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"Solvitur acris hiems" - ein Frühlingsgedicht des Horaz
Achillesdarstellung in Lukians 15. Totengespräch
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Gräzistik - Literatur, Note: 1,0, Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Klassische Philologie - Gräzistik), Veranstaltung: Lukian, Götter- und Totengespräche, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿ ¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿' ¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿· So heißt es sehr luzide im elften Buch von Homers Odyssee. Wenigstens diesen gutgemeinten Rat seines Vaters Peleus hat sich Achilles zweifellos zu Herzen genommen. Sobald er die Bühne der Geschichte betreten hat, strebt Achill unablässig einzig und allein nach ¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿ - unvergänglichen Ruhm. Jedoch ist ¿¿¿¿¿ aufgrund seiner weiten Bandbreite an unterschiedlichen Bedeutungen und Nuancen, ein äußerst schillernder Begriff, den wir in archaischen Kategorien denken müssen. In nuce bedeutet das also: ¿¿¿¿¿ ist der Wegbereiter für die Unsterblichkeit. Dennoch trifft dem Mythos zu Folge Odysseus in der Unterwelt auf einen Achilles, der ganz anders über das ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿ spricht als noch zuvor in der Ilias. Das Dasein im Tartaros wird auf dem ersten Blick sehr düster und freudlos dargestellt und fühle sich äußerst belastend für Achilles an. Dieser Standpunkt suggeriert den Eindruck, als habe Achilles es bereut, sein ganzes Leben nach dem ¿¿¿¿¿ ausgerichtet zu haben. Müssen wir also resümieren, dass Achilles im Tod seine Tapferkeit, Todesverachtung, aber auch seine Neigung zur ¿ß¿¿¿ , die ihn im Leben so dezidiert geprägt haben, letztendlich verloren hat? Dieses höchst negative Statement von Achilles über den Tod und die Existenz in der Unterwelt wird bei Lukian von Samosa im 15. Totengespräch in einem Dialog zwischen Achilles und Antilochos verarbeitet. Dieses Totengespräch soll zusammen mit der intertextuell zugrundeliegenden Textpassage im 11. Buch der Odyssee in vorliegender Seminararbeit im Zentrum des Interesses stehen.
Aesop: Gesammelte Werke
Die "Gesammelten Werke" Aesops, des legendären griechischen Fabeldichters des 6. Jahrhunderts v. Chr., stellen eine unschätzbare Sammlung von Erzählungen dar, die sowohl zeitgenössische als auch zukünftige Generationen begeistert. Mit prägnantem, einprägsamem Schreibstil verknüpfen die Fabeln humorvolle Elemente und tiefgründige moralische Lehren, die oft in Form von Tieren vorkommen. Aesops Fähigkeit, komplexe menschliche Eigenschaften in scheinbar einfachen Geschichten zu erkunden, hat seinen Werken einen zeitlosen Wert verliehen, der sie in verschiedenen literarischen Kontexten relevant hält. Aesop selbst bleibt eine mysteriöse Figur, über deren Leben und Herkunft nur spärliche Informationen existieren. Historiker diskutieren, ob er tatsächlich existiert hat oder ob es sich lediglich um eine mythologische Gestalt handelt. Ungeachtet seiner Biografie war Aesops Engagement für die Vermittlung von Weisheit durch narrative Kunst evident. Seine Erzähltradition zeugt vielleicht von einem tiefen Verständnis für die menschliche Natur und die sozialen Dynamiken seiner Zeit. Leser, die in die Welt von Aesops Fabeln eintauchen, werden nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt. Die "Gesammelten Werke" bieten wertvolle Einsichten in moralische Dilemmata und die Komplexität menschlichen Verhaltens. Diese zeitlosen Geschichten sind nicht nur für Kinder geeignet, sondern bieten auch Erwachsenen bedeutungsvolle Reflexionen und Anregungen, die über Jahrhunderte hinweg resonieren.
