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Am Ende der Gutenberg-Galaxis. Digitale Literatur als Produkt des elektronischen Zeitalters
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,3, FernUniversität Hagen (Institut für neuere deutsche und europäische Literatur), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bibliothek als Sammlung von Büchern hat durch die Entwicklung der neuen Medien im Laufe des 20. Jahrhunderts ihre Kompetenzen erweitert und angepasst. Neben dem Anbieten von DVDs und Audioaufzeichnungen spielen die digitalen Medien im Sinne der virtuellen Literatur eine immer größere Rolle. Dies führte mich zu der Frage, ob wir mit digitaler Literatur jenen Zeitpunkt erreicht haben, den Marshall McLuhan bereits in den 1960er Jahren als das Ende der Gutenberg-Galaxis prophezeit hat.Die Hausarbeit setzt sich mit dem Wandel der Buchkultur vor dem Hintergrund Marshall McLuhans Medientheorie, beschäftigen, um den Verlauf der Entwicklung des Mediums Buch hin zu einer digitalen Literatur aufzuzeichnen und die Frage in den Raum stellen, ob dies das vielzitierte Ende der Gutenberg-Galaxis ist. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Medientheorie McLuhans, insbesondere mit dessen Definition der unterschiedlichen Epochen der Mediengeschichte. Dabei liegt das Augenmerk auf der Definition des Begriffes "Gutenberg-Galaxis" und der Definition des elektronischen Zeitalters, die die Grundlage der Fragestellung der Arbeit bilden. Das darauf folgende Kapitel soll das Medium Buch in seiner Entwicklung hin zu seinem elektronischen Pendant betrachten. Dabei soll besonders die digitale Literatur in den Fokus gestellt werden. Durch die Definition und Charakterisierung des elektronischen Mediums möchte ich mich der Beantwortung der Frage annähern, ob mit dem Aufkommen digitaler Literatur die gedruckten Bücher der Vergangenheit angehören und die Gutenberg-Galaxis an ihr Ende gelangt ist.
Die Apokalypse des 21. Jahrhunderts
Die Bedeutung der Medien-Zeit
Die Gedankenwelt des Francisco J. Varela
Die Metapolitik der Identitären Bewegung Deutschland. Medienstrategien rechter Gruppierungen
Seit dem rasanten Aufstieg der rechtskonservativen Alternative für Deutschland haben offen geäußerte Ressentiments gegenüber Zuwanderern und Fremdem wieder eine politische Basis im deutschen Bundestag. Neben der AfD hat sich jedoch auch die vordergründig partei-unabhängig agierende Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) einen Platz am rechten Rand der politischen Öffentlichkeit erstritten.Das erklärte Ziel der IBD ist es, den metapolitischen Diskurs der Gesellschaft zu verändern, um so einen grundlegenden Wandel in Gesellschaft und Politik zu bewirken. Johannes Kleager setzt sich in seiner Publikation deshalb mit den Themen Metapolitik und kulturelle Hegemonie auseinander. Vor diesem Hintergrund untersucht er das mediale Vorgehen der IBD.Um die mediale Dimension des Themas zu begrenzen sowie zu veranschaulichen, erklärt Kleager die Theorie des Normalismus nach Jürgen Link. So ergründet er die ambivalente Beziehung zwischen Identität und Medien und zeigt, welche identitätsstiftende Rolle vor allem neue Medien einnehmen. Kleagers Publikation deckt die ideologische Medienarbeit der Identitären Bewegung Deutschland auf und dekonstruiert sie anhand von Fallbeispielen.Aus dem Inhalt:- Rechtspopulismus;- Ideologie;- Normativität;- Social Media;- Diskurstheorie
Die Schweigespirale - Eine kritische Analyse
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,3, Universität Münster (Institut für Kommunikationswissenschaft), Veranstaltung: Medienwirkungsforschung, Sprache: Deutsch, Abstract: Der berühmte Satz Noelle-Neumanns 'Return to the Concept of Powerful Mass Media' stellte einen Paradigmenwechsel in der Geschichte der Medienwirkungsforschung der Kommunikationswissenschaft dar und bewegte Wissenschaftler in der Vergangenheit wie auch heute dazu, sich intensiv mit den Annahmen und den daraus resultierenden Folgen der Theorie der Schweigespirale auseinanderzusetzen (vgl. Bonfadelli/Wirth 2005: 590). Es gibt nur wenige