Vergleichende und internationale Politikwissenschaft
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"A Banking System Built for Terrorism"? Der Missbrauch von Alternative Remittance Systems für illegale Zwecke
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: "A Banking System Built for Terrorism", so titelte ein Artikel im Time Magazine, der im Oktober 2001 - und somit kurz nach den Anschlägen des 11. September 2001 - veröffentlicht wurde. Der Autor bezieht sich in seinem Beitrag auf das Hawala-System, ein traditionelles Alternative Remittance System, das weltweit von ca. 300Mio. Menschen genutzt wird. Jährlich werden allein über Hawala mehr als 200 Mrd. US Dollar bewegt. Den Großteil seiner Kunden stellen Migranten dar, die Rücküberweisungen in ihre Heimat tätigen. Doch aufgrund seiner speziellen Eigenschaften in Bezug auf fehlende Regulierung und Intransparenz liegt der Verdacht nahe, dass es maßgeblich zur Terrorismusfinanzierung beigetragen hat bzw. beiträgt.Im Rahmen meiner Hausarbeit möchte ich daher die Frage erörtern, inwiefern Alternative Remittance Systems zu illegalen Zwecken missbraucht werden können. Dazu werde ich zunächst den Themenbereich Remittances skizzieren, um anschließend die verschiedenen Überweisungskanäle darzustellen. Dabei werde ich die Gründe aufzeigen, warum Kunden von finanziellen Transaktionen zunehmend informelle Transfermethoden nutzen. Darauf aufbauend zeigt die Hausarbeit, inwiefern Alternative Remittance Systems das Potential für einen illegalen Missbrauch, insbesondere der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, bieten. Zur Illustrierung werde ich abschließend als Beispiel den Fall des Unternehmens "Al-Barakaat" anführen.
"After all, for every neck, there are two hands to choke it."
"Arabischer Frühling" - Eine Chance für Demokratie in der MENA-Region?
"Atmosfear" and Rising Populism. Climate Change in Society
Essay from the year 2017 in the subject Politics - Environmental Policy, grade: 1st, University of Manchester, language: English, abstract: 2016 will be remembered as the year in which populism once more became a powerful political force. Although the election of Donald Trump and the Brexit referendum were undoubtedly the stand out political events of this year, the rise of populist parties across Europe demonstrate that this political shift is not limited to the Anglosphere. This rise in populism serves as a reflection of the public's anger and disillusionment with mainstream political parties, and the railings of populists against the 'metropolitan elite' resonate within countries facing an ever increasing disparity in wealth. The politicised nature of climate change means that the election of these populists will inevitably hinder climate policy, as Giddens warns of in his book 'Politics and Climate Change', because governments may attempt to appease this growing faction by reducing action on climate change.
"Bamboo Policy - bending with the prevailing wind?" Eine konstruktivistische Analyse des Wandels thailändischer Außenpolitik im Kontext der Ära Thaksin Shinawatra
Das seit Februar 2001 regierende und im September 2006 mit dem Coup d'État des thailändischen Militärs gestürzte Regime des Premiermisters Thaksin Shinawatras gehört bis heute ohne Zweifel nicht nur zu den umstrittensten Regierungsperioden in der Geschichte der thailändischen Demokratie, sondern markiert auch einen radikalen Bruch mit der bisherigen Auswärtigen Politik Thailands. Der von 2001 bis 2006 vollzogene, tief greifende Wandel der thailändischen Gesellschaft im Nachgang der asiatischen Finanzkrise erstreckte sich ebenso konsequent auf den Bereich der Außenpolitik. In ihm kommt eine grundlegende Veränderung der internationalen Orientierung des Landes zum Ausdruck, welche die Handlungsorientierung der politischen Akteure einschließt und unter anderem die bestimmende Grundlage für Konfliktlinien der bis heute andauernden politischen Krise vorgibt. So lassen sich für diese Regierungsperiode entscheidende Neuausrichtungen in Zielsetzung und Formulierung der thailändischen Außenpolitik feststellen. Diese korrelierte mit einer praktisch vollständigen Reorganisation der personellen und strukturellen Organisation des Außenministeriums bzw. außenpolitischer Entscheidungsprozesse.Das Erkenntnis leitende Interesse dieser Untersuchung konzentriert sich auf die Konstitution des außenpolitischen Wandels Thailands im Kontext der Regierungsperiode Thaksin Shinawatras und versucht, die dahinter stehenden Bestimmungsfaktoren der Neuorientierung sowie ihrer Wirkungsweise mit Hilfe eines sozialkonstruktivistischen Analyserahmens zu erkennen.In diesem Kontext soll die vorliegende Studie die Oszillation der thailändischen Außenpolitik zwischen den unterschiedlichen Polen analysieren, welche seit Beginn der Regierungszeit Thaksin Shinawatras die politische und gesellschaftliche Diskussion dominiert.