Augustinus. Acta contra Fortunatum Manicheum liber unus
Aurea Saecula. Das Goldene Zeitalter in Latium als literarisches Motiv
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Note: 2,3, Universität Trier (Lateinische Philologie), Veranstaltung: Vergil, Aeneis Buch 8, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit diesen Worten lässt P. Vergilius Maro (70-19 v.Chr.) Latiums König Euander im achten Buch seines Heldenepos Aeneis ein Phänomen benennen, das als prägend für seine Zeit gesehen werden kann und demnach theoretisch auch in anderen Werken anderer Autoren gefunden werden könnte. Die Behandlung des goldenen Zeitalters und dessen Nachfolger bzw. Vorgänger sind sowohl bei Vergil, als auch bei Lukrez, Ovid, Horaz und Tibull, ein gängiges Motiv, denn " 'Goldene Zeit' und 'Verfall' sind ewige Themen des Menschen und besonders in der Dichtung". Jedoch ist eine Deutung des zugrundeliegenden Weltaltermythos, welcher seinen Ursprung in den Werken des Griechen Hesiod fand, bei jedem dieser Autoren nicht eindeutig und bedarf einer individuellen Erörterung sowohl in soziokultureller als auch in intentionaler Hinsicht. Dies bedeutet, insbesondere die Aussagen über das Goldene Zeitalter vor dem Hintergrund der Herrschaft des Augustus zu bewerten.
Basiskurs Latein
Betrachtungen über Epistulae morales II, 13
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Note: 1,3, Universität Potsdam (Klassische Philologie), Veranstaltung: Seneca - Epistulae morales, Sprache: Deutsch, Abstract: Einführende Erörterungen zur römischen Philosophie und Seneca. Philologische Analyse Epistulae morales, 13. Brief - Kompositions- und Argumentatiosstruktur sowie inhaltliche Interpretation. Textnahe Übersetzung des 13. Briefes im Anhang.
Caesars "Legende" von einer helvetischen Invasion
Carmen 2, 3, 5 und 7 von Catullus. Die sexuelle Deutung der "passer"- und Kuss-Gedichte
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Latinistik - Mittel- und Neulatein, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kuss-Gedichte carmen 5 und carmen 7 sowie die passer-Gedichte carmen 2 und carmen 3 gehören wohl mit zu den bekanntesten Gedichten aus dem etwa zweitausend Verse umfassenden Werk des Gaius Valerius Catullus.Catull, der gewöhnlich eher obszöne Worte gebraucht und gerne ohne Umschweife den sexuellen Akt benennt, scheint sich hier erstaunlich züchtig und beinahe romantisch zu geben. Doch ob dieser Eindruck wirklich einfach so stehengelassen werden kann, soll im Folgenden behandelt werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit wird auf den passer-Gedichten liegen, die Kuss-Gedichte sollen jedoch in die Analyse mit einbezogen werden.
Das Koine-Griechisch des Neuen Testaments
De Naevii Lycurgo eiusque fragmentis, quae supersunt
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Veranstaltung: HS Die tragische Dichtung des Livius Andronicus und des Naevius, Sprache: Deutsch, Abstract: Es wurden alle Textstellen untersucht, mit besonderem Augenmerk auf die bei Nonius vorkommenden, da somit die berlieferungstradition am besten dargestellt und nachvollzogen werden kann. Hierzu einige Erklärungen über Nonius' Arbeitsweise: Seine "Compendiosa Doctrina" ist ein Werk von 20 Büchern, von unterschiedlichem Umfang. Jedes dieser Bücher ist unterschiedlichen Themen gewidmet, z.B.: VII De contrariis generibus verborum, X De mutatis coniugationibus, etc.Der englische Philologe und Professor Wallace Martin Lindsay stellte die Theorie auf, dass Nonius in allen Büchern eine feste Reihenfolge in der Zitierweise eingehalten habe:Er habe eine Roh-Wortliste erstellt aus verschiedenen Werken, bei der die Lemmata in der selben Reihenfolge erschienen wie im Werk. So habe die Liste Glossen, eine Plautus-Auswahl, Lucretius' Gesamtwerk, Naevius' Lucurgos, eine Accius-Auswahl I, Pomponius, Novius, Accius-Auswahl II, Lucilius Satiren I, usw. enthalten.Daraus ergibt sich, dass Nonius die Werke in dieser Reihe gelesen und exzerpiert haben muss, um diese Roh-Wortliste zu gestalten. Nun bediente er sich bei seinen einzelnen Büchern jeweils der Wörter der Liste, immer der Reihenfolge derselben folgend. Wenn natürlich sich bei einigen Autoren nichts Passendes zum Thema des Buches fand, wurde auch nichts aufgenommen. Da Nonius sich nachweislich (z.B. Werke von Vergil oder Cicero) an die Reihenfolge der Wörter, wie sie im Werk vorkamen, orientierte, lassen sich bei den Fragmenten der Tragödien daraus Ableitungen auf die Anordnung selbiger erstellen.
