1986 den Nobelpreis für Literatur bekam, während eines literarischen Festivals in Neapel über Political Correctness: "Wir sind nahe an einem Jahrtausend von Wörtern, die von ihrem Kontext abgezogen sind, ohne Risiken, ohne Beleidigungen, ohne Nuancen, ohne Geschichte: eine menschliche neutralisierte Kommunikation".[...] Obwohl das Thema der political correctness ein sehr breites Thema ist, werde ich in diesen Abschnitten einen Eindruck davon zu geben versuchen, wie die Sprache der neuen Tendenz folgt, politically correct zu sein. Meine Analyse betrifft vor allem die englische Sprache und die amerikanische Gesellschaft, wo die polical correctness geboren ist und sich entwickelt hat. Erstens werde ich mich mit der Definition von political correctness und seiner Stellung in der heutzutage Gesellschaft beschäftigen. Ich analysiere insbesondere einige Wörter, um besser zu verstehen, was heute die Debatte über political correctness bedeutet. Ich habe mich entschieden, von "Euphemismen" zu sprechen, obwohl dieses Wort nicht ganz neutral ist, weil ich finde, dass das Wort 'Euphemismus' das richtige Bild ist, um eine immer stärker grassierende Tendenz, sich politically "incorrect" zu erklären, um sich sprachlichen Entscheidungen, die für heuchlerisch gehalten werden, entgegenzusetzen. Danach werde ich über George Orwell und seine Idee von politischer Sprache sprechen: sowohl sein Essay Politics and the English Language (1946) als auch sein Roman 1984 (Nineteen Eighty-Four) (1948) stellen eine beachtliche Analyse von Euphemismen und des Gebrauchs der Sprache von Institutionen vor, auch wenn diese Werke vor der Debatte über political correctness geschrieben wurden.Zum Schluss werde ich im letzten Paragraph auf den linguistischen Rassismus, auf seine Bedeutung, und darauf, wie Wörter und Gedanken in der Konzeption des 'Anderen' miteinander verbunden sind, eingehen. In diesem Abschnitt werde ich mich auf die amerikanische Gesellschaft und besonders auf die Afroamerikaner konzentrieren, obwohl das Phänomen in vielen anderen Kontexten analysierbar ist.
"Second Life" - Alltägliche Performanz im "Ludodrom"
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Europäische Ethnologie/Volkskunde), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Mittelpunkt der hier vorliegenden Analyse der virtuellen 3D-Welt "Second Life" stehen alltägliche soziale Handlungen und deren performativer Charakter. Die Volkskundlerin und Kommunikationsforscherin Gertraud Koch formulierte in einem Aufsatz über den Alltag in "Second Life" die These, dass "Second Life" die Möglichkeit bietet, Erfahrungen zu machen, die über die Wahlmöglichkeiten des faktischen Lebens hinausgehen. Die Immersion in "Second Life", das Eintauchen in ein zweites Leben, ermöglicht demnach die Erweiterung des faktisch bestehenden Alltags. Diese These gilt es ebenfalls im Verlauf der Arbeit zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die eigene, vorläufige Arbeitshypothese, in Ergänzung zu Kochs Annahme, lautet, dass die Erweiterung des faktischen Alltags insbesondere durch enorm ausgeprägte, spielerische Elemente erfolgt und dass nahezu jede soziale Handlung in "Second Life" performativ gestaltet ist. Um dem Thema aus kulturwissenschaftlicher beziehungsweise volkskundlicher Perspektive angemessen nachzukommen und die sozialen Handlungen entsprechend beschreiben und analysieren zu können, wird als Zugang zum vorliegenden Forschungsfeld auf Spiel-, Rahmen- und Ritualtheorien zurückgegriffen. Diesbezüglich werden im Verlauf der Arbeit Konzepte von Johan Huizinga, Gregory Bateson, Don Handelman, Erving Goffman und Victor Turner hinzugezogen.
"Sounding Homeland"
"Subdivided Housing". Ein Phänomen der Urbanisierung in Hongkong
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Forschungsarbeit werde ich mich auf das chinesische Phänomen "Subdivided Housing" (i.F. SDH) beziehen, welches das Leben und Überleben auf engem Raum beschreibt. Raum wird hier als etwas Kleines und Ungemütliches beschrieben, jedoch als etwas Lebensnotwendiges definiert. So möchte ich untersuchen, ob das Praktizieren von SDH ein resultierendes Phänomen der Urbanisierung ist und wie es die Stadt verändert und prägt. In China und in Hongkong ist "Subdivided Housing" ein sehr präsentes Phänomen. Durch die 150 Jahre der Kolonialisierung oder vielmehr der Endkolonialisierung hatte Hongkong die Möglichkeit in nur sehr kurzer Zeit zu expandieren, zu einer der großen Wirtschaftsmächte und zu einer der dicht bevölkertsten Städte der Welt heranzuwachsen. Auch wenn Urbanisierung auf der ganzen Welt zu erkennen ist, kämpft Hongkong mit einem weiteren Problem, der geografischen Beschaffenheit. Da Hongkong nur eine Fläche von ca. 1.104km2 Land bebauen konnte wuchs die Stadt mehr in den Himmel als in die Breite. Im Laufe des rapiden Bevölkerungswachstums in Hongkong wurde Obdachlosigkeit und der fehlende Lebensraum zu einem ernsthaften und gesellschaftlichen Problem, da es galt ca. 7 Millionen Menschen auf dieser kleinen Fläche unterzubringen. Die Obdach- und Mittellosen blieben während des wirtschaftlichen Erfolgs ein eher "unsichtbarer" Teil in den Augen der Mainstreamgesellschaft und der entscheidungsfällenden Politiker. Infolgedessen entstand aus der Not der Obdach- und Mittellosen ein Geschäft für Regierung und Bauunternehmen in Form des Bauens von "Subdivided Housing".
