Arbeitssoziologie, Wirtschaftssoziologie, Industriesoziologie
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"Aktivgesellschaft" und "Ökonomisierung als Optionssteigerung". Zwei Perspektiven auf Ökonomisierung
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziologie - Wirtschaft und Industrie, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Soziologie), Veranstaltung: Das Politische in (und an) der Soziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Ökonomisierung, verstanden als das Vordringen ökonomischer Logiken und Denkweisen in immer mehr Bereiche des sozialen Lebens, ist ein zentrales Thema der Soziologie. In dieser Arbeit werden zwei recht verschiedene theoretische Annäherungen an den Begriff der Ökonomisierung miteinander verglichen: Stephan Lessenichs materialistische Analyse und Armin Nassehis Blick aus Perspektive der Differenzierungstheorie. Die Analysen gleichen sich oft an der Oberfläche, unterscheiden sich aber stark in der Bewertung und Einordnung. Zentrale Motive, die immer wieder durchscheinen, sind Kapitalismuskritik (Lessenich) und Komplexität (Nassehi).
"Arbeit ist keine Ware" - 100 Jahre Internationale Arbeitsorganisation
"Wenn Du Frieden willst, sorge für Gerechtigkeit" steht in lateinischen Worten auf dem Grundstein des ersten Gebäudes der Internationalen Arbeitsorganisation (bekannt als ILO, deutsch: IAO), die vor mehr als 100 Jahren als Teil des Friedensvertrags von Versailles gegründet wurde. Ihre Geschichte und besondere Struktur sind im System der Vereinten Nationen einzigartig, ihre gesellschaftlich-dialogische Ausrichtung ist heute relevanter denn je. Das Buch beschreibt Zielsetzungen, politische Lernprozesse und Herausforderungen der IAO und stellt diese in den Kontext der Diskussionen um eine friedensförderliche, global nachhaltige Arbeits- und Wirtschaftspolitik.
"Demonstrativer Müßiggang" oder "rastlose Tätigkeit"?
"Deutschland ist das Land der Chancen"
"Diskurs" als Mittel der Wahrheitsfindung?
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Wissen und Information, Note: 1,0, Universität Regensburg (Institut für Soziologie), Veranstaltung: "Wissenssoziologie: Über die Standortgebundenheit des Denkens", Sprache: Deutsch, Abstract: 1981 entwirft Jürgen Habermas mit der "Theorie des kommunikativen Handelns" eine neue kritische Gesellschaftstheorie. Habermas nimmt unter anderem an, dass in die Lebenswelt der Menschen immer mehr systemische Imperative eindringen, die Lebenswelt also immer stärker rationalisiert wird. Der Ausweg aus dieser Situation liegt für Habermas in einer Stärkung der kommunikativen Vernunft. Rationales Argumentieren ist die Basis, die es den Mitgliedern einer Gesellschaft erst ermöglicht, Wahrheit zu finden, um anschließend gemeinsam zu handeln und somit gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen.In dieser Hausarbeit soll in das Habermassche Diskursmodell eingeführt sowie die Probleme, mit denen die dem Konzept zugrundeliegende Konsenstheorie der Wahrheit konfrontiert ist, erläutert werden.