Der Epitaphios des Perikles als Grundlage der attischen Demokratie
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Griechisch / Altgriechisch, Note: 15, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die Facharbeit behandelt das Thema des Epitaphios des Perikles. Die moderne Demokratie des 21. Jahrhunderts ist in vielfältigen Fassungen repräsentiert. Dabei unterscheiden Politikwissenschaftler zum Beispiel zwischen der "direkten Demokratie" oder "repräsentativen Demokratie", wobei letzteres als die Regierungsform der Bundesrepublik Deutschland in der Verfassung definiert ist. Die Demokratie ist die Basisform der Volksbeteiligung und ist die Grundlage einer freien und soliden Gesellschaft her, sofern sie konsequent umgesetzt wird.Dennoch stellt sich die Frage, wo die Ursprünge des Demokratiedenkens aufkamen und wie sie damals in ihren Anfängen umgesetzt wurden. Es ist allgemein bekannt, dass ihre Herkunft aus der griechischen Antike entstammt, aber nicht, weswegen die Griechen - im Gegensatz zu anderen Völkern und hochentwickelten Zivilisationen - einen derartigen Umsturz des politischen und gesellschaftlichen Denkens erzielten, der zur Ablehnung von hegemonialen und tyrannischen Verhältnissen führte. Aufgrund dessen müssen wesentliche historische Vorkommnisse in der Antike auf ihre Auswirkungen auf die Demokratiebildung untersucht werden, wobei außerordentlich der Fokus auf den "Epitaphios des Perikles" fällt. Demnach beschäftigt sich diese Facharbeit mit der Fragestellung, weshalb diese Grabrede als Grundsatz der attischen Demokratie gilt. Um dies zu beantworten, wird eine spezifische analytische Vorgehensweise in Betracht gezogen, die bis zu drei Auszüge aus dem Epitaphios impliziert. Hierbei werden formale, sprachliche und inhaltliche Gesichtspunkte berücksichtigt, die einer weitgehenden und ausführlichen Interpretation der Grabrede zur Grunde liegen. Dementsprechend gibt es einen Bezug sowohl auf den historisch-politischen Kontext als auch auf die Biografie des Verfassers Perikles, welche insgesamt den Anlass der Rede erläutern und neben der werkimmanenten Interpretation eine essenzielle Position einnehmen. Nicht zu vernachlässigen ist der Vergleich weiterer Interpretationen von Philologen oder Historikern, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede ersichtlich werden, die ein breiteres Verständnis ermöglichen.