"Baschar, Armee, Mörder". Inwiefern hat Assads Politik zum Staatszerfall in Syrien beigetragen?
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,1, Die Offizierschule der Luftwaffe, Fürstenfeldbruck, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit nunmehr fast sechs Jahren fordert der syrische Bürgerkrieg täglich neue Opfer. Dabei ist bis heute die Frage der Ursache nur selten Gegenstand der Diskussionen. Diese Seminararbeit konzentriert sich auf die Verantwortung von Baschar al-Assad und seinem Regime. Inwiefern hat er - gewollt oder ungewollt - die heutige Situation verursacht? Auf Grundlage vor und nach Beginn des Krieges verfasster Literatur gibt diese Arbeit auf solche Fragen eine prägnante, wissenschaftlich fundierte Antwort.Syrien - ein Land dessen Bild im Westen heute von brachialer Gewalt, Terrorismus und Chaos geprägt ist. Die Regierung unter Baschar al-Assad hat in einem Großteil des Staatsgebietes die Kontrolle verloren und das Land ist in einen Bürgerkrieg abgerutscht, dessen Folgen in Form von Anschlägen und Flüchtlingen auch in Europa zu spüren sind. Im Machtvakuum des Krieges hat sich in vielen Regionen mit dem sogenannten "Islamischen Staat" eine der schlimmsten terroristischen Vereinigungen der Geschichte etabliert. Rückblick: Begonnen hatte alles mit dem Widerstand der syrischen Bevölkerung gegen das Regime des Präsidenten Assad. "Baschar, Armee, Mörder", hörten internationale Beobachter die Demonstranten 2011 auf den Straßen von Deraa rufen. Der Arabische Frühling hatte Syrien erreicht. Schnell eskalierte der zunächst friedliche Aufstand in scheinbar grenzenlose Gewalt und endete in einem Blutvergießen, für das bis heute 220 000 Menschen mit ihrem Leben bezahlen mussten.Diese Seminararbeit behandelt die Frage, welche Rolle Baschar al-Assad als syrisches Staatsoberhaupt und die Politik seines repressiven Systems auf dem Weg in den Staatszerfall spielten. Inwiefern führten die Handlungen seines Regimes das Land an den Rand der Anarchie? An welchen Stellen hätte er die Katastrophe verhindern können und hat es gewollt oder ungewollt unterlassen?Dazu sollen die Rahmenbedingungen und politischen Handlungen in den wichtigsten Bereichen in dem Jahrzehnt unter Baschar al-Assad näher unter die Lupe genommen werden. Inwiefern führten sie zu einer Revolution mit resultierendem Bürgerkrieg?
"Besondere Bemühungen" der Bundesregierung, Band 1: 1962 bis 1969
"Beyond the Wall": Game of Thrones aus interdisziplinärer Perspektive
"Canceling" Russia
"Color revolutions"
"Coming and Staying and Working and Stuff"
"Comply or Disclose" Vis-À-Vis "Comply or Explain". A Critical Comparison of the Current US and UK Corporate Governance Approaches
Submitted Assignment from the year 2023 in the subject Politics - Topic: Public International Law and Human Rights, grade: 77, University of East London, course: INTERNATIONAL CORPORATE GOVERNANCE, language: English, abstract: This essay compares and contrasts the current corporate governance approaches in the US and the UK, two countries that share a common legal origin but have developed different regulatory frameworks. It examines the main features and differences of the US "comply or disclose" approach and the UK "comply or explain" approach, focusing on the aspects of board structure, shareholder rights, executive compensation, regulatory frameworks, and Corporate Social Responsibility (CSR). It evaluates the strengths and weaknesses of each approach, and their impact on the effectiveness of corporate governance in each country. It concludes that while both approaches have merits and demerits, the UK approach tends to be more flexible and stakeholder-oriented, while the US approach tends to be more rigid and shareholder-centric.
"Corporate Social Responsibility". Unternehmen als legitime Akteure im Politischen System?