"DIVERSITY AND INCLUSION IN WORKPLACE"- Best Practices Globally
"Gesundes Arbeiten". Mitarbeiterbefragung zu körperlicher Anstrengung am Arbeitsplatz
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 1,7, Hochschule für angewandtes Management GmbH, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Forschungsarbeit untersucht die Fragen, wie sich die subjektiv empfundenen körperlichen Anstrengungen hinsichtlich des Geschlechts und Alters unterscheiden und welche hauptsächlichen Arbeitsanforderungen mit welchen empfundenen Arbeitsanstrengungen zusammenhängen. Mit Hilfe eines Fragebogens, an dem 119 Teilnehmer teilgenommen haben, wurden dazu drei Hypothesen untersucht. Die Beantwortungen aller genutzten Skalen sind gleichmäßig verteilt beziehungsweise normalverteilt. Es wurden alle Skalenwerte ausgeschöpft und keine Beantwortung ausgelassen.Hypothese 1, dass sich weibliche und männliche Mitarbeiter hinsichtlich der empfundenen körperlichen Anstrengungen unterscheiden, ist zu verwerfen, da die Testung mit dem Chi-Quadrat-Test nicht signifikant war. Es existieren also keine geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich der empfundenen körperlichen Anstrengung.Hypothese 2, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der empfundenen körperlichen Anstrengung und steigendem Alter gibt, gilt als vorläufig bewährt, da die Testung mit dem Korrelationskoeffizienten (Spearman) signifikant war. Als Ausnahme ist die Korrelation "Alter" und "Anstrengung: Beengte Raum-/Platzverhältnisse" nicht signifikant. Es besteht also ein positiver Zusammenhang zwischen steigendem Alter und der empfundenen körperlichen Anstrengung, außer bei beengten Raum- und Platzverhältnissen als Anstrengungsart.Hypothese 3, dass empfundene körperliche Anstrengungen in Zusammenhang mit den hauptsächlichen Arbeitsanforderungen stehen, gilt als vorläufig bewährt, da die Testung mit dem Korrelationskoeffizienten (Spearman) signifikant war. Als Ausnahme ist die Korrelation "Körperliche Anforderung: Über Kopf" und "Skalensumme Anstrengung" nicht signifikant. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen empfundenen körperlichen Anstrengungen und den hauptsächlichen Arbeitsanforderungen, außer bei körperlichen Anforderungen des Arbeitens über Kopf, die in keinem Zusammenhang zu empfundenen körperlichen Anstrengungen steht. Die Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sich die subjektiv empfundenen körperlichen Anstrengungen hinsichtlich des Geschlechts nicht unterscheiden, aber ein positiver Zusammenhang zu steigendem Alter existiert. Weiterhin besteht ein Zusammenhang zwischen den empfundenen körperlichen Anstrengungen und den hauptsächlichen Arbeitsanforderungen.
"Gesundheitssucht" als Radikalisierungstendenz bei Digital Natives auf Basis einer digitalen Singularisierung
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Soziologie - Medizin und Gesundheit, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Ziel dieser Arbeit soll sein, einen ersten Überblick über Zusammenhänge zu erstellen und deren Verknüpfungen, Ursachen und Wirkungen auf diese Weise sichtbar werden zu lassen. Die Forschungsfrage lautet daher, inwiefern die hier so betitelte Gesundheitssucht als angenommene Radikalisierungstendenz bei Digital Natives tiefer verankert ist als bei anderen Generationen und wie dieses Phänomen mit auf Digitalisierung basierender Singularisierung zusammenhängen kann. Das Bild der Singularisierung spielt dabei eine grundlegende Rolle. Nach Reckwitz (2017) ist sie, was in der Forschung bereits als Tatsache gilt, als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen spätmoderner, inzwischen digitalisierter Gesellschaften zu betrachten - im heutigen Verständnis vor allem der jungen Generationen der Digital Natives. Neben Themenfeldern wie der Ökonomie, Arbeitswelt, Lebensführung und Politik ist dabei ihm zufolge auch in der Digitalisierung ein umfassender Kulturwandel hin zum singularisierten Lebensstil zu beobachten. Die Annahme ihrer Gültigkeit bildet daher einen der drei Pfeiler meiner Argumentation. Radikalisierung ist der zweite Begriff, der definiert werden wird und an dieser Stelle kurz umrissen werden muss, um verständlich zu machen, worauf die Arbeit hinausläuft. Wie bereits angedeutet, findet in modernen Gesellschaften gefühlt eine zunehmende Faszination radikaler Denkweisen Anklang. Wie es dazu kommen kann, muss fallabhängig diskutiert werden mit Berücksichtigung von in besonderem Maße beeinflussenden Faktoren. In diesem Fall wird sich auf den digital basierten Vorgang der Radikalisierung hin zur Gesundheitssucht konzentriert, um digitale Einflussnahme und Entwicklungsprozesse zu klären. Gesundheitssucht ist schließlich das Beispiel, anhand dessen die genannten Prozesse erklärt werden sollen. Zwar ist sie als solche noch nicht offiziell als Krankheit anerkannt, jedoch ist davon auszugehen, dass sie, ebenso wie andere verhaltensgebundene Suchtformen wie Computerspielsucht im Jahr 2019, demnächst anerkannt wird. Hier wird der Begriff als nicht fest definierte, richtungsweisende Formulierung verwendet, die auf gesundheitsschädliche - wenn auch vom Betroffenen selbst als gesundheitsfördernd wahrgenommene - Verhaltensweisen hinausläuft; Näheres dazu wird im Verlauf der Arbeit erklärt. Als Sucht kann diese Verhaltensweise anlehnend bezeichnet werden, da sie die typischen Verhaltensmerkmale einer Verhaltenssucht aufweisen kann.
