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"L¿in iqdili l¿a¿ad": Der Dämon wird mein Anliegen erledigen.
"Welcome I can say always" Die Kara Südwestäthiopiens und ihre Sicht auf den Tourismus in Korcho
Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Universität Leipzig (Institut für Ethnologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit befasst sich mit der touristischen Situation bei der ethnischen Gruppe der Kara im südwestlichen Äthiopien. Durch den hohen wirtschaftlichen Wert des Tourismus für Äthiopien, wird er von staatlicher Seite intensiv gefördert. Vor allem im Südwesten des Landes werden Regularien aufgestellt, um den Tourismus an die lokalen Umstände anzupassen und die Bevölkerung auf den wachsenden Besucherstrom vorzubereiten. Im Leben der meisten ethnischen Gruppen der Region spielt Tourismus mittlerweile eine zentrale Rolle, mit steigender Tendenz. Noch vor zwanzig Jahren war das ethnisch heterogene Gebiet touristisch relativ unberührt. Heute sind die Besuche der Touristen für die lokalen Menschen eine Tatsache, mit der sie umgehen müssen und die sie immer mehr auf wirtschaftlicher Ebene nutzen. Das steigende Interesse an ihrer Kultur steht im Kontrast zur Abwertung von Seiten des Staates und bietet eine Chance ihr Selbstwertgefühl positiv zu beeinflussen. Die im Vergleich kleine Gemeinschaft der Kara, mit ca. 1400 Personen, lebt schwer erreichbar an den Ufern des Omo-Flusses. Trotzdem steigen die touristischen Besuche in ihrem Gebiet seit einigen Jahren an. Unter Touristen und Reiseanbietern Äthiopiens sind die Kara bekannt für ihre fotogene Körperbemalung und die beeindruckende Lage ihrer Siedlungen an den Hängen über dem Omo-Fluss. Reiseprospekte zeigen Bilder farbig bemalter Kara vor der Kulisse des Omo-Tals und machen dadurch Korcho und seine Bewohner zu einer der Hauptattraktionen der Region. Lokale Nichtregierungsorganisationen haben 2007 in Korcho ein Community Based Tourism (CBT)-Projekt aufgebaut. Dieser formelle Umgang mit Tourismus lässt Fragen entstehen. Wie erklären sich die Kara den Tourismus an ihrem Ort? Wie wirkt auf sie die Konfrontation mit dem Kulturell Fremden? Wie wahren sie das eigene Gesicht im Moment der Begegnung mit dem Total Fremden? Werden existentielle Grundlagen der eigenen Identität berührt? Es entstand ein umfassendes Bild, welches die Situation des Tourismus in Korcho und die Einstellung der Bewohner dazu widerspiegelt. Es wurden Strategien entwickelt, um die kulturelle Konfrontation zu bewältigen und eine symmetrische Interaktionsgrundlage innerhalb konstruierter Grenzen geschaffen.
"Wir versuchen das Leben zu verschönern" - Madhahib - Konzepte islamischer Gelehrter in Wien
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: Sehr Gut, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage der Anwendungsbereiche von Wissen aus den orthodoxen sunnitischen madhahib durch in Wien tätige Imame und ¿ulama. Madhahib sind zu einem großen Teil nur für die Arbeit von Gelehrten relevant. Für praktizierende MuslimInnen haben sie im Bereich der Religionsausübung Bedeutung. Hier wird die Frage nach der Rolle der madhahib in der Arbeit und im Umfeld islamischer Gelehrter gestellt. Um diese Fragen beantworten zu können, wird Fragen zu den Personen, deren religiöse, soziale oder gesellschaftliche Herkunft, Wissensaneignung und -anwendung nachgegangen. Ebenso im Fokus stehen Fragen nach den Einflüssen, die auf Imame und ¿ulama einwirken, und wie sie auf Bedingungen eines nicht-muslimischen Umfeldes, wie es Wien darstellt, eingehen. Islamische Gelehrte in Wien kommen aus unterschiedlichen Ländern bzw. Gesellschaften. Sie bringen sich mit ihren vielseitigen Erfahrungen und Ansichten in verschiedenen Positionen in ihre Communities ein. Manche von ihnen sind in einer Moscheegemeinde als Imame tätig, in der sie das Gebet leiten und seelsorgerische Dienste für deren Community durchführen. Andere Gelehrte sehen ihre Aufgabe eher bzw. ausschließlich in der Erarbeitung von Regelungen bzw. Antworten für eine breitere Community, wie z.B. europäische MuslimInnen im Allgemeinen, oder Mitglieder ihrer international agierenden Trägerorganisation. Über die Position, die Gelehrte in ihren Communities einnehmen, scheinen mehrere Faktoren, wie deren Ausbildung, Wissensanwendung und Kenntnisse über die Gesellschaft zu entscheiden. Zudem sind die Rahmenbedingungen, die durch Vereine, Dachverbände und internationale Organisationen bestimmt werden, mit entscheidend. Imame und ¿ulama werden zumeist von diesen angeworben, und müssen sich an deren Vorstellungen anpassen, sofern sie diesen nicht schon entsprechen. Communities und deren Organisationen sind zumeist nach Ethnie, Sprache, politischer Präferenz und madhhab getrennt.