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik, Note: 1,7, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie), Veranstaltung: Systemanalyse und Vergleichende Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie kommt es, dass Unternehmen sich auf einmal in die Rolle von Politikern erheben? Waren sie es nicht, die vor allem in den 90er Jahren mit anderen Schlagzeilen auf sich aufmerksam machten? Große Unternehmen nutzten die Mechanismen der Globalisierung für ihr eigenes Interesse. Bekannt wurde in dieser Zeit, wie sie sich über Menschenrechte hinwegsetzten, ihre Arbeiter in Drittländern ausbeuteten und Umweltkatastrophen verschuldeten. Dieses Bild befindet sich momentan in einem starken Wandel und geht einher mit dem Begriff der Corporate Social Responsibility (CSR). Ein Begriff, der gerade seit der Jahrtausendwende in der öffentlichen Wahrnehmung Konjunktur hat und immer mehr Aufmerksamkeit findet. Im Rahmen von CSR-Aktivitäten engagieren sich Unternehmen in sozialen und gesellschaftlichen Themengebieten. Manche Unternehmen gehen sogar soweit ihre komplette Strategie einer nachhaltigen CSR anzupassen. Unternehmen handeln demnach nicht mehr als reine Gewinnmaschinen, bei denen Profit an oberster Stelle steht, sondern nehmen durch ihr Engagement auch bewusst politischen Einfluss auf die Gesellschaft.
"Covid-19," Psychological Operations, and the War for Technocracy
"Covid-19," Psychological Operations, and the War for Technocracy
"Cultural Diplomacy in South-East-Asia: India's Look East Policy"
"Der Islamische Staat" in der Geopolitik des Nahen Ostens
Ideologische - in diesem Fall religiöse - Faktoren haben eine erhebliche Tragweite. Sie legitimieren Handlungen, Loyalitäten und Bündnisse, doch die Krise, die in dieser Arbeit behandelt wird, hat sehr komplexe Ursachen, die sich nicht auf ideologische Faktoren beschränken; politische, wirtschaftliche und geopolitische Faktoren tragen ebenfalls zum Ausbruch des Krieges bei. Der "Islamische Staat", wie wir ihn in den letzten Jahren kannten, ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ist das Ergebnis eines historischen Prozesses, den verschiedene regionale und internationale Mächte auf die eine oder andere Weise angeheizt haben. Daher ist keine echte Lösung möglich oder denkbar ohne einen tatsächlichen politischen Willen der verschiedenen Akteure, was angesichts der Interessen der vermeintlichen Retter nicht leicht zu erreichen ist. Nur eine echte Demokratie, die den Völkern der Region eine Stimme gibt und ihren Bestrebungen nach Freiheit und sozialer Gerechtigkeit Rechnung trägt, kann den fanatischen Gottesstreitern und ihren Geldgebern ein Ende bereiten.
"Der Pate" von Francis Ford Coppola. Ein Spiegel der italo-amerikanischen Lebenswelt?
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik, Note: Sehr Gut, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Mafia, Staat und Männlichkeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Als der amerikanische Regisseur Francis Ford Coppola 1972 den ersten Teil von "Der Pate" verfilmte, war der Grundstein für eine der bedeutendsten Verfilmungen der jüngeren Filmgeschichte gelegt. Ausgangspunkt war der gleichnamige Roman des italo-amerikanischen Schriftstellers Mario Puzo. Puzo und Coppola, die zusammen an der Entstehung aller drei Teile wirkten, versuchten eine authentische Wiedergabe der Geschichte einer politisch und wirtschaftlich einflussreichen italo-amerikanischen Familie darzustellen. Thematisiert wurden hierbei insbesondere die kriminellen Machenschaften der nicht real existierenden Familie Corleone. Außerdem wurden in die Handlung wichtige weltpolitische Ereignisse eingebaut. Um den "Paten" analysieren zu können, sind mehrere Faktoren entscheidend. Wichtig ist der gesellschaftspolitische Hintergrund, vor dem Mario Puzo diesen Roman geschrieben hat, was er damit ausdrücken will und wie weit er versucht hat, tatsächliche Charakteristika des organisierten Verbrechens bzw. auch normales italo-amerikanisches Gesellschaftsleben widerzuspiegeln. Ein wichtiger Faktor der Trilogie ist außerdem die Thematisierung von Macht und Gewalt und hierbei insbesondere von männlicher Gewalt. Warum wird der "Pate" als mächtiger skrupelloser Mann dargestellt (hierbei insbesondere Michael Corleone)? Inwieweit spielt die Familie, spielen äußere Gegebenheiten eine Rolle, welchen Wandel durchleben die Hauptcharaktere in der Trilogie und wie weit lassen sich tatsächliche Parallelen zur Realität ziehen? Welche Rolle spielen für die Hauptcharaktere außerdem Faktoren wie Religion und moralische Ehrenkodex und wie werden sie hier auch insbesondere in die Filme integriert? Am Ende der medialen Analyse steht die Produktionsgeschichte der drei Filme, sowie ein Vergleich zwischen den Filmen und dem Roman. Der zweite Teil ist der Rolle des organisierten Verbrechens in den USA gewidmet. Inwieweit sind die im Paten wiedergegeben kriminellen Machenschaften ein Spiegel der Realität und wo liegt der historische Ursprung krimineller Netzwerke. Welcher machtpolitischer Strukturen bediente sich die real existierende italo-amerikanische Mafia, wie war sie aufgebaut und wo liegen wieder existierende Parallelen zum "Paten"? Letztendlich soll auch hinterfragt werden, ob "Der Pate" Auslöser für Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit gegenüber den italienischstämmigen Amerikanern sein könnte oder ob es sich dabei wirklich um einen "politisch korrekten" Roman bzw. Film handelt.