"Hinter mir die Sintflut"
"Ich arbeite wann ich will." Risiken und Chancen flexibler Arbeitszeiten
Projektarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Soziologie), Veranstaltung: Soziologie der Zeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Trennung von Arbeitszeit und Lebenszeit ist ein Phänomen der Moderne. In deren Verlauf kam es zu einer Normalarbeitszeit, die gesetzlich festgeschrieben wurde und die Möglichkeit bot, sich sowohl auf die Arbeit als auch auf das Privatleben zu konzentrieren. Doch zunehmend findet eine Flexibilisierung der Arbeitszeit statt, die sich in Form von Schichtarbeit oder Teilzeitbeschäftigung äußert und sich in vielfältigen Formen der zeitlichen Strukturierung der unterschiedlichen Lebensbereiche niederschlägt. Auch der Wunsch nach einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie löste die Erschaffung neue Arbeitszeitmodelle aus, in denen Angestellte die Möglichkeit zu einer Mitbestimmung über ihre eigene Zeiteinteilung zugestanden wird. Ziel ist es dabei, eine bessere Work-Life-Balance, das heißt eine verbesserte Vereinbarkeit von Arbeits- und Lebenszeit zu erreichen. Immer beliebter werden deshalb Tätigkeiten, in denen der Beschäftigte in Auseinandersetzung mit privaten Anforderungen und persönlichen Präferenzen flexibel über seine Arbeitszeit entscheiden kann. Gleitzeitmodelle, Vertrauensarbeitszeit und Heimarbeit bieten die Möglichkeit, flexiblen Anforderungen des Alltags nachzukommen und die Arbeitszeit dennoch nicht verkürzen zu müssen oder beispielsweise für familiäre Verpflichtungen Urlaubstage in Anspruch nehmen zu müssen. Die zeitliche Aufbringung für Arbeit richtet sich in flexiblen Arbeitszeitmodellen nun nicht mehr nach objektiv vorgegebenen Richtlinien, sondern wird durch das Individuum selbst eigenverantwortlich bestimmt. Die Gestaltung der Arbeitszeit erfordert also eigenes Handlungs- und Reflexionsvermögen. Diese hohen Anforderungen an individuelle Selbstoptimierung werden in der Arbeitssoziologie durchaus kritisch beachtet und in den letzten Jahren unter dem Schlagwort "Arbeitskraftunternehmer" diskutiert. Die Arbeit hat das Ziel, flexible Arbeitszeitgestaltung auf deren Auswirkungen für Beschäftigte zu untersuchen und deren Chancen und Risiken aufzuzeigen. Da Arbeitszeitkonten, Vertrauensarbeitszeit und Teleheimarbeit eine selbstbestimmte Arbeitszeit ermöglichen, sollen diesbezügliche wichtige Befunde aus der Arbeitszeitforschung in die Analyse einbezogen und so auf den Prüfstand gestellt werden.
"Ich wünschte, ich wäre gläubig, glaub' ich."
"Kleine, unspektakuläre Zellen" - vom Rasieren haariger Objekte
"Moral Hazard" bei Lohnersatz- oder Unterhaltssicherungsleistungen bei Arbeitslosigkeit
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation, Note: 2,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Sozialpolitik), Veranstaltung: Aktuelle Probleme der Sozialen Sicherung, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff "Moral Hazard", welcher ursprünglich aus dem Versicherungswesen kommt, wird mittlerweile auch im Bezug auf den Bereich der sozialen Sicherung verwendet. Zahlreiche Debatten um das sogenannte "Trittbrettfahrer-" oder "Drückebergerproblem" schließen darauf, dass die Problematik der Arbeitsunwilligkeit einzelner Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfänger auch parteiübergreifend wachsende Beachtung findet. Ursache für dieses Interesse liegt sowohl in den stetig steigenden Zahlen der Hilfeempfänger als auch im Absinken ihres Durchschnittsalters. Die größte Herausforderung, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, die Moral Hazard-Problematik gegebenenfalls auch durch Sanktionierung zu verringern, gleichzeitig aber das Vertrauen in die Sicherheit des sozialen Netzes nicht zu zerstören. Aus einer Perspektive die Zeitlich vor der Einführung der Hartz Gesetze liegt werden die Arten der staatlichen Leistungen und ihre jeweiligen Kritikpunkte vorstellt und darauf aufbauend verschiedene Verbesserungsvorschläge nach ihrer Machbarkeit und ihren Wirkungen bewertet. Abschließend wird die Schaffung eines subventionierten Niedriglohnsektors trotz der schwierigen Umsetzung als möglicheLösung vorgestellt.
