Neuzeit bis 1918
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"Für Thron und Altar!". Die Französische Revolution und ihre Gegner
Skript aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, , Veranstaltung: Vorlesungsreihe, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieses Skript zur Vorlesungsreihe gibt einen Überblick über die intellektuellen Gegner der Französischen Revolution, wobei auf die vier Figuren fokussiert wird: Edmund Burke, Joseph de Maistre, Chateaubriand, und Karl Ludwig von Haller. Nebst einem biographischen Abriss zu jeder Figur findet hier eine Auseinandersetzung mit ihren Ansichten und Argumenten gegen die Französische Revolution statt. Diese werden in einem weiteren Kontext eingebettet.
'Die Aufklärung geht Baden.'
'Mitten im Frieden überfällt uns der Feind'
1806. Als die Preußen und Sachsen vor Napoleon flohen
Der Flucht Tausender Preußen und Sachsen im Herbst 1806 nach dem Desaster bei Jena und Auerstedt dauerte drei Wochen und spielte sich zwischen Saalburg und Prenzlau und weiter westlich bis Lübeck und Ratekau ab. Es gab viele kleine Gefechte und Scharmützel. Wenn man sich vorstellt, dass die Soldaten nach jenem 14. Oktober teils über 400 Kilometer zu Fuß, ohne vorbereitete Versorgung, unter schlechter Führung, bei kalter Jahreszeit und immer die Franzosen auf den Fersen, zurückgelegt haben, ist das schon eine große Leistung gewesen. In den meisten Orten ist die Erinnerung daran schlicht verloren gegangen. So gibt es nicht allzu viel Literatur darüber wie über die großen Schlachten. Aber Enthusiasten um Stefan Hückler haben in den letzten Jahren Pionierarbeit wider das Vergessen geleistet.
1813 - Mit Napoleon in der Völkerschlacht
Sechs Tage im Oktober 1813 führten zum Ende der Napoleonischen Vorherrschaft in Europa. Die Faszination der dann so genannten Völkerschlacht lag nicht nur in der Masse der aufmarschierten Armeen. Es waren die Hunderttausende mit einer bislang noch nie dagewesenen Vielfalt ihrer Herkunftsländer. Erinnerungen zeichnen das Bild des kriegerischen Ereignisses. Sie wurden hinterlassen von Verbündeten Napoleons und berichten über die oft letzten Einsätze an der Seite der Franzosen für ihren Kaiser.
Abraham Lincoln
Abseits der Politik. Tanzte sich der Adel in den Abgrund?
Absolutismus auf Landesebene
Agrarmärkte und Agrarproduktion im Deutschen Reich 1871 bis 1913
Fachbuch aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: Stellen Sie sich vor, Sie reisen zurück in das Deutschland des Kaiserreichs, eine Ära des Wandels und der rasanten Industrialisierung, in der die Landwirtschaft ein entscheidender, aber oft übersehener Wirtschaftsfaktor war. Dieses Buch enthüllt eine detaillierte Analyse der deutschen Landwirtschaft zwischen 1871 und 1913, einer Zeit, die von Agrarkrisen, protektionistischer Getreidezollpolitik und dem Aufstieg neuer Technologien geprägt war. Die vorliegende Studie unterzieht die bisherigen Berechnungen von Wirtschaftshistorikern wie Hoffmann und Heese einer kritischen Revision und bietet eine Neubewertung der ökonomischen Entwicklungslinien. Im Fokus stehen die Agrarmärkte, die pflanzliche und tierische Agrarproduktion, die Preisentwicklung von Getreide, Fleisch und Milchprodukten, sowie die komplexen Marktstrukturen, die durch den zunehmenden Außenhandel und die beginnende Globalisierung beeinflusst wurden. Ein besonderes Augenmerk gilt den regionalen Differenzierungen innerhalb des Deutschen Reiches, die durch unterschiedliche Bodenpreise, Pachtpreise und Besitzgrößenstrukturen entstanden sind. Die Analyse der Produktionskosten, einschließlich der Ausgaben für landwirtschaftliche Maschinen, Düngemittel und Arbeitslöhne, ermöglicht ein umfassendes Bild der Rentabilität der Landwirtschaft und der sozialen Lage der Landbevölkerung. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Agrarpolitik auf die wirtschaftliche Entwicklung untersucht, insbesondere die Rolle der Getreidezollpolitik und deren Einfluss auf die Agrarkrise und die Einkommensverteilung. Die Studie beleuchtet auch die gesellschaftlichen Kosten dieser Politik und die politischen Auseinandersetzungen um die Agrarfrage. Mit Hilfe detaillierter statistischer Daten und neuer methodischer Ansätze werden die ökonomischen Entwicklungslinien der deutschen Landwirtschaft im europäischen Kontext analysiert, wobei auch die Rolle der Marktintegration und der Globalisierung berücksichtigt wird. Abschließend werden die Ergebnisse in Bezug auf die Lebensbedingungen der Landbevölkerung, die Verschuldung der Landwirtschaft und die sozialen Folgen der Agrarkrise bewertet, um ein differenziertes Bild der wirtschaftlichen und sozialen Realitäten im deutschen Kaiserreich zu zeichnen. Schlagworte wie Agrarmärkte, Agrarproduktion, Deutsches Reich, 1871-1913, Hoffmann, Heese, Getreidezollpolitik, Fleischmarkt, Milchwirtschaft, Produktivität, regionale Differenzierung, Agrarkrise, Außenhandel, Kosten der Agrarpolitik, Bodenpreise, Pachtpreise, Zwangsversteigerungen, landwirtschaftliche Maschinen, Arbeitskosten, Lohnentwicklung, Marktintegration und Globalisierung umreißen das Themenspektrum dieser umfassenden Analyse.
Alcune considerazioni sull'opera storica di William Robertson
Master's Thesis from the year 2013 in the subject History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization, Università degli Studi di Milano, language: Italian, abstract: La tesi riguarda uno degli storici più importanti della Scozzia del Settecento, William Robertson. Nel suo lavoro breve, Philippe Wesquet cerca di illustrare qual'è l'importanza della storia e di uno storico come William Robertson. Il lavoro è centrato sulle opere principali di Robertson e sul significato per il loro tempo e il mondo di oggi. Wesquet si assume il difficile compito di analizzare in una stessa opera la caduta dell'Impero romano, la nascita del mondo medievale, l'espansione europea e il culmine dell'Illuminismo nella rivoluzione francese per mostrare quali sono le caratteristiche principali della storia europea. Egli evidenzia un fattore meno considerato nella storia che riguarda la sparizione del mitraismo, culto iniziatico dell'Impero romano alla fine dell'esistenza dell'Impero romano d'Occidente e la riapparenza sulla scenza della storia della massoneria nell'Europa del Settecento. La tesi "Alcune considerazioni sull'opera storica di William Robertson" cerca un collegamento tra entrambi i periodi, e mette alla luce uno storico illuminato che venne riscoperto negli anni 60.
Als die Portugiesen, Spanier, Italiener und Kroaten für Napoleon fochten
Napoleons Armee bestand bei weitem nicht nur aus Nationalfranzosen, sondern spiegelte die Vielfalt und Größe Europas wider. Zwischen 1805 und 1815 gab es lediglich mit Schweden, Großbritannien und Russland drei Staaten, die keine Soldaten für die Grande Armée stellten. Erinnert wird an Truppen aus dem Süden Europas, die gemeinsam mit den Franzosen über Jahre in den verschiedensten Schlachten kämpften. Das beginnt mit der Portugiesischen Legion, setzt sich mit der Spanischen Armee des Königs Josephs fort, streift das gleichnamige Regiment und betrachtet die Truppen der Königreiche Italien und Neapel. Schließlich kommen Kroaten aus den zu Frankreich gehörenden Illyrischen Provinzen zu Wort, die in Russland und der Völkerschlacht ihren Mann standen.