Theorien in der Medienwirkungsforschung, die so umstritten und stark diskutiert worden sind wie die Theorie der Schweigespirale. Noelle-Neumann ging davon aus, dass Medien sofort und direkt auf die Rezipienten einwirkten so "als würde ihnen eine Spritze gesetzt". (Noelle-Neumann 1994: 521) Diese eminente Äußerung illustriert besonders welch radikale Umwälzung in der Kommunikationswissenschaft stattfand - weg von der Ohnmacht, hin zur Allmacht der Medien. Das Werk Noelle-Neumanns 'Die Schweigespirale - öffentliche Meinung - unsere soziale Haut', das in den 1970er Jahren entstand, wurde innerhalb der Scientific Community einerseits als revolutionäre Theorie der öffentlichen Meinung und andererseits als absurd bezeichnet. Mit Hilfe dieses Konzepts versuchte die Wissenschaftlerin in ihren populären Publikationen die Entstehung der öffentlichen Meinung und den Zusammenhang zur Massenkommunikation zu erklären. Dabei war die Definition der öffentlichen Meinung eine wichtige Prämisse, um den sozialpsychologischen Prozess der Schweigespirale zu verstehen (vgl. Schenk 1987: 526). Hierbei wurden auch Disziplinen wie die Soziologie, Politologie und andere Sozialwissenschaften in das neue Konzept mit eingebracht. Noelle-Neumann geht in ihren Arbeiten sowohl auf das Publikum als Rezipienten, als auch auf den Einfluss von Kommunikatoren und Medien ein und initiiert besonders dadurch eine heftige internationale Debatte um die Validität ihrer Theorie. (Vgl. Deisenberg 1986: 51ff.) Aufgrund der enormen Skepsis, die bis heute an der Theorie der Schweigespirale geäußert wird, ist es Ziel dieser Arbeit, sich kritisch mit den Hypothesen der Schweigespirale auseinanderzusetzen.
Die selbstbewusste Frau in der Moderne - ein inhaltsanalytischer Vergleich der Frauenbilder in Frauenzeitschriften
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,5, Fachhochschule des Mittelstands, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Mann ist in der Krise. Er habe keine feste Rolle mehr, so der Tenor deutscher Medien, sei zwischen der Variante des harten Gewinner-Typus und dem neuen emotional emanzipierten Mann, der auch mal Elternzeit nimmt, hin und her gerissen. Über die Frau und ihre Rollenkonflikte spricht man kaum mehr. Die Frau von heute, so scheint es, ist verdammt selbstbewusst: Sie studiert was ihr gefällt, verdient ihr eigenes Geld und macht auch sonst was ihr Spaß macht. Es wird so getan, als könne sich eine junge Frau heute einfach aus einer Vielzahl von Möglichkeiten eine passende Identität zusammenschneidern. Aber wie selbstbewusst ist der Großteil junger Frauen heute wirklich? Und wie selbstbewusst sind die Bilder der Frauen, die Ihnen von den Titeln der Frauenzeitschriften entgegen strahlen? Nimmt man an, dass Frauen sich in ihrem Verhalten und zur Identitätsbildung an den Medien orientieren, dann spielt das Bild, das Frauenzeitschriften wie Brigitte mit einer Auflage von circa 1725.600 verkauften Exemplaren von Frauen kreieren, für die Entfaltung und das Selbstverständnis von Frauen eine große Rolle. Emma, die wohl bekannteste feministische Zeitschrift in Deutschland, hat nach eigenen Angaben eine deutlich niedrigere Auflage von 45.882 verkauften Exemplaren.2 Die Frauenbilder der beiden Zeitschriften zu vergleichen, soll Anliegen dieser Arbeit sein. Im theoretischen Teil wird das Frauenbild in seinen spezifischen Bereichen näher untersucht. Feministische Literaturquellen unterschiedlicher Strömungen sollen gegenüber gestellt werden. Damit möglichst viele Thesen in die Arbeit einfließen können, liegt der Fokus auf den Kernaussagen der Werke.Der praktische Teil bezieht sich konkret auf die Frauenbilder in den beiden Zeitschriften Brigitte und Emma, deren Inhalt analysiert und verglichen wird. Um einen möglichst tiefgehenden, differenzierten Eindruck der Zeitschriften zu gewinnen, wird jeder Artikel und jede Werbeanzeige beider Zeitschriften qualitativ und quantitativ untersucht. Aus Zeitgründen kann dies nur über die Zeitspanne eines Jahres erfolgen. Um die Arbeit möglichst aktuell zu halten, soll das Jahr 2008 untersucht werden.