"Schulautonomie" als Perspektive? - Zu den gesellschaftlichen Voraussetzungen und zu den Konzepten der gegenwärtigen Diskussion über die Reorganisation der Schulen und ihre Auswirkung auf den Beruf des Lehrers
Das Thema dieses Buches ist von unverkennbar hoher Aktualität und gesellschaftlicher Relevanz: die Frage nach den Konzepten über die Reform der Schule in der gegenwärtigen Diskussion, den Motiven, die sie beeinflussen und den Entwicklungen, die mit ihnen verbunden sein können. Es geht um die Frage nach angemessenen Formen der inneren und äußeren Verfassung der Schulen, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich aus den gesellschaftlichen Veränderungen ergeben. Durch den Druck, der mit den internationalen Vergleichsstudien über die Leistungsfähigkeit von Schulen (TIMSS) auch auf das deutsche Bildungswesen ausgeübt wird, zeichnet sich eine Veränderung in der strategischen Ausrichtung der Schulreform ab: Nicht mehr zentralistische Konzepte, sondern dezentrale Schritte zur Systemsteuerung durch Profilbildung und Wettbewerb erhalten zunehmend Bedeutung. Insofern bekommt vor allem die Frage nach den Konzepten einer stärkeren Dezentralisierung der Schule, ihren Rahmenbedingungen, Chancen, expliziten und impliziten Gefahren eine besondere Relevanz. Konkretisiert werden diese Fragestellungen am Beispiel der niedersächsischen Schulentwicklungskonzepte - insbesondere an den geplanten Schulentwicklungsprogrammen.Nach Begriffsbestimmungen und der Darstellung der historischen Entwicklung der Zentralisierung von Schule und Schulverwaltung wird die seit Beginn der 90er Jahre von Seiten der Schulpolitik geführte Diskussion über Schulautonomie kurz charakterisiert. Dabei kristallisieren sich zwei zentrale Argumentationsstränge heraus, auf die jeweils genauer eingegangen wird: der pädagogische und demokratietheoretische einerseits, der ökonomisch-managementtheoretische andererseits.Aus den neuen Anforderungen an die Schule, die aus der Veränderung von Kindheit, Jugend und Familie sowie denen der Arbeitswelt resultieren, wird das Konzept einer - verlässlichen, ganztägigen - Schule entwickelt, die reflektiert sozialpädagogische Aufgaben übernimmt. Dem gegenüber steht der Strang der aus der Finanzknappheit der öffentlichen Hand resultierenden Konzepte einer veränderten Finanzierung des Schulwesens.Beide Diskussionen werden unter der Frage nach dem Wandel der Organisationsstruktur im Schulwesen zusammengeführt. Dabei wird das Konzept "erweiterte Schulautonomie" in seinen verschiedenen Dimensionen und Realisierungsschritten genauer untersucht und im Verhältnis zur Administration thematisiert. Begleitend erfolgt auch eine ausführliche Darstellung und Bewertung der Schulprogrammentwicklungskonzepte in Niedersachsen.Außerdem wird der Frage nach den Auswirkungen der neuen Entwicklung auf die Lehrer nachgegangen.
"Shareconomy". Ein erfolgreicher Weg aus dem Konsumismus?
"Sie wollen mir doch was verkaufen!"
"Wir sind Bundeswehr."