'Le clan du destin' - Die Pirogen-Migration von Senegals Küste auf die Kanarischen Inseln
A History of the Ebira in Ago-Panu (Owo) 1943-1960
Bachelor Thesis from the year 2014 in the subject Ethnology / Cultural Anthropology, grade: 4.1, , course: History and International Studies, language: English, abstract: This research inquires the forms of relations that existed between the Ebira people of Kogi State and the Owos of Ago-Panu, Owo, Ondo State in the colonial period of 1943-1960.The Ebira can be found today in Okene, Adavi, Ajaokuta and Okehi Local Government Areas of present Kogi State in the North-Central geo-political zone of Nigeria on the other hand, the Owo people (of Ago Panu) are sub group of the Yoruba people of the South-western part of Nigeria. They can be found in Owo town, Ipele, Upremen, Usho, Ago-Panu (the focus of this work) and other surrounding towns and villages.In some Nigerian areas, the violent nature of the British conquest and early administration were enough to endanger social and economic disequilibrium that propelled migration from one area to another. This in effect was the situation with the Ebiras in the early part of colonial rule, a party of which migrated into the outlaying districts of Yorubaland.
Abwarten und Tee trinken. Das Unbehagen am Warten und Nichtstun aus kulturanthropologischer Perspektive
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Europäische Ethnologie), Veranstaltung: Kulturelle Dynamik und Pluralisierung: Nichtstun. Eine Kulturanalyse der Langeweile und des Müßiggangs, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir tun es jeden Tag. Sei es in der Warteschlange im Supermarkt, im Stau an der roten Ampel oder auch in der Arbeit, wenn wir die baldige Kaffeepause oder den Feierabend herbeisehnen. Jeder von uns sieht sich in seinem Leben - ob freiwillig oder nicht ganz so freiwillig - wiederholt damit konfrontiert, warten zu müssen. So warten wir als Kind ungeduldig auf das Christkind, als Teenager auf die Volljährigkeit und später, während der Schwangerschaft, auf die Geburt unseres Kindes. Ein Häftling indes zählt die Tage bis zu seiner Entlassung, während ein Flüchtling die Antwort auf seinen Asylantrag abwarten muss und wieder andere verzweifelt auf der Intensivstation zu warten haben, ehe sie endlich über den Zustand ihres Angehörigen informiert werden. Wie diese Beispiele zeigen, umfasst das Warten ein sehr breites Spektrum an Verhaltensweisen und Gefühlsreaktionen. Wartezeit kann kurz sein, sich aber auch endlos an-fühlen oder gar ein ganzes Leben andauern, während sich ihre Gestalt, Ausrichtung und Bedeutung stets verändern. Das Warten muss jeder von uns erlernen, wobei sich die Art und Weise des Wartens, ebenso wie die Gründe dafür, je nachdem, wo auf der Erde man aufwächst, erheblich unterscheiden können.In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, anhand der Betrachtung profaner Situationen des Wartens, also auf den ersten Blick trivialer 'Nichtereignisse', unter die Oberfläche dieser scheinbar bedeutungslosen und inaktiven Betätigung zu blicken.3 Die Betrachtungen basieren dabei auf der Annahme, dass man selbst dann, wenn man vergeblich wartet, zumindest doch irgendetwas tut. Die Autoren Ehn und Löfgren untersuchen in ihrem Werk 'Nichtstun. Eine Kulturanalyse des Ereignislosen und Flüchtigen', auf dem die Betrachtungen des vorliegenden Aufsatzes in erster Linie basieren, recht triviale Beschäftigungen wie das Warten auf den Bus oder das Schlangestehen in Geschäften. Um der Frage nachzugehen, welche Form von 'Nichtstun' wir überhaupt als Warten bezeichnen, setzen Ehn und Löfgren bei der konkreten Infrastruktur, also den Orten des Wartens, an, um daraufhin die Natur der Wartezeit zu betrachten. Auf dieser Basis soll - anhand theoretischer Betrachtungen sowie einer kleinen empirischen Untersuchung - in dieser Arbeit gefragt werden, wie Menschen Wartezeiten warum erleben, wie sie mit ihr umgehen und sie gestalten.