Als die Thüringer für Napoleon fochten
In den Jahren 1807 bis 1813 kämpften an der Seite Napoleons Soldaten aus dem heute bekannten Thüringen. Seinerzeit rekrutierten sich die Truppen aus verschiedensten Ländern der Region, so klein auch manche anmuteten. Im Rheinbund waren sie vereint. Die Königreiche Sachsen und Westphalen hielten damals ebenfalls nicht unerhebliche Thüringer Gebiete in ihrer Verantwortung. Neben den Albertinischen Sachsen waren Sachsen der Ernestinischen Herzöge, die Schwarzburger und die Reußen in Spanien, in Tirol, in Russland und zuletzt in deutschen Festungen Teil der Grande Armée.
An den christlichen Adel deutscher Nation. Von der Freiheit eines Christenmenschen. Sendbrief vom Dolmetschen
Martin Luthers Reformationsschrift 'An den Christlichen Adel teutscher Nation' thematisiert das Verhältnis der christlichen Kirche zur weltlichen Herrschaft. In der sogenannten Adelsschrift ist auch die These vom Priestertum aller Gläubigen enthalten. Erläuternde Anmerkungen und ein Nachwort von Armin Kohnle runden diese kritische Ausgabe ab.
Auffällige Religiosität: Gebetsheilungen, Besessenheitsfälle und schwärmerische Sekten in katholischen und reformierten Gegenden der Schweiz
Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: magna cum laude, Universität Luzern (Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Studie beschäftigt sich mit Seherinnen und Sektierern, Neutäufern und Neugläubigen, mit Gebetsheiler und vom Teufel besessenen Frauen in katholischen und reformierten Gegenden der Zentral- und Ostschweiz. Für diese den üblichen Rahmen sprengende Religiosität wurde der Begriff der "auffälligen Religiosität" eingeführt. Das 19. Jahrhundert vollzog inhaltlich aufgrund der Industrialisierung und Modernisierung, Demokratisierung und Nationalisierung sowie der Säkularisierung einen Umbruch gegenüber der Tradition. Die untersuchten auffällig religiösen Phänomene waren sicher nicht Ausdruck einer alltäglichen Religiosität einer breiten Bevölkerungsschicht. Doch existierten vermeintlich vormoderne magisch-religiöse Weltsichten neben den modernen aufgeklärt-zweckrationalen weiter. Obwohl Entkirchlichungsprozesse zu Beginn des 19. Jahrhunderts unbestreitbar stattfanden, sind sie nicht mit einem Nachlassen der individuellen Religiosität gleichzusetzen. Die Untersuchung gibt einen guten Einblick in die religiöse Praxis gesellschaftlicher Randgruppen, in denen Frauen eine grosse Präsenz hatten. Bemerkenswert ist, dass sich Gemeinsamkeiten in den religiösen Grundbedürfnissen auffällig religiöser Personen katholischer wie reformierter Konfession finden lassen. Beispielsweise stellt die persönliche Frömmigkeit einen solchen Aspekt dar. Dieses Bedürfnis konnten auffällig religiöse Personen dadurch stillen, dass sie sich dem neu konstituierenden Ultramontanismus zuwandten oder einem evangelikalen Erweckungswerk anschlossen. Der Glaube, dass der Teufel die Ursache für körperliche oder seelische Krankheiten ist, also direkt ins diesseitige Leben eingreift, bildet einen weiteren Aspekt. Dieser Glaube gründet noch stark auf das barocke Weltbild und er ist auch dem buchstäblichen Bibelverständnis der Erweckungsbewegung nicht fremd.
August 1914
Der Klassiker der zweifachen Pulitzer-Preisträgerin In ihrem bekanntesten Buch verzeichnet Barabara Tuchman, die Grande-Dame der amerikanischen Geschichtsschreibung, all die Fehleinschätzungen und Verblendungen, mit denen die Staatsmänner und Generäle in den Ersten Weltkrieg marschierten. Barbara Tuchman schreibt an den Fakten und Dokumenten entlang und kommt zu der unwiderlegbaren Feststellung, soweit es sich um den Ersten Weltkrieg handelt: Wer sich auf den Krieg als politisches Mittel einläßt, kommt darin um. In Europa gingen, nach dem berühmten Diktum, im August 1914 die Lichter aus. Ein grandioses Stück narrativer Geschichtsschreibung, das nach wie vor als der Klassiker zur Geschichte des Ersten Weltkriegs gilt.