"Work-(Life-)Relationship-Balance". Das "Ausbalancieren" von Privatleben und Erwerbsarbeit von Personen in spätmodernen Zweierbeziehungen
Masterarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation, Note: 1,30, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Durch die Entgrenzung von Erwerbsarbeit und Privatleben steigen die Anforderungen an die Subjekte zum Ausbalancieren beider Sphären. Zudem steigt im Zuge des Reflexiv-Werdens der Lebensführung in der Spätmoderne auch das Erfordernis zur aktiven Herstellung von Zweierbeziehungen. Die Forschungsfrage lauter daher wie folgt: "Welche Strategien zur 'Ausbalancierung' von Erwerbsarbeit und Freizeit wenden spätmoderne Subjekte in Zweierbeziehungen an?". Zur Untersuchung der Forschungsfrage wurden fünf leitfadengestützte Einzelinterviews erhoben und anhand der Grounded Theory ausgewertet.'Work-Life-Balance' ('WLB') als Begriff geht davon aus, dass Berufs- und Privatleben miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Somit wird zum einen impliziert, dass zwischen beiden Bereichen Konfliktpotential herrscht und zum anderen, dass dieses durch Akte des 'Balancierens' bewältigt werden könne. Worin genau diese bestehen und um welche Art von 'Balance' es überhaupt geht, bleibt weitgehend offen und obliegt daher individueller Deutungsarbeit. Aktuell lässt sich nicht nur im Alltagsgebrauch, sondern auch in personalbetrieblichen Kontexten und wissenschaftlichen Debatten eine zunehmend häufiger werdende Verwendung des Begriffes verzeichnen.Gar wird er verstärkt als eine Art "Zauberwort" gebraucht, als ob dessen Thematisierung bereits an sich die (Erwerbs-)Welt ein Stückchen besser machen und zur Lösung verschiedenster Problemlagen wie zeitlicher Unvereinbarkeit von Familie und Beruf, der Bewältigung von Zeit- und Leistungsdruck und des Erlebens von mentaler Ausgeglichenheit beitragen würde. Dass ein Konzept, das sich explizit dem 'Leben' sowie dessen Verhältnis zur Erwerbsarbeit widmet, überhaupt erforderlich wird und sich derart großer Beliebtheit erfreut, ist keineswegs selbstverständlich. Vielmehr wirft dies einige Fragen auf, die allesamt im Wesentlichen mit stark veränderten und gestiegenen Anforderungen an die Lebensführung in Verbindung stehen.
'Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf'. Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Sozialisation benachteiligter Jugendlicher in der Gegenwartsgesellschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Leschinsky und Cortina beginnen ihr erstes Kapitel des 2003 vorgelegten Berichtes, welcher einen systematischen Überblick über das Bildungswesen in der Republik Deutschland geben soll: "Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland steht seit dem Ende der 1990erJahre deutlich im Zeichen eines tief greifenden Wandels, dessen Zielpunkt sich erst in Umrissen andeutet." Auch wurde durch insgesamt eher unerfreuliche Befunde internationaler Vergleichsstudien, wie etwa "TIMSS" (Third International Mathematics and Science Study) und "PISA" (Programme for International Student Assessment), über den Leistungsstand der deutschen Schüler, sowie über den gestiegenen Mangel an Chancengleichheit an deutschen Schulen eine massive öffentliche Beunruhigung ausgelöst. Dadurch wurde aber der Weg geebnet einen Vergleich zwischen den etablierten Schulformen und der Schulpolitik der einzelnen Bundesländer anzuregen. Somit dürfte der Handlungsdruck der zuständigen Organe enorm gewachsen sein. Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul schrieb dazu treffender weise: "Gerechtigkeit heißt vor allem, die Chancengleichheit zu mehren: zum Beispiel zwischen Mann und Frau, zwischen abhängig Beschäftigten und Unternehmern, zwischen Bildungssuchenden mit unterschiedlicher familiärer Herkunft, zwischen Deutschen und ausländischen Mitbürgern in unserem Lande." Im Folgenden wird auf Grund der umfassenden Materie zum Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der "Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung" liegen.Im ersten Teil werden Definitionen, von für in der restlichen Arbeit wiederkehrenden wichtigen Begriffen, gegeben. Daneben wird ein geeigneter Einstieg in das Thema durch die Darlegung der "Sozialisation und Identität in der Lebensphase Jugend" vorgenommen.Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Versuch, die Netzwerkarbeit des Deutschen Jugendinstituts (DJI) "Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung" am Beispiel des Programms "Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung näher darzustellen und zu diskutieren.Abschließend wird ein Ausblick für das Gelingen von Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung gewagt.