"Die Europa-Union wird Avantgarde bleiben"
"Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU- entwickelt sie sich tatsächlich nach dem Paradigma des Intergouvernementalismus ?"
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,7, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Professur für Politikwissenschaft, insbesondere das politische System der Bundesrepublik Deutschland ), Veranstaltung: Seminar: European Governance, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich in Europa ein bis heute andauernder dynamischer Integrationsprozess entwickelt. Dies war möglich, weil schon früh die Idee eines europäischen Staatenbundes entstand mit der Absicht, eines Tages die "Vereinigten Staaten von Europa" zu gründen.Nach einer Phase loser Kooperation zwischen den einzelnen Staaten Europas, bildete sich im Laufe der Dekaden ein festes, gemeinsames Institutionengefüge, welches wir heute in Form der Europäischen Union (EU) erkennen können.Bereits seit dem Vertrag von Maastricht aus dem Jahr 1992 existiert nun die "Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik" (GASP) der EU innerhalb dieses Institutionengefüges.Parallel zur Entwicklung der EU entstanden unter anderem schon seit den Anfangsjahren sogenannte Integrationstheorien, welche die Integrationsfähigkeit von verschiedenen Bereichen darstellen und bewerten sollten.Eine dieser Theorien ist der Intergouvernementalismus des Politikwissenschaftlers Stanley Hoffmann.Dieser geht in der Theorie in seiner Kernthese davon aus, dass die Nationalstaaten in den für sie relevanten Bereichen die Souveränität aufrecht erhalten, bzw. diese nicht an eine supranationale Ebene abgeben.In Anbetracht der Tatsache, dass diese Theorie aus den 1960er Jahren stammt ist es durchaus interessant zu betrachten, inwiefern diese noch Relevanz für den jetzigen Integrationsverlauf der EU und speziell für die GASP hat.Diese Frage und Beantwortung ist Kern der vorliegenden Arbeit.Hierzu wird zunächst die GASP der EU in ihrer Gänze von den ersten Kooperationsbestrebungen bis in die heutige Phase der Integration nach dem Vertrag von Lissabon dargestellt.Dem folgt eine Darstellung der Theorie des Intergouvernementalismus von Stanley Hoffmann.Eine Analyse der GASP unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen des Intergouvernementalismus führt zur Beantwortung der Fragestellung.Abschließend wird ein Ausblick für künftige Entwicklungen der GASP gegeben.Ein wirklich interessantes Thema, welches im Rahmen eines Seminars (hier "European Governance") entstanden ist.Die Arbeit bildet allerdings nicht nur die Thematik des Titels ab. Sie kann ebenfalls in Teilen für andere Themen, bzw. Arbeiten verwendet werden. Die GASP sowie der Intergouvernementalismus sind umfangreich beschrieben.Mehrere Seiten Literaturverzeichnis erleichtern die weitere Recherche zur Thematik.
"Die Somaliaintervention ist gescheitert". Konsens oder Irrglaube?
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Politische Wissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: 1995 verließen die letzten UN-Truppen Somalia. Seither ist viel Zeit vergangen, die es erlaubt, mit größerem Abstand auf die Intervention der Vereinten Nationen in Somalia zu blicken, und sie in der Kenntnis aller Folgen zu bewerten. Viele Autoren haben dies seither getan, und bereits ein oberflächliches Querlesen zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Autoren dazu tendiert, die Mission als gescheitert zu verurteilen. Den unmittelbaren Anlass, das Verhungern tausender Zivilisten, hat die Intervention jedoch aus der Welt geschafft. Die Frage, mit der sich diese Arbeit beschäftigt, lautet somit, ob ein Scheitern der Intervention in Somalia in der untersuchten Literatur Konsens ist, oder ob sich bei genauerer Analyse ein differenzierteres Bild zeigt.