Alterität und Identität im Libanon: Eine Generation zwischen Bürgerkrieg und arabischem Frühling
Magisterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,15, Ludwig-Maximilians-Universität München (Ethnologie und Afrikanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 2011 veränderte sich für viele Millionen Menschen ihre Alltagswelt. Despotenwurden gestürzt, Regime in Frage gestellt und dem angestauten Unmut Luft gemacht.Wie ein Lauffeuer verbreitete sich eine Protestbewegung von Tunesien über Nordafrikaund den Nahen und Mittleren Osten, bis sie schließlich auch in Form vonFlüchtlingsströmen Europa erreichte.Ein Land im Herzen des Nahen Ostens wird eher selten im Zusammenhang mit demarabischen Frühling erwähnt- der Libanon. Dennoch kam es auch in dem kleinen Staatan der Levante zu Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.Hier streiten sich seit Jahrhunderten und vermehrt seit Ausbruch des BürgerkriegsHistoriker, Politiker und Kleriker über die Existenz einer nationalen Identität und wiediese auszusehen habe. Die mehrdeutige Identität des Landes spaltete dessenBevölkerung entlang lokaler, nationaler und ideologischer Linien. Entlang dieser entstandein konfliktträchtiges Spannungsfeld kommunaler, staatlicher und nationaler Grenzen,welche die Frage nach der Identität sehr problematisch gestalten. Besonders betroffensind Grenzregionen, die zudem noch dem Einfluss externer Identitäten und Mächteunterstehen. Daher entstand im Libanon eine hohe Sensitivität gegenüber sozialerKohärenz und nationaler Einheit. Im weitgefächerten Spektrum der libanesischenGesellschaft, ist religiöser Kommunalismus die vorherrschende Identität. Daher herrschtseit langem die Forderung nach einer Säkularisierung, um die trennende Kluft zuüberwinden.Trotz dieser heiklen Problematik in einem Land mit mehr als 18 verschiedenenKonfessionsgruppen, kommt es auch hier zu Protesten, vornehmlich von Studenten undIntellektuellen. Nun stellt sich die Frage, ob diese vom arabischen Frühling beeinflusstwaren. Hatte dieser die Wahrnehmung von nationaler Identität und Alterität, von "wir" und"sie", verändert? Oder sind die Ursachen dem Lande selbst immanent? Was macht dieprotestierenden Studenten und ihre Lebenswelt so unterschiedlich von den Taxifahrern?Welche Rolle spielt dabei das Lauffeuer der arabischen Proteste in nächster Umgebungdes Libanon?Rund um den Libanon ruft man "Das Volk will den Fall des Systems!"7 AuchStudenten im Libanon stimmen am 27. Januar unbemerkt vom Rest der Welt in denKanon ein. Ein Ergebnis der Protestwelle oder der innerlibanesischen Veränderungen?
Anthropology and "Charlie Bit My Finger". The Social Impact of Viral Videos and Video Sharing
Research Paper (postgraduate) from the year 2015 in the subject Ethnology / Cultural Anthropology, grade: 1.0, Queen's University Belfast (School of History and Anthropology), course: Social Anthropology, language: English, abstract: In the following project, I intend to explore the social dynamics surrounding this relatively unexamined occurrence, whilst focusing specifically on the processes and motivations behind video sharing.In the past decade alone, the aptly named "viral video" has progressed from a novel phenomenon, to an almost daily occurrence on the internet. These are defined by their capacity to spread through social media outlets at alarming rates, and gain the attention of staggering numbers of people throughout the world. Importantly, the mass dissemination of these videos relies substantially on individuals choosing to share them online, through websites such as Facebook and Twitter.
