Mittelalter
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"Ad exterminationem haereticorum" - Mittelalterliche Ketzerbekämpfung im Zeitalter des Albigenserkreuzzuges und der Anfänge des päpstlichen Inquisitionsverfahrens
Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,5, Universität zu Köln (Historisches Seminar I), Sprache: Deutsch, Abstract: Im 13. Jahrhundert sah sich die Kirche mit den neuen religiösen Bewegungen der Katharer und Waldenser einer ernsthaften Gefahr ausgesetzt, da diese Strömungen den kirchlichen Ordo in seinem Grundwesen in Frage stellten. Da das 11. Jahrhundert wenig von häretischen Bewegungen geprägt war, konnte man auf das Auftauchen als häretisch erscheinender Laienbewegungen nicht reagieren, was auch dazu führte, dass spätantike Bezeichnungen auf die neuen Ketzereien projiziert wurden, ohne dass man sich mit den Inhalten und den Lehren des neuen Phänomens näher beschäftigte. Somit fehlte ebenfalls ein grundlegendes Dogma der katholischen Kirche hinsichtlich eines orthodoxen Glaubens. Zwar wurden durch das Decretum Gratiani und die beiden Laterankonzilien von 1139 und 1179 grundsätzliche Kriterien zur Bestimmung der Heterodoxie festgelegt, doch gab es keine einheitlichen Kriterien für die Abgrenzung der Häresie von der Orthodoxie. Erst mit der Promulgation der päpstlichen Dekretale Ad abolendam 1184 wurden erste häretische Namen schriftlich fixiert, doch wurden durch den weiterhin im Unklaren gelassenen Begriff der Häresie Bewegungen, die sich deutlich von der der Katharer abgrenzten, in die Ketzerei getrieben und fortan unter die Häretiker gezählt. Durch die Bestimmung, den weltlichen Arm zur Eindämmung der Ketzergefahr hinzuziehen, wurde der Grundstein für die 50 Jahre später einsetzende Institutionalisierung der Inquisition gelegt.
"Bauernkrieg" gegen Moskau? Der Kosakenaufstand unter Stepan Razin 1667-1671
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut), Veranstaltung: Seminar: Aufstände und Revolutionen im Russländischen Reich, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit soll anhand des Aufstands unter Stepan Razin 1667-1671 versuchen zu zeigen, dass die sowjetische Forschung weit von der Realität entfernt argumentierte. Welche Eigenschaften dieses Aufstandes lassen seine Einordnung als "Bauernaufstand" keineswegs zu? War Stepan Razin als Kopf der Erhebung ein "Bauernführer", der sich mit aller Macht gegen den Moskauer Staat erheben wollte? Diese und weitere Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden.Als die sogenannten "Bauernaufstände" ging die Reihe größerer Aufstände im Russland des 17. und 18. Jahrhunderts in die ältere Geschichtsschreibung ein. Dahinter verbarg sich der Versuch der sowjetischen Forschung, die vier herausragenden Erhebungen dieser Zeit in eine Linie der Kontinuität bis hin zur "großen sozialistischen Oktoberrevolution" im Jahre 1917 zu zeichnen. Man versuchte, die Geschichte Russlands zu einer Geschichte von Volksaufständen umzudeuten, um den eigenen Vorstoß, auf den sich ja der sowjetische Staat gründete, als folgerichtige und logische Konsequenz dazustellen. Angefangen beim Bolotnikow-Aufstand 1606-1607, wurden auch die Aufstände des Stepan Razin 1667-1671, des Kondratij Bulavin 1707-1708 und der Pugäev-Aufstand 1773-1775 in diese Chronologie eingeordnet. Es passte nur zu gut inssowjetische Weltbild, dass es auch 17. und 18. Jahrhundert Volksaufstände gab, die man als "Bauernkrieg" in vier Etappen beschreiben konnte. Da das Proletariat als unterdrückte Klasse zu dieser Zeit noch lange nicht existent war, bediente man sich der Bauernschaft als vorrangigen Untersuchungsgegenstand. Als die in Russland traditionell stärkste Bevölkerungsgruppe, müsste sie doch zwangläufig entscheidend bei den vier Aufständen mitgewirkt haben. Schließlich wäre somit der Bogen zum ersten "Arbeiter- und Bauernstaat der Erde" nach 1917 zu schlagen. Dass es sich bei diesen Aufständen aber um sehr heterogene Ereignisse handelte, die schon allein aufgrund ihres zeitlichen Abstands zueinander, einer differenzierteren Betrachtung bedürfen, wurde weitgehend ignoriert. Sicher gab es hier und dort auch Gemeinsamkeiten zwischen den Aufständen, doch der Aufbau einer stringenten Kontinuität zwischen ihnen, erscheint mir ein zu gewagter Versuch zu sein. Besonders in Bezug auf den Vergleich mit der Russischen Revolution ergeben sich signifikante Abweichungen.