"The Green Belt Movement". Frames einer kenianischen Bewegung
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, , Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit werde ich mich mit den Frames der Bewegungsorganisation "The Green Belt Movement" auseinandersetzen und meinen Schwerpunkt dabei auf die Kernelemente von Framing legen. Inwiefern lässt sich die Entwicklung des GBM mithilfe dieses Ansatzes beschreiben und analysieren? Wichtig ist mir dabei die Herausarbeitung der Binnenperspektive, an Stelle der Sichtweisen von externen Akteuren und Quellen. Um die spezifischen Framing-Prozesse dieser Bewegung besser erfassen zu können, übernehme ich die zeitliche Aufteilung des GBM-Wirkens nach Wangari Maathai. Angesichts ihrer bedeutsamen Rolle und Präsenz innerhalb des GBM, sehe ich sie als Sprachrohr und Vermittlerin ihrer Organisation und werde meine Ausarbeitung der Framing-Prozesse hauptsächlich auf ihre Erklärungen und Formulierungen stützen. In ihrem literarischen Werk "The Green Belt Movement: Sharing the Approach and the Experience" aus dem Jahr 2006, teilt die Autorin die Aktivitäten der Bewegung in zwei zeitliche Phasen ein. "Phase I" verweist auf die Zeit der Entstehung bis zum Jahr 1999, während "Phase II" den Zeitraum von 1999 bis heute umfasst. Diese Aufteilung ist wichtig, um die Organisierung der Bewegung verstehen zu können, da es durch eine neue strategische Planung, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, zu einer Art "Wiedergeburt" der Organisation gekommen sei.
"The well-fed dead" - Eine Diskussion des rechtlichen Rahmens zum Schutz von IDPs
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,00, Universität Wien (Kultur- und Sozialanthropologie), Veranstaltung: Menschenrechte und Rechte indigener Völker im Spannungsfeld wirtschaftlicher und politischer Machtverhältnisse, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Seminararbeit diskutiert den rechtlichen Rahmen zum Schutz von Internally Displaced Persons, wobei ein spezieller Fokus auf die Situation von Binnenflüchtlingen in Brasilien gelegt wird. Die Ursachen für ihre Vertreibung werden analysiert sowie ein kurzer Überblick zur rechtlichen Situation geschaffen.
"Typisch Balkan". Fremdheitskonstruktionen und Stereotype in Reiseführern am Beispiel Südosteuropas
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 3,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Insitut für Volkskunde/Europäische Ethnologie), Veranstaltung: Leben mit der Differenz: Fremdheitskonstruktionen zwischen Faszination und Bedrohung, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Zeitalter der Globalisierung, der offenen Grenzen, der wachsenden Mobilität und Vernetzung, indem Begriffe wie etwa "interkulturelle Kompetenz" nicht mehr nur ausschließlich in der Wirtschaft Schlüsselbegriffe darstellen, steigt das Interesse an der Andersartigkeit und Exotik fremder Länder, Sprachen und Kulturen zunehmend. Die Tourismusbranche gilt als Trend-, sowie als Wachstumsbranche. Seit der Wende 1989, da es Westeuropäern möglich ist, nach dem Fall der sozialistischen Regierungen, in die ehemals sozialistischen Länder einzureisen, erfährt die Tourismusbranche heute auch im Osten Europas deutliches Wachstum. Mit dem Wachstum der Tourismusbranche verbunden, gewinnt die Reiseliteratur, insbesondere Reiseführer, zunehmend an Bedeutung. Ihre zentrale Aufgabe ist, laut einer Studie von Albrecht Steinecke, im Jahre 1987, zu den Qualitätskriterien eines Reiseführers, die "Vermittlung von Land und Leuten". Allerdings sind der Tourismus und die Reiseliteratur auch von Stereotypen geprägt. In dem vorliegenden Text sollen, nach einer Klärung der Begriffe der "Fremdheitskonstruktion", sowie der "Stereotype", unterschiedliche Reiseführer über Staaten Südosteuropas, bzw. des Balkans, auf Fremdheitskonstruktionen und Stereotype hin untersucht werden. Als Basis hierfür dienen, neben Reiseführern unterschiedlicher Herausgeber, Stellungnahmen, sowie Forschungserkenntnisse aus den Bereichen Kulturwissenschaft und Soziologie, für welche die in dieser Arbeit behandelte Thematik, insbesondere in den Bereichen der Tourismus- und Stereotypenforschung, zum Zwecke der Beschäftigung, sowie Enttarnung von diversen kulturellen Verzerrungen, hohe Relevanz hat. Als ein Beispiel für Stereotype und Fremdheitskonstruktionen in Reiseführern, soll der Fokus in dem vorliegenden Text insbesondere auf den fiktiven Reiseführer "Molwanien" gelegt werden, der in Anlehnung an das fiktive Land "Molwanien", geradezu mit Stereotypen über die Länder des Balkans, bzw. Südosteuropas, spielt.