Art, aesthetics and ethics of tattooing
Auswirkungen des Hauses als verwandtschaftliche Kategorie in der Fernsehserie "Game of Thrones"
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,6, Universität Leipzig, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Text untersucht die Auswirkungen der verwandtschaftlichen Kategorie des Hauses anhand der Fernsehserie "Game of Thrones" und geht dabei auf Theorien der Verwandtschaftsethnologie ein. In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema Haus als Kategorie in der Verwandtschaftsethnologie und werde am Beispiel der popkulturellen Serie "Game of Thrones" erläutern, wie sich das Verständnis vom "Haus" auf die einzelnen Charaktere auswirkt. Ich habe dieses Thema gewählt, weil es mich interessiert, wie sehr und ob die Ethnologie uns helfen kann, popkulturelle Serien zu verstehen und zu erklären, und somit auch einen Bezug zu eigentlich nicht ethnologisch betrachteten Sachverhalten hergestellt werden kann. Außerdem werde ich analysieren, ob das System der Häuser einen Kontrast zur Realität bildet, über den eine Aussage getroffen werden kann. Ich werde zuerst auf relevante Theorien der Verwandtschaftsethnologie eingehen, um einen geeigneten Rahmen zu schaffen und mich dann mit Levi-Strauss' Theorie über die Hausgesellschaft befassen, welche für meine Arbeit die meiste Relevanz hat. Anhand Levi-Strauss' Thesen über die Hausgesellschaft werde ich auf das gewählte Beispiel "Game of Thrones" eingehen und anhand einiger Charaktere Feststellungen über ihre Vorstellungen von Familie und Haus treffen. Interessant ist auch die Betrachtung von Geschlecht und Geschlechterrollen in diesem Zusammenhang. Anschließend werde ich eine Gegenüberstellung zu den Adelshäusern des Mittelalters vornehmen und klären, was dort unter "Häusern" verstanden wurde und ob diese Häuser Merkmale einer Hausgesellschaft aufweisen. Zum Schluss meiner Arbeit werde ich Kritikpunkte aufweisen, welche bei der Betrachtung von Hausgesellschaften beachtet werden müssen.
Begriffsbildung in höchstrichterlichen Entscheidungen - 481 U.S. 279 (1987) und BVerfGE 86, 288 (1992) im Vergleich
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Ethnologie), Veranstaltung: Begriff und Erzählung, Sprache: Deutsch, Abstract: Aus nicht-juristischem[1] Blickwinkel juristische Gedankenarbeit zu betrachten ähnelt den Bemühungen des Laien, einem Bauern beim Begutachten seiner Pflanzen zu folgen. Wie im letzteren Fall das Staunen groß ist über ein sonderbares Gemisch aus Sachkundigkeit in der Bestimmung des Zustands der einzelnen Pflanze, Intuition bei der Beurteilung der allgemeinen Witterung und einem gewissen strategisch untermauerten Hang zum Festhalten an etablierten Verfahren zur Behandlung, so kann auch beim Landwirt im juristischen Feld Sachkundigkeit, Intuition und Verfahrenstreue beobachtet werden. Dass nicht zuletzt die Juristen selbst ihr seltsames Schwanken zwischen Praxis und Theorie erkannt haben, zeigt die Etablierung einer Rechtsphilosophie.Warum besitzt aber trotz dieser vorhandenen Eigenreflexion der nicht juristisch ausgerichtete Blick auf die juristische Praxis einen Wert?Einen nicht unwesentlichen Wert stellt aus Sicht eines 'ethnologisch Geschulten' eine gewisse Affinität dar: Es ist für Ethnologen nicht ungewöhnlich, sich von - scheinbarer oder tatsächlicher - Fremdartigkeit angezogen zu fühlen. Doch die Gegebenheit juristischer Praxis, sich größtenteils mit - wenngleich stark eingebetteten - Einzelfällen zu beschäftigen, fördert ebenso akademische Heimatgefühle. Und in der Wechselwirkung zwischen Akteuren, die ihre eigene bzw. angeeignete 'Sache' vertreten, und Akteuren, die diese Eignung bzw. Aneignung zu erkennen und die 'Sache' zu objektivieren haben, liegt eine zumindestens bemerkenswerte Konvergenz zwischen Ethnologie und Jura.Ein für die vorliegende Fragestellung wesentlicherer Wert ist aber eine Art 'Begriffsstutzigkeit der Uneingeweihten', ist das unvermeidbar 'schiefe Bild', das ein Außenstehender[2] bekommt. Dies ist nicht so, weil zwischen Wissen und Unwissen eine klare Grenze verläuft, sondern weil die Bedeutung der Infragestellung für den Betrachter eine grundlegend andere ist als für den Involvierten. Es ist nicht nur nicht schlimm, wenn ein Nicht-Jurist vom juristischen Standpunkt aus eine falsche Vorstellung bekommt oder gar kultiviert, es ist im Gegenteil ein spezifischer Wert. Dieser besteht primär darin, dass das Selbstverständliche, das aus und in sich selbst Verständliche, zum Nicht-Selbstverständlichen gemacht wird und dadurch eine neue Kodifizierung erhält. [...]