"Causa scribendi" und die Darstellungsabsicht in der Geschichtsschreibung Adams von Bremen
"Das 'Capitulare de villis' : Landwirtschaft und Gesellschaftsaufbau im Frankenreich um 900"
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,3, Universität Stuttgart (Institut für Landesgeschichte), Veranstaltung: Die ländliche Gesellschaft von der Karolingerzeit bis zum Ende des Mittelalters, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit sollen die Landwirtschaftlichen Verhältnisse im Frankenreich im 8. und 9. Jahrhundert dargestellt werden. Um diese Aufgabe zu bewältigen wird ein großes Augenmerk auf das 'capitulare de villis', im Folgenden kurz Capitulare genannt, als aussagekräftigste und bekannteste Quelle gelegt werden. Am Anfang der Betrachtung steht deshalb eine ausgiebige Auswertung dieses Dokuments. Dabei werden die Fragen beantwortet, was es über die Verwaltung, das Gerichtswesen und die Organisation der Landwirtschaft auf den Königshöfen aussagt. Innerhalb des capitulars sind diese Punkte nicht immer an einer Stelle zu finden, so dass diese Zusammenfassung und Ordnung der einzelnen Paragraphen hilfreich sein wird, um Rückschlüsse auf die Verhältnisse, wie sie dargestellt werden und zu vermuten sind, ziehen zu können.Anschließend werden die herausgearbeiteten Informationen angewendet um den Aufbau der Landwirtschaft und der Gesellschaft im 8. und 9. Jahrhundert zu rekonstruieren.Am Ende der Arbeit soll eine Zusammenfassung und Bewertung stehen.
"Das Fremde" in Texten von Widukind von Corvey und Thietmar von Merseburg
"Das Haus Gottes, das seid ihr selbst"
"De arte cabbalistica" von Johannes Reuchlin. Eine Abhandlung zur Geschichte der Hebräisch-Studien zur Zeit des Humanismus
Studienarbeit aus dem Jahr 1989 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Hauptseminar: "Studien zum Humanismus", Sprache: Deutsch, Abstract: Johannes Reuchlin galt als das Sprachgenie unter den deutschen Humanisten. Schon früh fiel das für diesseits der Alpen außergewöhnlich hohe Niveau seiner Griechischkenntnisse auf. Reuchlin nahm den zeitgenössischen Wahlspruch 'ad fontes' besonders ernst. "Wer könnte wagen", schreibt er, "und wär er eine Säule der Kirche, die heiligen Schriften zu erklären ohne Hebräisch und Griechisch? Lächerlich machen würde sich der Mann!" Der schwäbische Rechtsgelehrte und Humanist war entschlossen, der Überlieferung auf den tiefsten Grund zu gehen. Seine Leidenschaft für die damals selten einem Nichtjuden zugängliche Sprache des Hebräischen überstieg schließlich noch seine Passion für das Griechische. Erst durch diese Ursprache der Bibel glaubte Reuchlin in ein unmittelbares Verhältnis zu Gott selbst zu treten. Sie wurde ihm zum Mysterium des Allerheiligsten. Dies war die Sprache, in der Gott einst zu Moses gesprochen hatte.Die Streitfrage für und wider