Psychologie
Gehirn&Geist Dossier 1/2025 Geistig fit
Gehirn&Geist Dossier 2/2025 Guter Schlaf, schlechter Schlaf
Schlafen sollte eigentlich das Einfachste von der Welt sein. Augen zu, Kopf aus, rein ins Land der Träume. Aber Pustekuchen - zumindest, was mich betrifft. Regelmäßig werde ich von hartnäckigen Schlafstörungen heimgesucht. Ich liege dann nachts stundenlang wach, verliere mich in Grübeleien und wälze mich endlos hin und her. Doch stimmt das? Träume ich vielleicht nur, dass ich wach bin? Das Interview ab S. 50 von meiner Kollegin Anna von Hopffgarten mit dem Freiburger Schlafforscher Bernd Feige hat zumindest Zweifel in mir gesät. Und mittler weile bin ich nicht mehr sicher, ob meine Wahrnehmung von den schlaflosen Nächten der Wirklichkeit entspricht. Feige und sein Team haben nämlich herausgefunden, dass viele Menschen, die unter Insomnie leiden, gar nicht viel weniger schlafen als gute Schläfer. So ließen sie etwa Probandinnen und Probanden im Schlaflabor nächtigen und weckten sie mehrmals aus dem REM-Schlaf, also aus jener Phase, in der wir am meisten träumen. Und siehe da, die vermeintlichen Insomniker gaben deutlich häufiger an, gerade wach gelegen zu haben - obwohl dies offensichtlich nicht stimmte. Feige nennt das Phänomen 'Albtraum vom schlechten Schlaf'. Grundsätzlich üben Träume seit jeher eine Faszination auf uns aus und beeinflussen uns auch über die Nachtruhe hinaus - und das nicht nur im negativen Sinn wie oben beschrieben. So gibt es zahllose Berichte von Geistesblitzen, die Personen im Traum kamen und teilweise zu neuen Erfindungen führten. Fachleute haben vor Kurzem im Sekundenschlaf einen möglichen Quell der Kreativität entdeckt, wie Sie ab S. 44 lesen können. Aber warum wir überhaupt träumen, ist noch immer ein Mysterium. Laut einer neuen Theorie dienen die nächtlichen Fantasiereisen dazu, unser Gehirn mit überraschenden, ungewöhnlichen Daten zu füttern und es so zu 'trainieren' (S. 62). Trifft dies zu, so wäre es sicherlich auch für Tiere von Vorteil, zu träumen. Bloß wie findet man heraus, ob Oktopusse, Reptilien oder Vögel ebenfalls traumähnliche Zustände erleben (siehe S. 56)? Bei einer Sache ist man sich inzwischen ziemlich sicher: Um zu schlafen, ist vermutlich nicht einmal ein Gehirn nötig, wie Veronique Greenwood ab S. 16 erklärt. Eine traumhafte Lektüre wünscht Ihnen Anna Lorenzen, Redaktion Spektrum der Wissenschaft.
Gehirn&Geist Dossier 3/2025 Die Facetten unserer Persönlichkeit
Manche suchen das Rampenlicht, andere halten sich lieber im Hintergrund. Die erste ist abenteuerlustig, bereist gern fremde Länder und bekommt schnell Langeweile, die zweite setzt auf Gewohntes und bestellt im Restaurant immer das gleiche Gericht, hat es ihr einmal geschmeckt. Fleißige und pflichtbewusste Zeitgenossen haben ihren Terminplan fest im Griff, jene, die das Leben locker angehen, reißen gern mal eine Deadline und kommen mit erwartbarer Genauigkeit zu spät.All das, was uns im Denken, Fühlen und Handeln voneinander unterscheidet, nennen wir Persönlichkeit. Genauer gesagt beschäftigt sich die Persönlichkeitspsychologie mit den ganz normalen Unterschieden zwischen Menschen, die nicht auf die Kultur zurückgehen, in der sie leben. Im 20. Jahrhundert wurde die Vermessung der Persönlichkeit zu einem eigenen Forschungszweig. Heute weiß man: Ob jemand eher ordentlich oder chaotisch, ängstlich oder gelassen, introvertiert oder gesellig ist, hat weit reichende Folgen für sein Leben - vom Berufserfolg bis zur Beziehungsgestaltung. Und schon Babys unterscheiden sich in ihrem Temperament. Einige sind von Geburt an sensibler, andere unerschrockener. Doch erst etwa ab dem dritten Lebensjahr lässt sich auf das spätere Wesen schließen. Wie das Ich reift, zeigt unsere Infografik auf S. 20.Um das, was wir Persönlichkeit nennen, zu fassen zu kriegen, wurden viele Konzepte entwickelt - von den populären 'Myers-Briggs-Typen' bis hin zu den belastbareren 'Big Five' und dem modernen 'Hexaco-Modell'. Auf welchem davon die besten Tests basieren, habe ich für Sie recherchiert. Bei Letzterem geraten auch weniger schmeichelhafte Seiten des Charakters in den Blick: In diesem Heft lesen Sie etwa, was es mit den düsteren Vertretern der 'Dunklen Triade' auf sich hat, was Narzissmus ausmacht und ab wann die Persönlichkeit eines Menschen als gestört gilt.Außerdem beleuchten wir, wie Hirn und Darm zusammenhängen - und warum Kontaktfreudige ein artenreicheres Mikrobiom besitzen. Apropos Arten: Individualität existiert nicht nur beim Homo sapiens. Auch unter Affen gibt es Streithähne und People Pleaser. Wie man das herausgefunden hat, erklärt die Wissenschaftsjournalistin Kerstin Viering in ihrem Beitrag.
Gehirn&Geist Dossier 4/2025 Sucht
Gehirn&Geist Dossier 5/2025 Die Psychologie des Bösen
Warum faszinieren wahre Verbrechen? True Crime ist ein Spiegel unserer psychologischen Neugier: Was macht Menschen zu Tätern - und wie gelingt es Ermittlern, die Wahrheit ans Licht zu bringen? In dieser Ausgabe geht es um die Kräfte, die Menschen in den Abgrund treiben oder zurückholen. Wir zeigen, warum Rache selten Frieden bringt, wie gefährliche Häftlinge in Sicherungsverwahrung leben, was das Stockholm-Syndrom über Überlebensstrategien verrät und mehr.