Blick auf die Chinesische Kultur
Boundaries of friendship and beyond. Analysing the notions of love within friendships
Project Report from the year 2014 in the subject Ethnology / Cultural Anthropology, grade: 1.0, Queen's University Belfast (School of History and Anthropology), course: Social Anthropology, language: English, abstract: First-hand ethnographic research delving into the complex notion of love within friendships. Specifically, this project seeks to outline the boundaries which frame such relationships and the consequences which may arise from their neglect.In deciding our research project, we were to choose between two main themes: "love" or "grief". In our first group meeting in class, we decided that we would choose the broad theme of love for a several reasons. It is generally a more positive subject than grief, and so, was simply preferred by the group; it is something almost everyone can personally relate to; and there are many different types of love and so we could approach the project in various ways. For these main reasons, we agreed that love would be our favored theme.The next course of action was choosing our specific research title. From the suggestions given, there were many different angles we could take. One of these suggestions was "love between friends". We felt this was a strong idea because it is outside the topic of romantic love, and we were also intrigued to discover more about it ourselves. At first, some within the group, including myself, were concerned that we may struggle to find a unique idea that no one else in the class had chosen, but this was fortunately not the case.In our next meeting we decided on the main research questions for the topic and the title itself. When we brainstormed as a group we had several ideas, below are the ones we felt were most feasible and most interesting to investigate:- Boundaries between acquaintance and friend- Boundaries within friendship- Boundaries beyond friendship- Maintenance of friendship- The "Friendzone"
Brazil. Settlement, immigration and urbanization
Research Paper (postgraduate) from the year 2014 in the subject Ethnology / Cultural Anthropology, , language: English, abstract: This paper specifically describes the experience of settlement, immigration and urbanization in Brazil within the context of the country's overall political, economic and demographic development. It is an inquiry into various historical developments influencing structure, culture, economics and racial composition on a country level. It also examines trends in early settlement, regions, immigration divided into four distinct periods, and the trajectory of its urban transition. It is possible that the lessons learned from a country that has experienced such a compelling immigration and rapid urbanization could hold keys for other countries currently undergoing this process. It is the intention of this study to provide the basis for such an inquiry.
Bruch mit der Symbolik der Subordination als Chance und Dilemma alternativer Widerstandsbewegungen am Beispiel politischer Agitation von Indern in Natal 1893-1895
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Ethnologie), Veranstaltung: Macht und Widerstand, Sprache: Deutsch, Abstract: Die trotz des Einspruchs von Seiten der Law Society of Natal erfolgreiche Zulassung Mohandas Karamchand Gandhis zum Supreme Court of Natal kann als signifikantes Ereignis bei der Erfassung struktureller Unterstützung indischer politischer Agitation in Südafrika vor dem Ersten Weltkrieg aufgefasst werden. Trotz seiner eigentlichen politischen Irrelevanz können am spezifischen Ablauf dieses Vorgangs externe Kräfte und Strukturen am Werk gesehen werden, die wesentlich über Ausformung von Erfolg oder Misserfolg einer non-violent non-cooperative civil disobedience mitentscheiden. Sowohl für die Re- und Dekonstruktion der Anwendung dieser Strategie als auch für die Frage der Anwendbarkeit in gegenwärtigen Konflikten ist deren Offenlegung essentiell.Dieses somit funktionell abgegrenzte Ereignis selbst fand am 3. September 1894 in der Kolonie Natal statt, dem Teil Südafrikas, der zu diesem Zeitpunkt zum britischen Reich gehörte, welches sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wie die meisten westeuropäischen Industriemächte in einer Neuausrichtung seines imperialen Selbstverständnis befand. Konstruiert man die Geschichte Europas im 19. Jahrhundert als Kampf liberaler, bürgerlich-freiheitlicher Kräfte mit der Zielvorstellung einer aufgeklärten, rechtsstaalich-demokratischen und technologisierten Welt gegen das konservative Erbe, so erscheinen diese letzten Jahrzehnte als eine Abfolge von bitteren Kränkungen, als Zusammenbruch humanistisch-missionarischer Ideale, als rechtsnationalistische Aufhebung ökonomischer freier Entfaltung, als biologistische Anfechtung eines liebgewordenen Menschenbildes und als ständige Abfolge von radikalen Herausforderungen von Seiten der politischen Pole sowie der sozial und kulturell 'Anderen' (vgl. Meyer 1991, 27-31).Aus britischer Sicht ergaben sich durch die staatliche Neuordnung nach 1871 neuartige außenpolitische Aufgaben und Möglichkeiten, die innenpolitischen Anforderungen zu bewältigen, darunter die sozialen und ökonomischen Folgen der Industrialisierung; sie mündeten in einem verstärkten Bedürfnis nach Ressourcen überseeischer Kolonien. Eine Widerspiegelung der neuen Auffassung imperialer Politik gelingt in der Gegenüberstellung der beiden Entdecker-Literaten David Livingstone und Henry M. Stanley durch Daniel Bivona (1998, 40-68). [...]