jüdischen Schrifttums bildet die Thematik von Reuchlins "Augenspiegel" von 1511 (Tübingen), der den "Ratschlag, ob man den Juden all ire buecher nemmen / abthun und verbrennen soll" enthält.Als nämlich der getaufte Jude, Johannes Pfefferkorn, in blindem Konvertiteneifer, die Forderung erhob, alle jüdischen Bücher zu verbrennen, gehörte der weithin bekannte Hebraist Reuchlin zu den Sachverständigen, die im Auftrag des Erzbischofs Uriel von Mainz gebeten wurden, ein Gutachten über diese Angelegenheit einzureichen. Reuchlin beurteilte die hebräische religiöse und profane Literatur mit der unparteiischen Sachlichkeit der Wissenschaft. Er sah sich nur zum Anstoß an gewissen unmittelbar christentumfeindlichen Schmähschriften veranlasst, sprach sich aber ansonsten für den Schutz der jüdischen Literatur aus. Anstelle von Gewalt riet er zur ruhigen Belehrung. Pfefferkorn war über das Gutachten des schwäbischen Bundesrichters dermaßen erbost, dass er dagegen eine Kampfschrift, den sogenannten 'Handspiegel' ausgehen ließ. Die Antwort Reuchlins im 'Augenspiegel' ließ nicht lange auf sich warten. Aus dieser ursprünglich rein literarischen Fehde erwuchs eine kirchliche, als die zensurübenden Kölner Dominikaner mit ihrem Inquisitor Jakob von Hochstraten in Reuchlins 'Augenspiegel' Ketzereien rochen und die Schrift konfiszieren ließen.
"De mynrebrodere vun Lümburg"
"Dem ghemeynen copmanne der dutschen hense to Brugge in Vlaanderen". Hansische Diplomatie im Burgundischen Jahrhundert
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Die Hanse, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichte der Hanse wird, grade im populären Geschichtsverständnis, immer wieder als Wirken eines kaufmännischen Verbunds dargestellt - und dabei meist nach ihren außenpolitischen Erfolgen bemessen. Diese Außenpolitik wird in der hansischen Geschichte besonders dann interessant, wenn wir uns in Randgebiete des hansischen Einflussraumes begeben; so auch in dieser Arbeit, die sich mit dem hansischen Wirken in Flandern befasst. Erwerb von Privilegien, Handelskriege, Kontorverlegungen; die diplomatischen Mittel der "Flandernfahrer" waren vielfältig.Doch zur selben Zeit stieg in den Niederlanden eine Familie auf, die die nächsten hundert Jahre über die Region der Niederlande herrschen und ihr Schicksal entscheiden sollte: die Burgunder aus Frankreich waren ein nicht zu unterschätzender Faktor in der diplomatischen Rechnung der hansischen Kaufleute. Durch die Machtverschiebung innerhalb der Niederlande konnte sich für die Hanse schlagartig alles ändern - deswegen stellt der Autor die spannende Frage: Wie wirkte sich das Erstarken des Hauses Burgund auf die Machtposition derhansischen Flandernfahrer in der Frühen Neuzeit aus?
"Der Hexenhammer". Eine pseudowissenschaftliche Abhandlung mit misogynen Tendenzen?
