Judentum
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"Dein Gott ist mein Gott"
Apokalypse des Abraham
Basiswissen Theologie: Das Judentum
Was ist das Judentum?Um den christlichen Glauben zu verstehen, muss man auch den Glauben des Judentums als dessen Ursprung kennen. Die Botschaft Jesu lässt sich nur vor diesem Hintergrund begreifen. Aber in welchem Verhältnis stehen Christentum und Judentum zueinander und wie hängen sie miteinander zusammen? Klaus Dorn stellt übersichtlich das Basiswissen zu Geschichte, Überlieferung und Glaubensvorstellungen, Traditionen und Praxis des Judentums dar.
Book of Jasher
Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes
1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, schrieb in Zürich die Philosophin und Schriftstellerin Margarete Susman Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes. Es ist der Versuch angesichts der Shoah, 'in diesem Augenblick einer Weltkatastrophe', die Geschichte des jüdischen Volkes aus dem Buch Hiob zu erklären, seinem Hadern mit Gott, seinem Fragen nach Gerechtigkeit. ln einzelnen Abschnitten über den Ursprung, die Schuld, die Verfolgung, den Zionismus, die Hoffnung deutet sie das Buch Hiob neu. Die überlieferte biblische Geschichte erweist sich als unvermindert gegenwärtig. 'Jude sein heißt, sich entscheiden', heißt es am Beginn lakonisch, und im Fortgang entfaltet Margarete Susman Grenzen und Möglichkeiten einer solchen Entscheidung. Margarete Susmans Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes ist heute weithin vergessen. Ihr Beharren auf einer religiösen Substanz in Formen des alltäglichen Zusammenlebens, in der Dichtung wie Philosophie mutet fremd an. Doch es ist eine Fremdheit, mit der vertraut zu machen sich lohnt. Ihre Hiobdeutung, die sie zuerst 1929 in einem Aufsatz über Franz Kafka vorbrachte, hat Martin Buber, Walter Benjamin, Gershom Scholem und Paul Celan beeinflußt. 'Es gibt', schreibt Margarete Susman, 'keine große Leistung des Judentums im Exil bis in die späte Dichtung Kafkas hinein, die den Prozeßpartner nicht mehr mit Namen nennt, die nicht im Kern eine Theodizee, der Versuch einer Rechtfertigung Gottes vor seinem Volk oder eine Rechtfertigung des Volkes vor Gott wäre. Die ganze große nachbiblische Überlieferung kreist letztlich um diese Frage.'
Das Buch vom Paradies
Ein alter, die Bibel erläuternder Midrasch-Text Von der Schöpfung des Kindes erklärt uns, daß die Kinder vor ihrer Geburt im Paradies lebten. In Itzik Mangers Dos Buch fun Gan Eden erzählt Schmu'el Abe Aberwo gleich nach seiner Geburt den staunenden Eltern und Nachbarn, was er alles im Paradies erlebt hat. Nach einer talmudischen Sage schlägt ein Engel dem Neugeborenen auf den Mund, damit es sein Vorleben vergißt. Bei Manger ist es ein Stups auf die Nase, dem Schmu'el durch eine List entgeht, um auf der Erde über das Paradies zu berichten.Einem kabbalistischen Wort nach existiert alles, was es unten auf der Erde gibt, auch oben im Himmel. Schmu'els Erzählungen vom Paradies sind ein Spiegelbild der ostjüdischen Lebenswelt. Kinder spielen Streiche, Schmu'el und sein Freund Pisserl kleben ihrem Talmudlehrer Mejer Kopfkrätze die Flügel mit Pech fest; König David betrügt seine Frau Bethseba; der 'Messias-Stier' flieht in Panik ins christliche Paradies, wo er in schwierigen Verhandlungen ausgelöst werden muß. Das einzige, das fehlt, ist der Tod. So kommt es, daß ein armer paradiesischer Schneider, der sich aus Liebeskummer erhängen will, es wegen seiner Unsterblichkeit aber nicht vermag, jeden irdischen Schneider beneidet, der zum Strick greifen kann.Was die Phantasie der Menschen von jeher beflügelte, ihre Vorstellungen vom Paradies, ihre Hoffnungen und utopischen Entwürfe paradiesischer Zustände, verkehrt Itzik Manger ins Gegenteil. Die Welt steht auf dem Kopf. Es ist im Paradies wie auf der Erde - nur ein Gran schlimmer.In diesem Werk verbinden sich jahrtausendealte biblische Traditionen mit chassidischen Erzählungen und der zarten Ironie des Erzählers Itzik Manger.