Die ästhetische Hervorbringung und Verfügung von Kommunikationsmedien in Christopher Nolans "Interstellar" am Beispiel von Niklas Luhmanns "Theorie zum Liebesmedium"
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Universität Paderborn, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem grundlegenden Theorem des Bielefelder Soziologen Niklas Luhmann: Kommunikation ist unwahrscheinlich, durch Medien wird sie wahrscheinlicher. Ganz abgesehen von der Unwahrscheinlichkeit, lebend in einem schwarzen Loch in die Vergangenheit zu kommunizieren, befindet sich Cooper räumlich und zeitlich so weit entfernt von Murph, dass eine erfolgreiche Kommunikation selbst mit technischen Hilfsmitteln aussichtslos erscheint. Doch was Cooper hier als Lösung andeutet, ist nicht allein das Fatum der Liebe, sondern vor allem dessen mediale Bewandtnis, durch die sie seine Botschaft trotz der Hürden erhält. Wie das in "Interstellar" auf ästhetische Weise gelöst wird, lege ich in dieser Arbeit dar.Als Bezugstheorie dient mir jene der symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien Luhmanns, bei der ich dessen populär gewordene Ausprägung zum Liebesmedium herausgreife. Allerdings lasse ich die kulturell hervorgebrachte Liebessemantik der Passion - jene, die Luhmann in Paarbeziehungen ausmacht - beiseite, dies zum einen. Zum anderen gehe ich vorwiegend auf die Grundlegung in den sogenannten organischen Letztgarantien, ihrer symbiotischen Bewandtnis wie auch interaktionellen Bezugnahme ein. Unter Zuhilfenahme dieses Instrumentariums zeige ich auf, wie Interstellar Cooper und Murph über weite Strecken auf poetische Weise miteinander verbindet. Dabei wird im gleichen Zuge ein Medium hervorgebracht, das sich dem Selbsterhalt widmet und anschließend jenes der Liebe enthüllt.Eine Besonderheit dabei ist, dass es hier entgegen der literarischen Untersuchungen Luhmanns nicht um Liebespaare innerhalb einer komplexer werdenden und funktional differenzierten Gesellschaft geht, sondern um eine Eltern-Kind-Beziehung, die sich der Herausforderung einer ungewiss langen Trennung durch eine nahende Existenzbedrohung stellt. Dies stellt die Theorie vor Fragen der angemessenen Adaption, doch darauf gehe ich am Ende der nachfolgenden system- und kommunikationstheoretischen Erklärungen zu Luhmann ein.
Formen der Unruhe: Einblick
Grundbegriffe der Medienethik
Grundlagen der Mediensemiotik
Haben Sach- und Beziehungsebene Bedeutung für die Moderation? Kommunikationstheorien nach Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thun
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,3, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Veranstaltung: Gesprächsführung und Moderation in Gruppen und Teams Modul 10, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage: "Inwiefern sind die Sach- und Beziehungsebene in der Kommunikation bedeutend für eine Moderation?". Oftmals hört man in Hinsicht auf die zwischenmenschliche Kommunikation den Vorwurf, ein Gesprächspartner könne sein Gegenüber nicht verstehen. Der Sender ist verwundert, dass die Mitteilung nicht bei dem Empfänger ankommt, wie sie durch ihn oder sie intendiert war.Zu Beginn soll der Begriff der Kommunikation definiert werden, um einen Einstieg in das Thema zu vermitteln. Demnach wird im ersten Teil dieser Arbeit erläutert, welche die Funktionen von Kommunikation sind, inwiefern sie angewendet wird und welchen etymologischen Ursprung der Begriff beinhaltet.Anknüpfend an die Begrifflichkeit wird im nächsten Teil ein kurzer Ausblick zu Kommunikationstheorien gegeben, um in dem anschließenden Verlauf näher auf zwei Kommunikationstheorien einzugehen. Hierbei beschränkt sich diese Arbeit auf die Kommunikationstheorien von Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thun.Zu Beginn der beiden Abschnitte werden zunächst einleitend die für diese Arbeit bedeutsamsten, biographischen Daten zu den beiden Kommunikationsforschern benannt. Infolgedessen wird die Watzlawicksche Theorie und deren Entstehung kurz erläutert, um anschließend die fünf Axiome darzustellen, die dessen Kern bilden. Gefolgt auf die Kommunikationstheorie von Watzlawick, wird im nächsten Abschnitt das "Kommunikationsquadrat" von Friedemann Schulz von Thun dargestellt.Nachdem die zwei Theorien umfassend vorgestellt wurden, wird ein Überblick geschaffen, der Moderation in ihren wesentlichen Aufgaben und Funktionen darstellt. Dieser Überblick beschreibt die Bedeutsamkeit der Sach- und Beziehungsebene und inwieweit diese zwei Ebenen in der Moderation umgesetzt werden. Abschließend folgt das Schlusswort, welches die problemfragebezogenen Aspekte explizit rekapituliert.