Der Erkenntnisprozess des Ödipus bei Seneca und Sophokles. Vergleich von Dramaturgie und Motiven
Masterarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Note: 1,3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Masterarbeit untersucht und vergleicht die Verarbeitung des Sagenstoffs um Ödipus bei Sophokles und Seneca hinsichtlich der Frage, inwiefern der Erkenntnisprozess des Ödipus ausgestaltet worden ist. Aristoteles lobt an der sophokleischen Ödipustragödie unter anderem das Zusammentreffen des Umschwungs der Handlung vom Glück ins Unglück und der Wiedererkennung. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, die beiden Tragödien hinsichtlich der Komposition von Peripetie und Anagnorisis zu vergleichen, um die jeweilige Gestaltung des Erkenntnisprozesses bewerten zu können.Relevant sind deshalb vor allem folgende Fragen: Welche grundsätzlichen strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen der griechischen und der römischen Fassung? Durch welche Motive wird die Dramaturgie entwickelt? Wie konstruieren die beiden Autoren jeweils die Peripetie und Anagnorisis? Welche Rolle spielt dabei die Charakterzeichnung des Ödipus?Um Antworten auf die gestellten Fragen zu finden, unterteilt sich die Untersuchung in zwei große Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird bis zur Jokasteszene die Dramaturgie in beiden Tragödien miteinander verglichen, um eine Grundlage zur Bewertung von Peripetie und Anagnorisis im Zusammenhang der gesamten Tragödie herzustellen. Da sich die Arbeit auf die Fassung Senecas konzentriert, wird zunächst der jeweilige Abschnitt der römischen Tragödie sprachlich und strukturell untersucht, woraufhin jeweils der Vergleich mit der griechischen Fassung folgt.
Der Kassenschlager "Gladiator" im Spiegel der lateinischen Literatur
Dictionary of Quotations from Ancient and Modern, English and Foreign Sources
Rev. James Wood's "Dictionary of Quotations from Ancient and Modern, English and Foreign Sources" serves as a compendium of reflective insights, encapsulating a wealth of thought across diverse cultures and eras. This meticulous anthology is not merely a collection; it is a literary mosaic woven from the threads of classical and contemporary wisdom. Wood's scholarly approach is coupled with a refined literary style that bridges the historical with the modern, making it an invaluable resource for both casual readers and serious scholars. The context of quotations reflects a rich tapestry of human experience that speaks to the universal themes of existence, virtue, and intellect. Rev. James Wood was a prominent scholar and theologian whose broad intellectual pursuits led him to curate this comprehensive reference. His deep engagement with literature augmented by his ecclesiastical background allows him to present quotations in their ideological richness, unveiling the connections between theological discourse and secular thought. His experience in teaching and preaching undoubtedly fueled his appreciation for the spoken and written word, inspiring him to compile these timeless expressions that traverse language and culture. This book is highly recommended for educators, writers, and anyone seeking to deepen their understanding of human expression. Whether for inspiration or as a tool for literary discourse, Wood's work offers profound insights that resonate across time and place, urging readers to reflect on the wisdom of ages past and present.
Die 6. Satire des Juvenal - Eine Interpretation
Examensarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Institut für klassische Altertumskunde), Sprache: Deutsch, Abstract: Nil erit ulterius, quod nostris moribus addat posteritas. (Iuv. I 147 f.)1 Mit diesem Ausspruch gibt der Dichter Juvenal zu erkennen, dass seiner Meinung nach die Lasterhaftigkeit seiner Zeitgenossen von der Nachwelt nicht mehr übertroffen werden kann, da der Höhepunkt bereits erreicht ist. Difficile est saturam non scribere. (Iuv. I 30) Und wegen dieser Verdorbenheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als Satiren zu schreiben. Während Horaz aus den Fehlern seiner Mitmenschen Lehren für sein eigenes Leben zu ziehen versuchte und sie dann erst bei Gelegenheit und so aus einer gewissen Distanz aufschrieb,2 lässt sich bei Juvenal keine Distanz zu den Lastern des Alltags finden.3 Bei ihm ist keine Rede mehr von Gelegenheitsdichtung, sondern er wird von seiner Entrüstung zum Dichten angestachelt: Facit indignatio versum (Iuv. I 79). Während es bei Horaz noch Spiel und Zeitvertreib war (inludere und ubi quid datur oti), denkt Juvenal an die Aggressivität des Lucilius, des Begründers der Satire.4 Anhand der Wahl des Vorbilds Lucilius lässt sich offenbar Juvenals Auffassung erkennen, dass "die scharfe Beobachtung der menschlichen Fehler in der Welt Roms und deren moralische Bloßstellung"5 die Aufgabe des Satirikers sei. Ob Juvenal sich dieses auch in der 6. Satire zur Aufgabe gemacht hat, gilt es in der vorliegenden Examensarbeit zu untersuchen.