'Das wars mit der Deutschland AG' - Der Shareholder-Value-Kapitalismus und dessen (soziale) Folgen
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Wirtschaft und Industrie, Note: Keine, Georg-August-Universität Göttingen (Pädagogisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: 'Die Deutschland AG ist Geschichte'. Innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich ein massiver struktureller Wandel in vielen (börsennotierten) Unternehmen vollzogen. Die Zielverschiebungen in der strategischen Ausrichtung lösten zu Beginn der 1990er Jahre massive Veränderungen in vielen Unternehmen aus. Das primäre Unternehmensziel lag nun nicht mehr in einer auf Wachstum vieler verstreuter Unternehmenssegmente ausgelegten Unternehmensstrategie. Statt dessen orientierte sich die Führung der Unternehmen zunehmend an den Interessen der Aktionäre (vgl. Höpner 2003: 15). Diese, auf den Shareholder-Value ausgerichtete Unternehmensführung, baut auf eine langfristige Steigerung des Aktionärsnutzens. Daneben schritt die institutionell professionalisierte Verwaltung des Kapitals (vgl. Huffschmid1999: 82) weiter voran und das Auftauchen neuer Akteure auf den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten - wie etwa Hedgefonds oder Private-Equity-Fonds - hat eine Dynamik entfalten können, in der die Gier und das Streben nach möglichst schnellen und hohen Rendite zum Leitmotiv avancierten und dabei gleichzeitig massive soziale Einschnitte und Veränderungen hervorriefen und beschleunigten.
'Der flexible Mensch' von Richard Sennett. Eine Interpretation
Fachbuch aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, , Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem 1998 erschienen Essay "Der flexible Mensch" zeichnet Richard Sennett ein Bild der modernen Gesellschaft bzw. ihrer Entwicklung und beleuchtet dabei insbesondere das Verhältnis des die Gesellschaft prägenden Kapitalismus auf diese und seine Wirkungen auf das Leben des/der Einzelnen wie auch ihrer Generation bzw. die Identität und den Charakter dieser. Zentrale Perspektive Sennetts ist hierbei die Betrachtung dessen, was in modernen kapitalistischen Gesellschaften unter dem Begriff der "Flexibilität" subsumiert wird. Ziel der hier vorliegenden Arbeit ist es, die zentralen Thesen des Buches herauszuarbeiten und dabei zu versuchen, von Sennett genannte Beispiele möglichst nicht in die Arbeit einfließen zu lassen. Die Arbeit soll keine bloße Inhaltsangabe des Essays "Der flexible Mensch" darstellen, sondern vielmehr die Kernaussagen Sennetts beleuchten. An einigen Stellen war es dennoch sinnvoll, genannte Beispiele kurz vorzustellen, da sie untrennbar von den wesentlichen Thesen waren. An Bezügen zu Literatur konzentriert sich die vorliegende Arbeit auf den 1998 erschienen Essay "Der flexible Mensch" von Richard Sennett. An einigen Stellen wird auf die detaillierte Kennzeichnung der zitierten Stellen verzichtet. Diese sind durch die Strukturierung der Arbeit durch die Übernahme der Struktur des Buches bereits erkennbar. Wörtliche Zitate sind gekennzeichnet.
'Hochschulexperimentierplatz Bielefeld' - 50 Jahre Fakultät für Soziologie
Die im Jahre 1969 gegründete Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld verkörpert eine akademische Autonomie und Vielfalt, die für dieses Fach einzigartig ist. Zum 50-jährigen Jubiläum ist dieser Band keine Festschrift im herkömmlichen Sinne. Er bietet vielmehr eine Darstellung von Ereignissen, die die Fakultät und ihre Entwicklung erlebbar werden lassen. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit vielfältigen personellen und institutionellen Bezügen liefern die Beiträge Außen- und Innenansichten der Fakultät und ihrer Geschichte. Auch Studierende kommen zu Wort und zeigen, was ihnen die Fakultät jenseits einer Beschreibung als 'Lernfabrik' bedeutet.
'Lean' und 'agil' im Büro
In der gegenwärtigen digitalen Transformation wird auch die Büroarbeit komplett neu organisiert. Eine zentrale Rolle spielen dabei Konzepte wie 'Lean Production' und 'agile Methoden'. Das Buch zeigt die Folgen dieser Entwicklung für die Arbeitswelt von Angestellten anhand von Fallstudien aus den Bereichen Software-Entwicklung, Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie. Erkennbar wird ein grundlegender Umbruch in der Angestelltenarbeit mit ungewissem Ausgang. Kommt die Büroarbeit am digitalen Fließband oder ein Aufbruch in eine neue Humanisierung der Arbeitswelt? Das Buch liefert Antworten auf diese Fragen und zeigt: Das Ergebnis der Entwicklung hängt von unserer bewussten Gestaltung ab.
'Sie müssen nur wollen'