Inhaltsanalyse
Die Inhaltsanalyse für Einsteiger erklärt.Patrick Rössler führt Schritt für Schritt und anhand einer Beispielstudie in das Handwerk der quantitativ-standardisierten Inhaltsanalyse ein. Ein Muster-Codebuch mit entsprechenden Kategorien dient dabei als Prototyp für eigene Untersuchungen.Die dritte Auflage wurde grundlegend überarbeitet und um Kapitel zur automatisierten Inhaltsanalyse sowie zur Forschungsethik erweitert.Das im Buch genannte Codebuch ist im Online-Shop unter Zusatzmaterial verfügbar. Der im Buch angegebene Link ist leider nicht richtig.utb basics - Lehrbücher mit einem klaren Konzept:- Merksätze, Definitionen und Beispiele erleichtern das Lernen- im Glossar werden wichtige Fachbegriffe erklärt- ideal für die Prüfungsvorbereitung im Haupt- und Nebenfach
Kommunikationstechniken und Tools
Kulturindustrie der Massen. Ein Blick der Kritischen Theorie auf das Internet
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,7, Universität Leipzig (Journalistik), Veranstaltung: Staat und Medien, Sprache: Deutsch, Abstract: Beim Lesen Adornos und Horkheimers "Dialektik der Aufklärung" und insbesondere des Kapitels über die Kritik der Kulturindustrie, knüpfen sich wie von allein Assoziationen zu den heutigen Verhältnissen. Die massenhafte Produktion kultureller Güter scheint, besonders unter den Tendenzen globaler Ausbreitung von riesigen Medienunternehmen, noch lange nicht an ihre Grenzen gestoßen zu sein. In den Fernsehsessel gepresste Zuschauer die sich von einem Programm nach dem anderen berieseln lassen und die Zeit vergessen, die sie sich dem passiven Amüsement hingeben; In Zielgruppen aufgeteilte Konsumentenmassen mit verkümmerten Sozialbeziehungen, die sich in der Gemeinschaft ihrer Fernsehhelden am ehesten wohl fühlen; Die unterschwellige Wirkung der Werbeeinblendungen - Solche Worte klingen natürlich in unseren Ohren. Allerdings ist auch die Frage berechtigt, ob sich nicht seit der Mitte des letzten Jahrhunderts einiges geändert hat? Es ist das Internet, welches in zunehmendem Maße die Kultur nicht nur der westlichen Welt bestimmt. Doch die neuen Plattformen lassen die Kulturproduktion in einem ganz anderen Licht erstrahlen. Plötzlich sind es die Konsumenten selbst, die gestallten. Video- Musik- und Fotoportale, Chats, Blogs, und Diskussionsforen sprießen aus den Datenleitungen. Schnell ist man dabei die Unabhängigkeit von den kommerziellen Zentren zu feiern und Potentiale politischer Partizipation und Emanzipation auszurechnen. Doch werden hier nicht zu leichtfertig die Nachteile und Gefahren der allgemeinen Vernetzung unter den Tisch gekehrt?In dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit sich das Internet als eine Ausbreitung politischer und wirtschaftlicher Imperative und als Zuspitzung des Rationalisierungs-Projekts der Moderne bei gleichzeitiger Verblendung der Widersprüchlichkeit zur menschlichen Natur auffassen lässt. Hierzu sollen Modelle hauptsächlich der Kritischen Theorie vorgestellt und in Bezug auf das Internet reflektiert werden.