Die Darstellung der 'menis Achileos' in der Ilias und ihre Bedeutung für die Handlung des Epos
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Gräzistik - Literatur, Philipps-Universität Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Ilias des Homer, mit der ich mich in dieser Seminararbeit beschäftigen werde, hat ihren Titel erst im Nachhinein erhalten. Die "eigentliche" Ilias ihrem Wortsinn nach, also die (schon zu Zeiten Homers lange bekannte und mündlich tradierte) sagenhafte Geschichte des Untergangs der Stadt Troja etwa 500 Jahre zuvor, bildet aber nur den äußeren Rahmen für die innere Handlung des Epos, die lediglich 51 Tage des letzten Kriegsjahrs umfasst. Dabei wird der endgültige Untergang Trojas zwar oft ankündigt, selbst aber gar nicht geschildert. Vielmehr wird das Ende Trojas durch die im Epos erzählte Handlung hinausgezögert, weshalb NICOLAI sie folgerichtig als eine "Retardation" bezeichnet. Andererseits kommt der Untergang Trojas durch die Handlung der Ilias erst zustande, wie SCHMITT betont, und zwar durch die Tötung des trojanischen Heerführer und Königssohns Hektor durch Achilleus und seinen Zorn am Ende des Epos.¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿: diesen Musenanruf stellt Homer seinem Werk voran und macht damit deutlich, dass eben dieser verderbliche Zorn des Achilleus, des "Besten der Achäer", im Vordergrund seines Werkes stehen wird. Damit kündigt er zudem (indirekt) an, den gesamten Fortgang der Handlung von diesem Zorn ausgehend zu erzählen, bis dieser schließlich mit dem Tode Hektors, endgültig dann in der Versöhnungsszene zwischen Achill und Priamos im letzten Buch der Ilias, besänftigt wird.
Die griechische Tragödie
Die griechische Tragödie, die Mutter des modernen Dramas, ist von deutschen Bühnen nicht wegzudenken, und auch in der Schule, selbstverständlich im Studium, spielt sie nach wie vor eine wichtige Rolle. Kompakt und prägnant beleuchtet Bernhard Zimmermann ihre kultischen Ursprünge, ihre politischen Hintergründe, die Aufführungspraxis im alten Griechenland, ebenso wie Leben und Werk der drei großen Klassiker der antiken Tragödie Aischylos, Sophokles und Euripides. Dabei schreibt er bewusst nicht nur für klassische Philologen, sondern wendet sich ebenso an Theaterleute, Literaturliebhaber und insbesondere auch an Schüler. Sein Büchlein ist damit ohne Alternative.
Die große Antagonistin? Die Rolle der Juno in Vergils "Aeneis" und ihr reduziertes Auftreten in Heinrich von Veldekes Eneasroman
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Latinistik - Mittel- und Neulatein, Note: 2,3, Universität Rostock (Heinrich Schliemann-Institut), Veranstaltung: Mythos und Geschichte. Vergils Aeneis und der Eneasroman von Heinrich von Veldeke, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach Ernst Schmidt ist das Handeln der Juno in der Aeneis "[...] von so grundlegender Bedeutung, daß es die Gesamthandlung vom Anfang von Buch 1 bis zum Ende von Buch 12 begründet [...]". Eine Überschätzung ihrer Bedeutung scheint seines Erachtens nicht möglich. Der mittelalterliche Eneasroman von Heinrich von Veldeke verzichtet demgegenüber größtenteils auf die Figur der Göttin. Es ergibt sich die Frage, wie der Roman Junos Rolle derart reduzieren kann, wenn sie tatsächlich die treibende Kraft des Epos und Grundstein der Handlung ist. Eine genauere Betrachtung der Juno in der Aeneis scheint notwendig. Wer ist diese Göttin? Wie vollzieht sich diese Juno-Handlung und welche Motive bedingen sie? Weitergehend stellt sich die Frage, warum die höchste Göttin der römischen Kultur die Rolle der Antagonistin in der Aeneis einnimmt und damit die Gründung des römischen Volkes zu verhindern sucht? Diesen Aspekten soll in der vorliegenden Ausarbeitung nachgegangen werden. Dazu wird die Göttin Juno zunächst in der historischen Entwicklung ihres Kultes betrachtet. Es folgt die Untersuchung ihrer Position und Funktion in der Aeneis, die den Schwerpunkt dieser Ausarbeitung bildet, woran sich eine kurzgefasste Betrachtung von Junos Rolle im Eneasroman anschließt. Zuletzt wird noch der Versuch einer Ergründung der Darstellung Junos in beiden literarischen Werken unternommen.