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: Profilbildungsmodul (unbenotet), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Fakultät VI - Human- und Gesellschaftswissenschaften), Veranstaltung: Hexen, Huren, Heilige - Frauen im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hexenverfolgung ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie beruhte unter anderem auf den unterschiedlichen Interpretationen und Glaubensvorstellungen von Menschen dieser Zeit, dem Wandel des Geprägten an der Schwelle der Antike bis in die Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und speiste sich aus dem vermittelten Bild der katholischen Kirche, die dem bereits bestehenden Magieglauben der Antike allmählich eine neue, durchweg negative, Richtung gab.Es stellt sich vor allem die Frage, warum es vornehmlich Frauen waren, die der Hexerei beschuldigt und unter größten Mühen herabgewürdigt wurden. Inwiefern beruhen die Thesen des "Hexenhammers" auf dem gesellschaftlichen Frauenbild des Mittelalters und inwieweit wurden dessen negative Seiten von den Autoren missbraucht? Anhand einer mentalitäts- und geschlechtergeschichtlichen Betrachtung möchte ich auf diese Themen näher eingehen und dabei der Frage nachgehen, warum es laut Kramers Meinung mehr Hexen als Hexer gegeben haben soll.
"Der Name der Rose" als Beispiel des Filmeinsatzes historischer Spielfilme im Geschichtsunterricht
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Veranstaltung: Medien im Geschichtsunterricht, Sprache: Deutsch, Abstract: "Von kaum einem anderen Autor unserer Tage sind die Erlebniswelt und Geisteshandlung des Mittelalters erfolgreicher an ein breites Publikum vermittelt worden als von dem Bologneser Sprachwissenschaftler Umberto Eco." "Der Name der Rose" gehört unbestreitbar zu den wohl größten Erfolgen in der Darstellung einer Rahmenhandlung im Mittelalter als historische Epoche. Die Auflagezahlen des 1980 erstmals erschienenen Buches belegen dieses eindrucksvoll: 5-6 Millionen Exemplare wurden weltweit bis 1986 abgesetzt und "der Name der Rose" in 25 Sprachen übersetzt. Der Film, dem sich diese Hausarbeit schwerpunktmäßig widmen soll, wurde mit einem Etat von 48 Millionen DM 1986 fertig gestellt. Er glänzte durch Starbesetzung: Jean Jaques Annaud als Regisseur, Bernd Eichinger als Produzent und in den schauspielerischen Rollen Sean Connery, Christian Slater und F. Murray Abraham. Die Kosten spielte er innerhalb von 3 Wochen wieder ein: 4 Millionen Kinozuschauer waren es bis dahin allein in Deutschland. In meiner Hausarbeit will ich keine weitere Inhaltsanalyse zu "der Name der Rose" verfassen (denn davon gibt es in der umfassenden Sekundärliteratur bereits Unmengen) und auch keinen weiteren Buch- Film- Vergleich vornehmen (denn die Erkenntnis ist einfach: der Film stellt eine Vereinfachung aufgrund eines anderen Zielpublikums dar) sondern mich der konkreten Frage widmen inwiefern sich die Verfilmung des Werkes für den Geschichtsunterricht verwenden lässt. Dazu werde ich kurz den Inhalt des Filmes darstellen, die Handlung in ihren historischen Kontext einordnen, die Authentizität von Ecos Handlung untersuchen und zum Abschluss der Ausgangsfrage nachgehen: mit welchen (Lern-) Zielen lässt sich der Film im Geschichtsunterricht einsetzen? Ist er ein vernünftiges Mittel zur Darstellung des mittelalterlichen Klosterlebens und der mittelalterlichen Gesellschaft mit ihren Sorgen, Gedanken, Verhaltensmustern und hierarchischen Strukturen? Dieser Frage ist bisher noch kein Autor nachgegangen, was die Bearbeitung für mich ungemein reizvoll macht.