Luhmann leicht gemacht
Marshall McLuhan "Das Medium ist die Botschaft". Diskussion einer grundlegenden These der Medientheorie im 20. Jahrhundert
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Professur für Vergleichende Bildtheorie), Veranstaltung: Bild- und Medientheorie: Einführung in die Medientheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Medien sind - das ist eine von Marshall McLuhans grundlegenden Ansichten - Ausweitungen des Körpers, Technologien, Werkzeuge, Artefakte, die die Möglichkeiten des Menschen, seine Wahrnehmungsfähigkeit, seine Macht sowie seine Schnelligkeit steigern. Diese Begrifflichkeiten haben die damalige Zeit geprägt und viel Nachdruck hinterlassen. Doch kann man diese auch auf unser heutiges "Medienzeitalter" übertragen? Wie stark haben die Medien die Gesellschaft geprägt? Ist der Inhalt der Medien wirklich so trivial? Kann man heute noch zwischen heißen und kalten Medien unterscheiden?In dieser Arbeit möchte ich einige ausgewählte Thesen von McLuhan in Anlehnung an diese Fragen untersuchen. Dazu beziehe ich mich auf die ersten beiden Kapitel seines wohl bekanntesten Werkes "Die magischen Kanäle: Understanding Media" von 1964. An Hand des ersten Kapitels "Das Medium ist die Botschaft" werde ich die Bedeutung des Inhaltes für die Wirkung der Medien diskutieren, sowie die Frage, ob Medien eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen oder der Mensch die kompletten Möglichkeiten seiner eigenen Kreationen sogar selbst behindert.Im Anschluss daran werde ich mit dem zweiten Kapitels "Heiße Medien und kalte" als Grundlage die Unterscheidung in diese zwei Termini in Bezug auf ihre Gültigkeit analysieren und die unterschiedlichen Wirkungen heißer und kalter Medien (ebenfalls in Hinsicht auf den bisherigen verschiedenen zeitlichen Etablierungsphasen der einzelnen Medien) diskutieren. Doch zu allererst sollte McLuhans Theorie kurz dargestellt werden.
Nachrichtenwert-Theorie
Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Universität Leipzig, Veranstaltung: Massenmedien und Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit stellt die Nachrichtenwert-Theorie vor. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten Forschungen bis 1999. Dabei berücksichtigt sie sowohl die Auswirkungen der Theorie auf die Arbeit von Journalisten als auch den Zusammenhang zwischen Nachrichtenwert und Rezeption und sie erwähnt mögliche Folgen für das politische System. Behandelt werden vor allem die umfangreichen Thesen von Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge und ihre wichtigsten Kritiker wie Karl Eric Rosengren, Winfried Schulz und Joachim Friedrich Staab. Letzterer versuchte, das apolitische Modell der Nachrichtenwerttheorie in das Konzept der "Instrumentellen Aktualisierung" von Hans Mathias Kepplinger zu integrieren. Er vermutete, dass Journalisten einigen Ereignissen Nachrichtenwert zuschreiben, um damit ihre subjektive Auswahl zu legitimieren. Ergänzend zur Überblicksdarstellung wird im letzten Kapitel dargelegt, inwieweit sich die Thesen der Sozialwissenschaftler in einer Auswahl journalistischer Lehrbücher wiederfinden.
Parodie trifft Filmtheorie
Was ist Realismus?
Zeitgenössische Mythen und ihre gesellschaftliche Konstruktion, Rezeption und Funktion - Das Bildnis Che Guevaras
Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichte der Menschheit ist eine rekonstruierte, denn sie ist immer etwas Vergangenes und darum als ein Faktensystem schwer zu überprüfen. Erst im Nachhinein kann sie durch Quellen rekonstruiert werden. In der zeitgenössischen Gesellschaft existiert durch die Massenmedien eine scheinbare lückenlose Dokumentation der zeitgeschichtlichen Ereignisse. Dabei wird jedoch oft die Manipulierbarkeit dieser Medien und die subjektive Bezugnahme auf das jeweilige Objekt übersehen. Die Wirklichkeit und Realität, die über Printmedien oder Fernsehen vermittelt wird, empfinden die Rezipienten als natürlich und objektiv. Insbesondere Fotografien gelten als Abzüge des Realen. Doch handelt es sich wirklich um dokumentiertes Zeitgeschehen? Oder konstruieren wir anhand dieser Symbole nur Mythen, die sich in der wiederholten Rezeption von Generation zu Generation weiter verfestigen, bis wir sie als