Die Rezeption der Metamorphosen Ovids in der europäischen Literatur und Kunst
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Note: 2,25, , Sprache: Deutsch, Abstract: Rezeption bezeichnet die Aufnahme bzw. Übernahme von literarischen Werken, wie hier bei den Metamorphosen Ovids. Die Metamorphosen, welche insgesamt aus 15 Büchern bestehen, repräsentieren den riesigen Zeitraum von der Welterschaffung bis hin zur Vergöttlichung Julius Cäsar. In ihnen schrieb er die Verwandlungen seiner Helden, wie z.B. Apollo und Daphne, Orpheus und Eurydike, Pygmalion oder Niobe, und deren Fähigkeiten nieder. Bis zum 12. Jahrhundert waren die "Verwandlungen" in Vergessenheit geraten. Doch als dann das goldene Zeitalter der Ovid-Rezeption hereinbrach, erweckten die Metamorphosen großes Interesse. Schon allein das Mittelalter verfügt über 150 Übersetzungen und Handschriften ins Griechische und Deutsche. Nachdem im 15. Jahrhundert jedoch der Buchdruck erfunden wurde, stieg die Zahl der Überarbeitungen und Ausgaben so sehr, dass sie kaum noch zählbar waren. Aber nicht nur die lateinischen Ursprungstexte waren auf dem Markt gefragt, sondern auch deren Nachdichtungen und christlichen, für das Volk verständlichen Umdeutungen.Gerade solche Nachfolgertexte wurden von Künstlern gern zum Illustrieren benutzt. Bis ca. 1650 wurde die Metamorphosen-Illustration von der italienische Holzschnittserie, welche 1497 in Venedig erschien, beherrscht. Erst durch die Kompositionen des Franzosen Bernhard Salomon (1508-1561) wurde diese Darstellungsart abgelöst. Doch nicht nur auf die Kunst der Moderne werfen die Metamorphosen-Bilder einen Schatten, sondern auch heute noch werden sie gerne von Illustratoren, Malern und Kunsthandwerkern verarbeitet. Meistens werden aber immer dieselben dargestellt.