Berliner Salons und Londoner Kaffeehäuser im Vergleich (1780-1830)
"Geselligkeit ist über die gesamte europäische Kulturgeschichte hinweg ein menschliches Grundbedürfnis gewesen." [...] Berlin um 1800 war bestimmt von kulturellen und politischen Umbrüchen. Das Aufkommen einer Nationalliteratur und die napoleonische Besatzung prägten die Entwicklungen der Stadt nachhaltig. Diese unruhige Zeit ebnete den Weg für die Salons der Henriette Herz und Rahel Levin Varnhagen. Die Londoner Kaffeehäuser kristallisierten sich bereits 100 Jahre zuvor ebenfalls im Zuge von politischen Umbrüchen, z.B. denen der Glorreichen Revolution 1688, heraus. Beide Erscheinungen werden in dieser Arbeit gegenübergestellt. Dazu wird die Technik des historischen Vergleichs herangezogen, wobei zuerst die Berliner Salons und im Anschluss daran die Londoner Kaffeehäuser genauer betrachtet werden. Die Berliner Salons werden dabei deutlich ausführlicher untersucht, da sich aus dieser Thematik vergleichsweise mehr Problemfelder ergeben werden, welche eine intensivere Auseinandersetzung erfordern. Der dem Thema zugrundegelegte Zeitraum von 1780 bis 1830 bezieht sich in erster Linie auf die Berliner Salonkultur. Die Blütezeit der Londoner Kaffeehäuser ist ungefähr in der Zeit zwischen 1680 und 1729 anzusiedeln. Trotz der zeitlichen Diskrepanz soll hier der Versuch unternommen werden, die beiden kulturellen Phänomene miteinander zu vergleichen.[...]In Kapitel VI werden dann die Erkenntnisse der Untersuchungen zu den Berliner Salons und den Londoner Kaffeehäusern in dem Versuch einer Synthese zusammengeführt. Im Zentrum der Untersuchung der Salon- und Kaffeehauskultur stehen Fragen bezüglich der Bedingungsfaktoren der Entstehung der Institutionen, des aufkommenden literarischen und kulturellen Interesses des Besucher hinsichtlich eines gemeinsamen Austausches sowie der sozialen Zusammensetzung des Publikums. Die Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden steht dabei im Mittelpunkt des Interesses.[...]Weiterhin sollen beide Einrichtungen hinsichtlich ihrer Position zwischen Privatheit und Öffentlichkeit untersucht werden. So empfingen die Salonnièren ihre Besucher in ihren privaten Häusern, die Kaffeehausbesucher hingegen verließen diese zwecks des geselligen Austausches. [...]Über alldem schwebt zusätzlich die Frage danach, inwiefern die beiden Thematiken überhaupt vergleichbar sind. [...]
Bismarck
Otto von Bismarck (1815-1898) ist die wohl wichtigste Gestalt der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Der ostelbische Junker übernimmt 1862 unter ungünstigsten Umständen das Amt des preußischen Ministerpräsidenten, führt mit zwei Kriegen die kleindeutsche Reichsgründung herbei und gestaltet bis zu seiner Entlassung durch Wilhelm II. 1890 maßgeblich die Innen- und Außenpolitik des Kaiserreichs. Eberhard Kolb schildert anschaulich Bismarcks Lebensweg und beschreibt mit souveräner Kennerschaft die Leistung des Reichsgründers.