Cultural Concepts and Behavioral Influences on Women of South-East Asia
Scientific Study from the year 2014 in the subject Ethnology / Cultural Anthropology, , language: English, abstract: This Anthropological study was conducted to understand the link between cultural, social and biological factors with childbearing pattern, health and status of women. The study was conducted in two areas of Lahore, a rural area and an urban slum. Data was collected through observation and repeated in-depth interviews in Urdu/ Punjabi. Forty-six women were interviewed, for triangulation purpose four focus group discussions and eight mother-in-laws were interviewed.
Darstellung Herders Kulturkonzeptes in der Primärliteratur und in der Sekundärliteratur: "Kulturrelativist" oder "Rassist"?
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Seminar Sozialanthropologie I , Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand dieser schriftlichen Ausarbeitung wird der Vergleich zwischen der Primärliteraturund der Sekundärliteratur über Herders Kulturkonzeptes sein. Dabei soll dieFrage erörtert werden, ob Herder eher ein Kulturrelativist oder Rassist ist. Es bestehtaber auch die Möglichkeit, dass Herder eine Mischung aus beiden darstellt. Schließlichwaren viele Nazis zugleich Relativisten und Rassisten. Der Grund, warum ausgerechnetHerders Kulturkonzept ausgewählt wurde, ist der, dass er erste Ansätze zu einem dynamischenKulturbegriff entwickelte, den die Sozialanthropologie auch heute noch vertritt.Zunächst wird Herders Kulturkonzept in seinen eigenen Werken dargestellt. Nachdemwichtige Lebensabschnitte Herders Lebens kurz zusammengefasst worden sind,wird anschließend auf seine Methode eingegangen. Hier wird deutlich, dass Herder überein breites Fachwissen verfügt und viele Vergleiche zur Veranschaulichung benutzt.Darauf folgt das Menschenbild, dass er vertritt. Herder ist nämlich der Auffassung, dassder Mensch ein sprachliches Wesen sei. Ziel des Menschen ist es Humanität zu erreichenund Vernunft zu erlernen. Sein Menschenbild wird häufig in der Sekundärliteraturvernachlässigt, obwohl dieser Aspekt wichtig erscheint. Danach wird schließlich auf den Klimabegriff eingegangen, da dieser wichtig für HerdersKulturkonzept ist. Hier wird deutlich, dass Ort, Zeit und Klima die Lebensweiseder Völker bestimmen. Als Literaturquelle ist das Werk "Ideen zur Philosophie der Geschichteder Menschheit" von Herder zu nennen. Diese Ausarbeitung von ihm ist fürseinen Kulturbegriff sehr wichtig. Auch die Sekundärliteratur, die in dieser Ausarbeitungausgewählt wurde, verwendet die "Ideen zur Philosophie der Geschichte derMenschheit". Dies bekräftigt noch einmal den Grund, warum im ersten Teil auf diesesWerk eingegangen wird. Als Sekundärliteratur wählte ich den Aufsatz "Konzeptualisierungenvon Kultur: J. G. Herder versus S. P. Huntington" der Bochumer Arbeitsgruppe,da auch deren Grundlage Herders "Ideen zur Philosophie der Geschichte derMenschheit" ist. Hier werden ebenfalls die Autorinnen dieser Quelle kurz vorgestelltund anschließend ihre Textstruktur über Herders Konzept analysiert. Anschließend wirdebenfalls der Aufsatz "Zum Verhältnis von ,Kultur¿ und ,Nation¿ bei Rousseau undHerder" von Birgit Nübel in dieser schriftlichen Ausarbeitung mit einbezogen.[...]