Eine Handlungstheorie und Sozialontologie der Invektive. Numanus-Rede in Vergils Aeneis
Examensarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Latinistik - Literatur, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Institut für Klassische Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Was, wenn Worte Waffen wären, geschmiedet in der Hitze des Zorns und poliert mit dem Scharfsinn des Intellekts? Diese Frage erkundet eine tiefgreifende Analyse der Invektive, jenes rhetorischen Instruments, das mehr ist als bloße Beleidigung. Anhand der Numanus-Rede aus Vergils Aeneis wird die Invektive nicht nur als Form verbaler Aggression entlarvt, sondern als komplexe Sprechhandlung, die tief in sozialen und psychologischen Mechanismen verwurzelt ist. Die Arbeit unternimmt eine Reise durch die antike Rhetorik, um die Essenz der Invektive zu ergründen, und bereichert diese Reise mit Erkenntnissen aus modernen Handlungstheorien, der Sprechakttheorie und der Sozialontologie. Im Zentrum steht die Frage nach dem Wesen der Invektive: Was macht sie aus, wie funktioniert sie, und welche Ziele verfolgt sie jenseits der reinen Herabsetzung? Die Analyse widmet sich der präzisen Begriffsbestimmung, indem sie genus proximum und differentia specifica seziert und so eine erweiterte Definition formuliert, die sowohl die historischen Wurzeln als auch die zeitgenössische Relevanz der Invektive berücksichtigt. Dabei werden die vielfältigen Funktionen der Invektive beleuchtet, von der Katharsis und der Demonstration eigener Eloquenz über Projektion und Provokation bis hin zur Konsolidierung des sozialen Status quo und der Unterhaltung des Publikums. Die Untersuchung der stilistischen und topischen Mittel der Invektive enthüllt die Kunstfertigkeit, mit der Schmähungen eingesetzt werden, um ihre Wirkung zu maximieren. Dieses Buch ist somit nicht nur eine Auseinandersetzung mit einem rhetorischen Phänomen, sondern auch eine Erkundung der menschlichen Natur, ihrer dunklen Seiten und ihrer Fähigkeit, Sprache als Werkzeug der Macht und der Manipulation einzusetzen. Es richtet sich an alle, die sich für Rhetorik, Philosophie, Psychologie und die antike Welt interessieren und ein tieferes Verständnis für die verbale Auseinandersetzung suchen, ein Verständnis, das in unserer heutigen, oft von Polarisierung geprägten Welt von unschätzbarem Wert ist, um die Mechanismen hinter verbalen Angriffen zu verstehen und ihnen möglicherweise entgegenzuwirken, indem es die antike Rhetorik mit modernen Konzepten wie Handlungstheorie und Sozialontologie verbindet, um eine umfassende Analyse der Invektive und ihrer Bedeutung in der Gesellschaft zu bieten. Die detaillierte Analyse der Numanus-Rede dient als konkretes Beispiel, um die theoretischen Überlegungen zu veranschaulichen und die Anwendbarkeit der erweiterten Definition der Invektive zu demonstrieren, wodurch das Buch zu einem unverzichtbaren Werkzeug für jeden wird, der sich mit den subtilen und oft unterschätzten Aspekten der verbalen Kommunikation auseinandersetzen möchte.
Erasmus von Rotterdam. Moriae encomium
femina natus est? Die Funktion des Geschlechtswechsels in den Metamorphosen des Ovid
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Latinistik - Mittel- und Neulatein, Note: 1,7, Freie Universität Berlin (Institut für Griechische und Lateinische Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich anhand von Ovids "Metamorphosen" mit dem gesellschaftlichen Verständnis, welche Funktionen, Charakteristika und Tätigkeiten Mann und Frau üblicherweise zukommen. Im Rahmen wiederholter Grenzüberschreitungen innerhalb von Ovids Werk greift er auch den Wechsel von (biologischen) Geschlechtern auf; dabei scheinen gesellschaftliche Normen gezielt aufgehoben zu werden. Bedeutet dies, dass Ovid ein Vorreiter der gender-Forschung war, der seine Zeitgenossen womöglich zum Überdenken sozialer Rollen bewegen konnte? Oder waren Geschlechtsidentitäten gar nicht derart klar definiert, sodass ein Ausbrechen ohne Weiteres möglich war und kein tatsächlicher Tabubruch vorliegt? Wie können derartige Überschreitungen vor einem antiken Leser gerechtfertigt werden? Nachfolgend sollen diese Fragen anhand der Mythen um Tiresias, Iphis sowie Caeneus diskutiert werden; diese werden zunächst unabhängig voneinander inhaltlich und auch sprachlich analysiert. Da dabei ein historischer Kontext nicht ausgespart werden kann, wird anschließend eine kurze Zusammenfassung gesellschaftlich spezifischer Geschlechterrollen zu Zeiten Ovids vorgenommen und im abschließenden Fazit mit den genannten Mythen in Verbindung gebracht; dabei soll auch der Frage nach weiteren motivischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen diesen nachgegangen werden.