natürliche Wertesysteme und Wahrheiten auffassen? In unserem sozialen Umfeld werden bestimmte Fotos von derselben Person oder dem gleichen Ereignis vor allem in den Medien gehäuft gezeigt und wiederholt rezipiert. Sie stellen ein Symbol mit einer Bedeutung dar und meist zeigen sie Personen oder geschichtliche Ereignisse, die wir umgangssprachlich als Mythos bezeichnen. Dabei ist dieses Foto eigentlich nur ein historisches Dokument, nicht mehr und nicht weniger. Doch diese speziellen Bilder erhielten einen Sonderstatus im kollektiven Gedächtnis. Warum werden genau diese Bilder ein mythisches Symbol? Um dieses Phänomen zu erklären verdeutliche ich in dieser Arbeit, dass die zeitgenössische Gesellschaft nach wie vor eine mythische ist.Die Massenmedien haben in der Moderne zu einem großen Teil die Funktion der Mythen in der antiken Gesellschaft übernommen.Diese These gilt es theoretisch mit der Mythentheorie Roland Barthes zu belegen und anhand eines Beispiels, einer mythischen Aussage in symbolischer Bildform, dem meistreproduzierten Bild der Welt, Che Guevara, praktisch zu verdeutlichen. Die Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit gesellschaftlicher Werte und die allgemeine Akzeptiertheit kultureller Symbolsysteme möchte ich mit diesem Beispiel hinterfragen. Im praktischen Teil der Arbeit wird mit Hilfe der Symboltheorie Nelson Goodmans ergänzend eine subjektive Bezugnahme auf das Che Guevara Porträt geleistet und seine ikonischen Eigenschaften analysiert. So werde ich den metaphorischen Ausdruck des Bildes interpretieren, der ihm seinen mythischen Sonderstatus verschafft hat.
Über Pawel Florenski. Zentralperspektive als Dressur der Wahrnehmung?
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Medienwissenschaften), Veranstaltung: PS Bild- und Wahrnehmungsgeschicht, Sprache: Deutsch, Abstract: Einer Selbstbeschreibung Florenskis lässt sich entnehmen, dass er seine Lebensaufgabe als "Wegbereitung einer künftigen ganzheitlichen Weltanschauung" versteht. Hierbei ist ihm die Stellung des Glaubens wichtig, der als Quelle von Weltverständnis und Kultur den Kampf gegen Chaos und Tod (Nivellierung der Welt) erst ermöglicht. Florenski gilt heute als Bindeglied zwischen Tradition und russischer Avantgarde. Schon John Locke hält 1690 in "An Essay Concerning Human Understanding" fest, dass unsere Wahrnehmung der Dinge nicht an die Gegenstände selbst gekoppelt ist, sondern durch uns erzeugt wird. Wir nehmen war und bilden Ideen von den Gegenständen in unserem Bewusstsein. Der Interpretationismus, entstanden im 18. Jahrhundert, beschreibt weiterhin ein Modell, nach dem sich unsere Wahrnehmung aus einer sinnlichen Empfindung einerseits, als auch als einem interpretativen Teil andererseits zusammensetzt. Die Interpretation der Empfindungen ist für jeden Menschen auf Grund seiner individuellen Erfahrungen verschieden. Diese Unterschiede wiederum, glauben Wahrnehmungsforscher, variieren unter den einzelnen geschichtlichen Epochen systematisch. Aufschlüsse über das Ausmaß und den Charakter dieser Entwicklungen kann uns die Kunst geben. In Gemälden der Meister von damals lassen sich ihre Vorstellungen von Raum und ihre Art wahrzunehmen, die in einer bestimmten Weltanschauung gipfeln, ablesen. Aus diesem wahrnehmungsphilosophischen Blickwinkel soll nun der Text "die umgekehrte Perspektive" von Pawel Florenski beleuchtet werden. Florenskis Argumentation illustriert einen Verfall der Realitätswahrnehmung einer ganzen Gesellschaft, durch die Entwicklung der Zentralperspektive in der Kunst. Das euklidische Raumverständnis und die kantische Weltanschauung führen zum materialistischen Weltbild, das das lebendige der Welt verkennt. Der neue Mensch erst ist der Gefangene in Platons Höhle, der nicht den Ursprung der Schatten an der Wand erkennen will. In seiner Abhandlung gibt Florenski einerseits einen Überblick über verschiedene Darstellungsverfahren der Kunstgeschichte, andererseits argumentiert der Mathematiker, Philosoph und schließlich Theologe und Priester mit Wissen aus Physik und Psychologie gegen die zur damaligen Zeit vorherrschende Überzeugung einer inneren Verbundenheit der Zentralperspektive als Darstellungsform mit der natürlichen Wahrnehmung des Menschen. .