Das Büchlein vom gesunden und kranken Menschenverstand
Franz Rosenzweigs im Ersten Weltkrieg verfaßtes Hauptwerk Der Stern der Erlösung ist als ein grundlegendes Zeugnis existentiellen Denkens anzusehen. Das Büchlein vom gesunden und kranken Menschenverstand wurde 1921 geschrieben und kam in der deutschen Originalfassung erstmals 1964 im Druck heraus (eine englische Übersetzung erschien 1964 in den USA). Es ist ein Versuch, die Grundthese des Hauptwerks in vereinfachter Form darzulegen, und zugleich ein Teil von Franz Rosenzweigs Biographie. Von entscheidender Bedeutung ist der biographische Stellenwert dieses Buches: es handelt sich um den letzten Essay, den Rosenzweig als gesunder Mensch geschrieben hat. Der Anhänger der alten, spekulativen, begriffsgebundenen philosophischen Systeme wird hier als ein der Lähmung verfallener Patient behandelt, der durch das 'neue Denken' geheilt wird. Zwei oder drei Monate nach Vollendung der Abhandlung bemerkte Rosenzweig an sich selbst gewisse Störungen in der Muskulatur - Symptome einer Lähmung, die den jungen Mann des Bewegungs- und Sprachvermögens beraubten.Im Büchlein vom gesunden und kranken Menschenverstand wendet sich Rosenzweig gegen den deutschen Idealismus, der die Welt auf das wahrnehmende Ich zurückführt. Im Gegensatz zu den Lehren des Idealismus gelten für Rosenzweig die Gesetze des Denkens nicht als identisch mit den Gesetzen der Wirklichkeit. Der Denkende ist kein abstraktes Wesen; sein Denken geht nicht nur seinen Geist an, sondern seine ganze Existenz.
Das Ende der Zeit
Das mittelalterliche Pendel der exegetischen Methode. Ist das Programm der Peshat-Exegese im christlichen Westeuropa des 11. und 12. Jahrhunderts eine marginale Episode ohne nachhaltige Auswirkung auf die jüdische und christliche Bibelexegese?
Examensarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Judaistik, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Institut für Judaistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Ist das Programm der Peshat-Exegese im christlichen Westeuropa des 11. und 12. Jahrhunderts eine marginale Episode ohne nachhaltige Auswirkung auf die jüdische und christliche Bibelexegese? Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine qualitative, strukturierte Inhaltsanalyse. Dazu wurden Kommentare jüdischer und christlicher Bibelexegeten des Hochmittelalters im christlichen Westeuropa einer vergleichenden Untersuchung unterzogen. Dabei standen die exegetischen Programme der jüdischen Peshat-Tradition bzw. der christlichen ad-litteram-Interpretation des Hohelieds im Zentrum der Betrachtung. Zunächst werden der aktuelle Forschungsstand und die wichtigsten Publikationen zum Thema ermittelt. Für die qualitative Inhaltsanalyse werden die Kommentare zum Hohelied von Rashi, Rashbam und der Anonyme Oxford Kommentar ausgewählt und diese mit den Kommentaren der christlichen Exegeten Nikolaus von Lyra und Bernhard von Clairvaux verglichen.Das Hohelied der Liebe ist eines der sonderbarsten Stücke der Heiligen Schrift. Da es sowohl zum christlichen als auch zum jüdischen Kanon gehört, hat es Kommentatoren, Ausleger und einfache Leser jahrhundertelang verwirrt. Der wichtigste Grund für die Besonderheit des Hohelieds ist, dass es sich bei diesem biblischen Buch um ein Stück Liebesdichtung handelt, das voller erotischer Bilder ist. Diese Erotik wurde und wird von vielen Lesern als das Hauptmerkmal des Hohelieds verstanden. Das Hohelied ist das einzige Buch im Kanon, dem ein religiöses Thema zu fehlen scheint. Umso verständlicher ist das zwei Jahrtausende währende Bemühen von Rabbinern und christlichen Exegeten, eine tiefere und theologisch angemessenere Bedeutung des Hohelieds zu finden. Nicht zuletzt die Vielfalt der Kommentare und die Beharrlichkeit der verschiedenen Textinterpreten machen das Hohelied zu etwas Besonderem und scheinen darauf zu verweisen, dass das Lied der Lieder mehr ist als die bloße Reminiszenz einer Liebesaffäre.
Der nichtjüdische Jude
1968 zum ersten Mal veröffentlicht, kommt diesen Essays zur Frage jüdischer Identität jenseits von Religion und Nationalbewusstsein geradezu prophetische Aktualität zu. Isaac Deutscher formuliert darin klarsichtige Analysen zur Problematik 'Wer ist Jude?', zum Verhältnis von Linkssein und Herkunft, zu Antisemitismus und Zionismus, zur Rolle der Juden in der Sowjetunion und zum Nahost-Konflikt sowie zur Tragik Israels, dessen Unmöglichkeit als jüdischer Nationalstaat wie auch Notwendigkeit als Schutzraum vor Judenhass er mit großer Empathie beschreibt.In einem Schtetl als Spross einer orthodoxen Familie aufgewachsen, schildert Deutscher voller Zuneigung, aber nie verklärend die untergegangene ostjüdische Welt, deren Grenzen der nichtjüdische Jude überschritt, die aber doch ständiger Bezugspunkt für sein späteres universalistisches Engagement bleiben sollte: 'Ich bin Jude kraft meiner unbedingten Solidarität mit den Verfolgten und Ausgerotteten.'