Das 8. und 9. Buch Moses
Das Absinthverbot und die damit verbundenen informellen Wirtschaftsstrukturen
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz) (Sozialanthropologie), Veranstaltung: Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Das vorliegende Werk widmet sich der eingehenden Untersuchung eines faszinierenden historischen und soziokulturellen Phänomens: dem Verbot und der informellen Wirtschaft rund um den Absinth im Val-de-Travers, einer Region in der Schweiz. Das Ziel dieser Arbeit ist es, tiefgreifende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung dieses Verbots sowie die dynamische informelle Wirtschaft, die daraus resultierte, zu gewinnen.Diese Arbeit ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die zusammen ein umfassendes Verständnis für die Thematik bieten. Zunächst wird ein Blick auf die Situation vor dem Absinthverbot geworfen und der Alkoholismus als ein herausragendes Problem der damaligen Zeit beleuchtet. Hierbei werden die Einflüsse der Industrialisierung sowie die Rolle von Organisationen und Verbänden für Abstinenz betrachtet. Zudem wird sich mit dem tragischen Fall des "Absinth-Verbrechers" auseinandergesetzt, der die öffentliche Meinung und die politische Landschaft beeinflusste.Anschließend wird die Volksinitiative "für ein Absinthverbot" und die politischen Entwicklungen, die schließlich zum Verbot des Absinths führten, beleuchtet. Dieser Abschnitt gibt Einblicke in die Hintergründe und Gründe für diese einschneidende Entscheidung.Die Arbeit führt dann tiefer in das Konzept der informellen Wirtschaft ein, wobei der Fokus auf dem Val-de-Travers liegt. Hier werden die verschiedenen Facetten, die diese informelle Wirtschaft geprägt haben, analysiert. Dies umfasst die Rolle der Legitimität, die fehlende Durchsetzung des Rechts, den Widerstand gegen das Verbot, wirtschaftliche Abhängigkeit und die soziale Vernetzung innerhalb dieser informellen Strukturen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Moral economy, den alternativen Bezahlungsmitteln, den Kommunikationsmustern und den Strategien, um der Polizei zu entgehen, gewidmet.Schließlich wird ein Fazit präsentiert, das die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zusammenfasst, die aus dieser Untersuchung hervorgehen. Dabei wird reflektiert, welche Auswirkungen das Absinthverbot auf die Region Val-de-Travers hatte und welche historische Bedeutung dieses Kapitel hat.
Das Burning Man Projekt: Religiosität und Spiritualität in Black Rock City?
Das Damoklesschwert der Geschichte
Das Eigene, das Fremde und das unfassbare Dritte. Zur Rolle des Antisemitismus in der Differenzkonstruktion
Magisterarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Universität Hamburg (Kulturgeschichte und Kulturkunde: Institut für Ethnologie), Veranstaltung: Ethnologie / Soziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit dem modernen Antisemitismus und dessen Funktion für die Differenzkonstruktion und in der Identitätsstiftung. Es wird rasch ersichtlich werden, dass jüdische Menschen und Judentum für Antisemiten eine projektionsflächenartige Funktion erfüllen, und dass es im Antisemitismus in erster Linie nicht um tatsächliche jüdische Personen und das Zutreffen oder Nichtzutreffen bestimmter Vorstellungen auf sie geht, sondern um ein kollektives Feindbild, was mit "die Juden" bezeichnet wird. Nach einem Überblick über die Hintergründe, die Entwicklungsströme und die aktuelle Lage des Phänomens folgt eine Begründung der Themenwahl dieser Arbeit zum einen im Fach der Ethnologie, zum anderen für die Relevanz der Thematik weit über den Bereich des Fachs hinaus und eine ausgiebige Besprechung relevanter Theorieströme und Erklärungsansätze des Antisemitismus. Ziel dieser Arbeit soll unter anderem sein, zur perspektivischen Erweiterung sowie zur Verbindung der Theorien zu diesem Themengebiet anzuregen und beizutragen. Es folgt ein Teilkapitel zur Rassismustheorie, in dessen Verlauf u.a. bereits ein erster Teil des für das Vorhaben zu erarbeitenden Analyserahmens vorgestellt wird. Im Teilkapitel zur Antisemitismustheorie wird dann der zweite Teil des Analyserahmens beigetragen, wobei es sich um eine Theorieerweiterung handelt, die bisherige Analysemittel des Antisemitismus maßgeblich bereichert. Die Verbindung dieser beiden Komplexe aus Rassismus- und Antisemitismustheorie soll einen Analyserahmen bilden, der sich dem Antisemitismus mit seinen komplexen Formen und Verstrickungen analytisch umfassender nähern kann. In Kapitel 5, dem Praxiskapitel, wird der erarbeitete Analyserahmen dann auf fünf interkulturelle Fallbeispiele angewendet, um die jeweiligen Fallstrukturen herauszuarbeiten. Die Ergebnisse der Fallanalysen werden in einem nächsten Schritt verglichen. So können die Strukturelemente der Fälle auf Kongruenzen, Parallelen und Ähnlichkeiten, aber auch auf Widersprüche hin untersucht und im Ergebnis Hypothesen zur Sinnstruktur des Antisemitismus formuliert werden.