"Economic Governance" in der Eurozone
"Ein Ende der Armut ist machbar!" Chancen, Konzepte, gesetzliche Regelungen und politische Umstände zur Bekämpfung der Armut
Essay aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik, Note: 1,0, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Kann das historische Phänomen Armut überhaupt beendet werden? In diesem Essay möchte der Autor diese Frage kritisch diskutieren. Dabei setzt er sich mit verschiedenen Armutsdefinitionen und -konzepten auseinander und beleuchtet diese auf ein mögliches Ende der Armut hin. Ausgangspunkte bilden dabei die englischen Armengesetze von 1597, die als erste institutionalisierte staatliche Reaktion auf Armut gelten.Des Weiteren werden Ansätze, die sich ab dem neunzehnten Jahrhundert wissenschaftlich mit der Erfassung und Erforschung des sozialen Phänomens beschäftigen, herangezogen. Wie herausgearbeitet werden soll, spielen diese in der öffentlichen Debatte um Armut und ihr mögliches Ende eine wichtige Rolle.Nach seiner Analyse wird der Autor zu dem Schluss kommen, dass die These vom machbaren Ende der Armut nicht nur aufgrund ihres unterkomplexen Armutsverständnisses verworfen werden muss, sondern auch unter politischen und machtkritischen Gesichtspunkten bedenklich ist."Ein Ende der Armut ist machbar!" Diese These vertritt der amerikanische Starökonom Jeffrey D. Sachs in seinem 2005 erschienen Buch mit dem passenden Titel "The End of Poverty". Unsere Generation, ist Sachs überzeugt, sei in der Lage, die extreme Armut bis zum Jahr 2025 ein für alle Mal zu beenden. Die Idee vom Ende der Armut ist heute mehr als eine Vision einzelner. Seit der Verabschiedung der Milleniumsziele im Jahr 2000 ist es erklärtes Ziel der internationalen Gemeinschaft. In den 2015 beschlossenen Zielen für nachhaltige Entwicklung wird gar proklamiert, man wolle ein "end of poverty in all ist forms everywhere" erreichen.
"Eine andere Welt"? Kultur und Politik in Osteuropa 1945 bis heute
"Der erste Anstoß zur Forschungsstelle kam von dem tschechischen Journalisten Jiri Pelikan, Sozialist in Italien. Er hatte schon 1977 Willy Brandt auf den intellektuellen Untergrund in Osteuropa hingewiesen und ihm geraten, die Zeugnisse dieser Szene - Schriften des Samisdat - in einer wissenschaftlichen Einrichtung sammeln zu lassen. Brandt hatte seine eigenen Emigrationserfahrungen, nahm den Hinweis von Pelikan auf und sprach Hans Koschnick an, der sich seinerseits mit mir in Verbindung setzte. Im Übrigen war der Gedanke reizvoll, in dieser linken, als rote Kaderschmiede verschrienen Universität ein Institut zu bauen, das sich mit Oppositionsbewegungen in den kom-munistischen Staaten beschäftigt."(Wolfgang Eichwede in der taz 29.12.2003)Wolfgang Eichwede hat in Bremen mit der Forschungsstelle Osteuropa eine Institution aufgebaut, die im westlichen Europa kein Gegenstück hat. Ein Archiv, das den Widerstand in der Sowjetunion, Polen, Ungarn, der DDR, der Tschechoslowakei - kurz in den Ländern des ehemaligen "sozialistischen Lagers" - dokumentiert. Nach 1989 hat die Forschungsstelle die "samtenen Revolutionen" und die Transformation in Osteuropa ver-folgt. Heute analysiert sie laufend die politischen und gesellschaftlichen Prozesse im postsozialistischen Raum. Anläßlich seines 65. Geburtstags, der zusammenfällt mit dem 25. Jubiläum der Forschungsstelle, versammelt der vorliegende Band Beiträge seiner Kollegen, Weggefährten und Schüler. Sie greifen die großen Themen auf, die auch Wolfgang Eichwede immer wieder beschäftigt haben: Dissens. Opposition gestern und heute# Nationale Identitäten zwischen Vergangenheit und Gegenwart# Gesellschaften nach dem Sozialismus# Das post-sowjetische Russland im europäischen Kontext