Der Wille zum Wesen
Die Aufstände in der jüdischen Diaspora unter Trajan 115-117. Der 2. Jüdische Krieg mit Blick auf die wichtigsten Zeugnisse aus Papyrologie und Archäologie
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Judaistik, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Institut für Judaistik), Sprache: Deutsch, Abstract: In der Zeit zwischen 115 und 117 u. Z. waren Ägypten und die Kyrenaika Schauplatz eines erbitterten Kampfes, der von den Juden gegen die griechisch-ägyptische Bevölkerung und gleichzeitig gegen die römische Regierung geführt wurde. In die gewalttätigen Auseinandersetzungen wurden auch Mesopotamien, Zypern und Judäa einbezogen. Der jüdische Aufstand gegen Rom am Ende der Herrschaft Trajans galt unter Historikern lange Zeit als undurchsichtige, relativ unbedeutende Angelegenheit, als ein kleinerer Aufstand im Vergleich zum berühmten Jüdischen Krieg von 66-73 u. Z. und dem Bar Kochba-Aufstand von 132-135 u. Z.Gibt es neue Erkenntnisse zur Chronologie und Topographie der Ereignisse? Lassen sich Ursachen für die Erhebungen benennen? Handelt es sich bei den Aufständen um konzertierte Aktionen? Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine qualitative, strukturierte Inhaltsanalyse. Dazu wurden die antiken Quellen von Cassius Dio und Eusebius einer vergleichenden Betrachtung unterzogen. Dabei stehen die Belege für den historischen Hintergrund und den detaillierten Ablauf der Ereignisse im Mittelpunkt. Zur kritischen Bewertung der antiken literarischen Quellen werden die wichtigsten papyrologischen, aber auch archäologischen und epigraphischen Zeugnisse in die Betrachtung einbezogen. Des Weiteren wird der aktuelle Forschungsstand in den wichtigsten Publikationen zum Thema ermittelt.
Die Geheimnisse der Schöpfung
Die japanische Gesellschaft und das Problem der Obdachlosigkeit
Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen
Mit diesem - zuerst 1957 erschienenen - Werk hat Gershom Scholem die wissenschaftliche Grundlage für das Studium der jüdischen Mystik geschaffen. Durch eine umfassende Analyse und Interpretation von Dokumenten der jüdisch-mystischen Tradition vermittelt dieses Buch ein lebendiges Bild dieser geistesgeschichtlichen Epoche von ihren Anfängen in der Spätantike bis in die Zeit der chassidischen Sektenbildung im 18. Jahrhundert, dazu eine Fülle biographischer Einzelheiten über bekannte und weniger bekannte Vertreter der jüdischen Geisteswelt. Lange vernachlässigte oder mangelhaft interpretierte Texte hat Scholem erstmals wissenschaftlich durchleuchtet und zu dem historischen Geschehen in Beziehung gestellt. So entstand ein Kompendium, das auch dem Laien das erregende Bild einer kulturellen und religiösen Entwicklung, die einen integrierenden Bestandteil der abendländischen Kultur darstellt, zu vergegenwärtigen vermag.
Die jüdischen Wurzeln des Matthäus Evangeliums
Diese ausführliche Einleitung in die Grundbegriffe der jüdischen Tradition, die hier zur Sprache kommt, und in die ursprüngliche Vorstellungswelt der alten Juden, bereitet das Hauptthema vor, die Auslegung des Matthäus-Evangeliums.
Die Pogromnacht des 9./10. November 1938 in Düsseldorf und Essen
Exil und Identität. Form- und Inhaltsanalyse der "Verhandlung im Tor" (Rut 4:1-10)
Quellenexegese aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Judaistik, Note: 0,0, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Veranstaltung: Bibel- und Bibelauslegung, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Buch Rut erzählt die Geschichte einer Rückkehr aus dem Exil. In dieser Arbeit wird das Werk zunächst im Kontext des Tanach, der 24 Bücher umfassenden jüdischen Bibel, verortet. Danach wird die weitere Rezeption desselben in der traditionellen Exegese dargestellt. Im Anschluss wird anhand des Zusammenspiels von Form und Inhalt versucht, das Verständnis der zentralen Themen Exil und Identität in Rut zu erläutern. Dies soll sowohl aus Sicht des Verfassers, als auch seines möglichen Lesepublikums beleuchtet werden und dabei den zeitgeschichtlichen Entstehungsrahmen mit einbeziehen.
Gegen Apion
Geschichte der Juden in der Antike
Peter Schäfer gibt einen umfassenden Überblick über die politische und ökonomische Lage Palästinas zwischen 333 v. Chr. und 638 n. Chr. Dabei bezieht er andere Meinungen in seine Untersuchung mit ein und setzt sich kritisch mit den vorhandenen Quellen auseinander.
Hebraic Literature
Judaica III
Jüdisch-christlicher Dialog