Das Leben der Aborigines als Teil der Natur
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: eins, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Geographie), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit behandelt Entstehung und Entwicklung eines Volkes, das als eines der ältesten Naturvölker zu den Schätzen der Menschheit zählt. Es wurde darauf Wert gelegt, die Lebensweise, Spiritualität und Bedeutung der australischen Ureinwohner dem Leser näher zu bringen. Dies erscheint als eine wichtige Aufgabe in unserer heutigen Gesellschaft, die durch Ignoranz und Vorurteile gegenüber Naturvölkern wie den Aborigines geprägt ist. Ein Appell an das Gewissen zu mehr Toleranz, soll daher das höchste Ziel unserer Arbeit sein.Der wissenschaftliche Teil dieser Arbeit bezieht sich groessten Teils auf der Untersuchung und bildliche Beschreibung der Lebensweise und Kultur der australischen Aborines.
Das Seelenheil von ungetauft verstorbenen Kindern und die Topografie der Hölle
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München, Veranstaltung: Ledige Mütter, frommer Tod und Kirchweihschmaus: Quellen zur Volkskunde in kirchlichen Archiven, Sprache: Deutsch, Abstract: "In extrema neceßitate von Vater selbst getauft" - so lautet ein Eintrag der Tegernseer Geburtsmatrikel von 1827. Worin und warum besteht diese übergroße Not, die gewendet werden muss? In den Tegernseer Matrikeln finden sich eine Reihe Einträge, die Nottaufen von Neugeborenen oder auch den Tod von ungetauften Kindern dokumentieren. Daraus lässt sich folgende Problematik für die Eltern ableiten: Auf der einen Seite steht das kirchliche Dogma der heilsnotwendigen Taufe der von der Erbsünde vorbelasteten Kinder. Auf der anderen Seite stehen zwei Aspekte der Eltern und ihrer sozialen Gemeinschaft: Die Eltern möchten ihrem Kind Anteil am ewigen Heil ermöglichen und es besteht die Angst vor ungetauft verstorbenen Kindern, die als Wiedergänger oder Irrlichter ihr Unwesen treiben könnten.Zwischen dem kirchlichen Dogma der heilsnotwendigen Taufe einerseits und der Alltagserfahrung der Menschen anderseits, die den Tod von ungetauften Kindern erlebten und nicht verhindern konnten, entstand ein Spannungsfeld. Der Tod konnte prä- oder perinatal so rasch eintreten, dass eine Taufe nicht mehr möglich war und brachte die betroffenen Menschen damit in ein Dilemma. Dieses Dilemma konnte durch verschiedene Maßnahmen sowohl von Seiten der Kirche als auch von Seiten der betroffenen Menschen gelöst oder wenigstens gelindert werden. Im Rahmen dieser Arbeit stelle ich zunächst die untersuchten Quellen vor. Im Anschluss daran beschreibe ich die kirchliche Dogmatik sowie die damit zusammenhängende Jenseits-Topografie und schließlich den Handlungsspielraum der Eltern bei drohendem oder eingetretenem Tod ihrer ungetauften Kinder. Als Beispiel einer alltagsgeschichtlichen Handlungspraxis gehe ich zum Schluss auf das Phänomen der "Wundertaufe" ein.