"Der Welsche Gast" als Quelle und Spiegel hochmittelalterlicher höfischer Esskultur
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Technische Universität Dresden, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Einleitung"Der Mensch ist, was er isst." Essen und Trinken ist für jeden Menschen nicht nur lebensnotwendig, die Mahlzeit hat auch seit jeher eine soziale und damit auch kulturelle Bedeutung. Die Hauptseminararbeit wird sich im Folgenden mit der höfisch hochmittelalterlichen Esskultur beschäftigen. Als Quellengrundlage dazu dient Thomasin von Zerklaeres Lehrgedicht "der welsche Gast". Nach einem allgemeinen Überblick zur Biografie Thomasins und einer kurzen Werkanalyse, gilt es zu klären in welchen Zusammenhängen Essen und Trinken erwähnt wird und welche Bedeutung die Nahrung und die Mahlzeit innerhalb seines Werkes einnimmt. Anhand dieser Quellengrundlage in Ergänzung mit Anderen und der Fachliteratur soll dabei die hochmittelalterliche Esskultur untersucht werden. Die Arbeit geht von der These aus, dass das Essen und die Mahlzeit Identifikationsmerkmal und Statussymbol war. Als Statussymbol wird ein Objekt bezeichnet, das den gesellschaftlichen Stand oder sozialen Status seines Besitzers oder Trägers zum Ausdruck bringt. Um dies zu klären ist eine Fokussierung auf die Funktion des Essens, Trinkens und der höfische Festmahlzeit unerlässlich. Dabei wird die Analyse zweigliedrig erfolgen, zuerst im Kontext von Thomasins Tugendkatalog und im anschließenden Teil im Hintergrund seiner konkreten Verhaltensanweisungen bei der Mahlzeit. Bei einer Bewertung als Statussymbol würden sich aus der Quellenanalyse auch Rückschlüsse auf damalige Gesellschaftsverhältnisse ziehen und damit ein Puzzelteil zum Bild des Adels zu jener Zeit hinzufügen lassen.
"Dominium populi Romani" vel "Caesaris und causa dominica"
"Ego in Dei nomine [...] rex gentis Langobardorum". Rotharis und Liutprands Mittel der königlichen Machtsicherung im Vergleich
Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie gelang es jenen zwei Herrschern, ihre königliche Stellung so lange behaupten zu können? Wodurch zeichnete sich ihre Herrschaft aus? Welche Quellen geben uns über ihre Herrschaft Auskunft? All jenen Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden, sodass sich schließlich ein möglichst umfassendes Bild dieser zwei Königsherrschaften ergibt, welches vor allem auf die Aspekte der Herrschaftssicherung und des Herrschaftsausbaus hin ausgerichtet sein soll. Zu Beginn dieser Arbeit werden drei Quellen, die in Bezug auf die Langobarden im Frühmittelalter von großer Bedeutung sind, vorgestellt und quellenkritisch eingeordnet. Diese Quellen sind zum einen die Historia Langobardorum des Paulus Diaconus sowie zwei Rechtsquellen, nämlich das Edictum Rothari und die Novellen König Liutprands. Nachdem jene Quellen hinsichtlich ihres Aussagewertes untersucht wurden, folgt eine inhaltliche Zusammenfassung der beiden Bereiche, die sich von der Zeit Rotharis bis zur Herrschaft Liutprands am stärksten wandeln würden: das religiöse Leben und die gesellschaftliche Ordnung des Langobardenreichs. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den Situationen zu Zeit der beiden Könige, wobei für die dazwischenliegenden Jahre nur die bedeutungsvollsten Ereignisse in Bezug auf die langfristigen Entwicklungsprozesse betrachtet werden. Durch das Herausstellen der dort beobachteten grundlegenden Entwicklungen, soll der historische Kontext im Hintergrund der zu untersuchenden Aspekte besser verständlich werden, um in Hinblick auf spätere Betrachtungen als Argumentationsbasis hinzugenommen werden zu können.
