Regionalgeschichte, Ländergeschichte
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Deutz
Keimzelle des rechtsrheinischen Kölner Stadtteils Deutz ist das römische Militärlager Castrum Divitensium, das um 310 n. Chr. zum Schutz einer Rheinbrücke errichtet wurde. Auf dem Areal des im 5. Jh. aufgegebenen Kastells gründete der Kölner Erzbischof Heribert 1003 ein Benediktinerkloster. Bereits im 6. Jh. bestand eine als Divitia civitas bezeichnete Siedlung. Um 1230 besaß Deutz Stadtrechte, litt aber aufgrund seiner exponierten Lage unter den ständigen Konflikten zwischen den Kölner Erzbischöfen, der zur Stadt erhoben, wurde Deutz 1808 zum Mittelpunkt einer Bürgermeisterei. Unter preußischer Herrschaft (ab 1814) wurde das Landstädtchen als Brückenkopf in die Festungsstadt Köln einbezogen. Zugleich entwickelte es sich zu einem Eisenbahnknotenpunkt und einem Industriezentrum, insbesondere für Waggon-, Maschinen- und Motorenbau. 1857 erhielt Deutz die Rheinische Städteordnung verliehen. Die Selbständigkeit endete schon 1888, als die Stadt mit ihren mehr als 16.000 Einwohnern nach Köln eingemeindet wurde. Nach der Beseitigung der preußischen Befestigungsanlagen 1907 entstanden neue Wohngebiete und wichtige Infrastrukturprojekte wie der Hafen, der Deutzer Bahnhof und die Messehallen. Deutz ist heute vor allem als Standort der Koelnmesse und der Veranstaltungshalle Lanxessarena bekannt. Flächen mit ehemals industriell-gewerblicher Nutzung befinden sich im Umbau zu Büro- und Wohnquartieren.
Die Welt der Slaven 69 (2024) 2
Du892 - das Kulturmagazin. Italiener in der Schweiz
Das Thema Migration bewegt die Menschen in jedem Land, überall und immer. In diesen Zeiten zeigt sich das am Brexit, an der syrischen Flüchtlingswelle nach Deutschland, an der geplanten Mauer zwischen Mexiko und den USA. Menschen verlassen seit jeher ihre Heimat, aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen, um im Ausland eine Zukunft zu finden. Schon vor 1900 strömten Tausende von Italienern für den Tunnelbau der Gotthardbahn hierher, vor allem Bergbauern, die in ihrer Heimat keine Zukunft hatten. Während der faschistischen Diktatur kamen auch politische Flüchtlinge. Mit dem Wirtschaftsaufschwung der Sechziger- und Siebzigerjahre folgten dann viele Arbeiter aus Süditalien, die als Saisonniers auf dem Bau, aber auch in den Fabriken und im Gastgewerbe arbeiteten. Sie brachten nochmals eine andere Kultur in die Schweiz als ihre Landsleute aus Norditalien. In der Schweiz betrachtete man die Italiener als Halunken, es gab massive Fremdenfeindlichkeit, und man warnte die heimischen Frauen vor ihnen. Die Italiener trotzten diesen Anfeindungen. Zum Glück! Denn sie brachten das Lebensgefühl des Mittelmeers, mit ihrer Kultur und vor allem: ihrem Essen. Trotz kargen Arbeiterlöhnen erhielten sich viele Stil, Schönheit und Eleganz, durch ihre Kleider, ihre Lebensart: fare bella figura. Die Geschichte der Italiener in der Schweiz ist auch voller Hoffnung. Durch die Schicksale entstanden untereinander Innigkeit, Solidarität, Freundschaft, Verbundenheit, ein neues Zugehörigkeitsgefühl. Heute haben sich Italiener und Schweizer vollkommen durchmischt, viele Nachfahren haben grossartige Karrieren gemacht, von denen in dieser Ausgabe einige vorgestellt werden. Diese Beispiele zeigen auf, dass man vor Migration keine Angst haben sollte - sie wird ja oft genug politisch missbraucht -, sie stellt auch eine wunderbare Chance auf die Weiterentwicklung eines Landes dar.
Frauen in Brandenburg
Greta Kuckhoff, Marie Goslich, Bettine von Arnim, die Spreewaldammen - Frauen in Brandenburg konnten viel und können es noch immer. In dieser Ausgabe finden Sie Biografien interessanter Brandenburgerinnen und Einblicke in die verschiedenen Lebensformen "auf dem Land". Auch unbekannte Arbeiterinnen und Bäuerinnen werden gewürdigt.
Hamburger Tropeninstitut
Humanisten, Buchdrucker und Unternehmer um 1500
Humanismus, Buchdruck und Unternehmertum charakterisieren das Leben der Basler Oberschicht um 1500 ebenso wie religiöse Gelehrsamkeit, Stifterwesen und Jenseitsvorsorge. In einer Zeit, in der sich die Europäer die Welt geografisch zunehmend zu erschliessen und einzuverleiben begannen, waren die einflussreichen Familien Basels bereits ausgesprochen vernetzt und traten in ganz unterschiedlichen Bereichen als Akteure auf, wie die Beiträge des Schwerpunkts zeigen. Ein zweiter Fokus des vorliegenden Bandes liegt auf der regionalen Museumsgeschichte. Hier treffen Musterbücher auf Provenienzforschung und auf den Umgang mit Erinnerungskultur.
We, the six million: Die Verfolgung queerer Menschen während der NS-Zeit
We, the six million: Euthanasieverbrechen im Regierungsbezirk Aachen
Wege gegen das Vergessen - Zeitschrift der NS-Dokumentationsstätte Aachen