"Gefragt, wer ich sei" - Wie mittelalterliche Boten sich auswiesen
Ohne Boten lief vor dem Aufkommen technischer Medien wie Telefon und E-Mail in Sachen Fernkommunikation schlichtweg nichts. Nun ist ein Kennzeichen des Mittelalters die Abwesenheit von Institutionen, etwa einer staatlichen Post, die der Berufsgruppe gleichsam notarielle Glaubwürdigkeit einbringen konnte. Dieser Umstand - ob als Defizit oder Alternative begriffen - führte dazu, dass die Menschen in vielen Bereichen des täglichen Lebens eigene Abläufe finden mussten. Die Lösungswege, zu denen das Mittelalter nun hinsichtlich von Fragen wie: "Habe ich es tatsächlich mit einem Boten zu tun oder doch mit einem Nachrichtenfälscher?" oder: "Kann ich demjenigen, der sich mir als Bote vorstellt, wirklich trauen?" kam, erarbeitet die Autorin in diesem Buch. Unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungslage vermittelt sie auf verständliche Weise ein solides Überblickswissen zum mittelalterlichen Botenwesen und bereitet aus dem hierzu eigens zusammengetragenen, breiten Fundus verschiedenartiger Quellenbelege zwölf exemplarische Fälle anschaulich auf. Über den Aspekt der Botenbeglaubigung eröffnet das Buch so einen sehr konkreten und lebendigen Blick auf Grundfeste des mittelalterlichen Alltags.
"Habemus papam". Die Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Universität Rostock, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Entwicklungsprozess der Papstwahlen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu analysieren und anhand entscheidender Einflussfaktoren zu charakterisieren. Dabei soll der Versuch unternommen werden, die Vielfältigkeit des auf die Papstwahlen einwirkenden Spannungsfeldes darzustellen. Die Leitfrage wäre demnach, inwiefern politische, religiöse und soziale Einflüsse die Wahlen beeinflusst haben und welche Mechanismen geschaffen wurden, um diesen zu in unterschiedlicher Weise zu begegnen. Dahingehend äußert sich der Aufbau der Arbeit wie folgt: Im nächsten Kapitel richtet sich der Blick auf die zunächst auf die frühen Jahrhunderte des sich langsam herausbildenden Papsttums aus dem Christentum und seines daraus resultierenden Primatsanspruches, ehe dann das fortschreitende Mittelalter in den Fokus genommen wird. Innerhalb dieses Untersuchungszeitraums werden nämlich die grundlegenden Weichen für den Konklaveritus gelegt. Im dritten Kapitel wird vor allem die Umstände untersucht, die dazu führten, dass es mit der Konklavereform von 1621/22 zu einem Bruch in der bisherigen Wahlpraxis kam. Das anschließende Kapitel bewertet diesen Bruch hinsichtlich seiner Nachwirkung. In der Schlussbetrachtung werden die gewonnenen Ergebnisse zusammengefasst, um ein abschließendes Bild der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Wahlen zu zeichnen."Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam!" Wenn der dienstälteste Kardinaldiakon auf die Loggia des Petersdoms diese wahrhaftig frohe Botschaft der Weltöffentlichkeit und der auf dem Petersplatz versammelten Vielzahl von Gläubigen verkündet, ist damit die Sedisvakanz des Apostolischen Stuhles vorbei und ein neuer Papst gewählt. Der krisenhafte Zu-stand innerhalb der katholischen Kirche, der durch den Tod oder den Rücktritt des amtieren-den Papstes hervorgerufen wurde, ist beendet. Krisenhaft dahingehend, da die katholische Kirche vor dem immerwährenden Dilemma der Kontinuität des Papstamtes als höchster irdischer Instanz und der unweigerlichen Diskontinuität der einzelnen Amtsinhaber, welche nicht zuletzt durch die Sterblichkeit der Päpste bedingt ist, steht und daher die abermalige Aufgabe zu bewältigen hat, einen ehrwürdigen Nachfolger des Vicarius Christi auf Erden zu bestimmen.
"Heiliger Antoni mein patron...". Der Bildstock am Paderborner Heierstor
"Im Angesicht Gottes suche der Mensch sich selbst"
"Images" Ludwigs des Heiligen im Kontext dynastischer Konflikte des 14. und 15. Jahrhunderts
"Lyrik aus dem Loch"
"Mecano virtual"
"Meccano Virtual"
"Meccano virtuale"
"Meccano virtuel"