Body snatching. Der Leichenraub im 18./19. Jahrhundert in Großbritannien
Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Laufe dieser Seminararbeit sollen die Voraussetzungen für den Aufstieg der body snatcher in Großbritannien, deren Vorgehen, Strukturen und Konkurrenzkampf sowie die öffentliche Reaktion auf deren Verbrechen und die Gründe für das Ende der body snatcher thematisiert werden. Der Versuch sich die Sorgen der Bevölkerung Großbritanniens zwischen den 1750er Jahren und den 1830ern vor Leichenräubern, welche die Grabstätten ihrer Angehörigen schänden könnten, vorzustellen, ist heute fast unmöglich. Nachts trieben Leichenräuber, welche von der zeitgenössischen Literatur unteranderem als "body snatcher, resurrectionist, sack-em-up gentlemen and ghouls" bezeichnet wurden, auf den Friedhöfen Großbritanniens ihr Unwesen, stahlen Leichen und verkauften diese an Anatomieschulen. Eine Art der Beschaffung von Kadavern für Autopsien für reine Bildungszwecke, die insbesondere im 18. Und 19. Jahrhundert in Großbritannien verbreitet war. Die Autopsie zur medizinischen Ausbildung wurde in Großbritannien lange Zeit durch die Legislaturen unterdrückt und erschwert. Währenddessen galten in kontinental Europa für Ärzte und Mediziner keine derartigen Einschränkungen, auch da die medizinische Wissenschaft als wesentlicher Bestandteil für die Verteidigung des Landes angesehen wurde. Im Gegensatz zur Haltung kontinental Europas im Bezug auf die Autopsie wich die Haltung Großbritanniens grundlegend von seinen Nachbarländern ab. Die Autopsie sei unwürdig und sinnlos und würde für die Medizin keine hilfreichen Erkenntnisse bringen. Im 17. Jahrhundert wurden in kontinental Europa für die medizinische Ausbildung regelmäßig Autopsien als Untersuchungs- und Analyseinstrument verwendet. Als Konsequenz war Großbritannien zur Mitte des 18. Jahrhunderts weit hinter den medizinischen Errungenschaften kontinental Europas zurückgeblieben. Der Versuch, durch die vermehrte Gründung von Anatomieschulen in Großbritannien den medizinischen Rückstand aufzuholen, stieß den Aufstieg der body snatcher an. Der Bedarf an Kadavern stieg an, die Verfügbarkeit von diesen jedoch nicht, und so wandte man sich einer anderen Art von Beschaffung von Kadavern zu.
Burschenschaften. Historische Wurzeln und gegenwärtige Entwicklungen
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: sehr gut, Universität Wien, Veranstaltung: Proseminar: Rechtsextremismus und Rechtspopulismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Proseminararbeit über das deutschnationale Korporationswesen in Österreich
Contre Dieu. Opposition gegen die frankophone Reformation in der Stadt Genf im 16. Jahrhundert
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 5.0 (Schweiz), Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit untersucht die Verhältnisse der Stadt Genf im 16. Jahrhundert zur Zeit der Etablierung der frankophonen Reformation. Dabei wird vor allem die Rolle Johannes Calvins behandelt, der selbst in vielen Konflikten involviert war. Dabei soll aufgezeigt werden, mit welchen Widerständen Calvin und die frankophone Reformation im Allgemeinen konfrontiert waren, welche Ursachen den Widerständen zugrunde lagen und wieso es der Reformation unter Calvin und seinen Pastoren dennoch gelang, sich gegen die Opposition durchzusetzen. Demnach folgt die Arbeit der Fragestellung: Welche Kräfte stellten sich Johannes Calvin und der frankophonen Reformation in der Stadt Genf im 16. Jahrhundert entgegen?Ziel der Arbeit ist es, anhand exemplarischen Ereignissen und Personen aufzuzeigen, weshalb sich Oppositionen rund um die Reformation und deren Unterstützer bildeten. Dabei soll veranschaulicht werden, welche Parteien sich gegenüberstanden und aus welchen Motivgründen überhaupt Dispute entstanden. Eine Durchleuchtung der damaligen Rechtsverhältnisse und Ahndungen gegen etwaige Verstöße sollen vermitteln, welchen Einfluss die neuen Gesetze und Ordnungen auf das alltägliche Leben ausübten. Der besondere Fokus soll dabei vor allem auf der Person Johannes Calvin liegen. Auch wenn andere Reformatoren maßgeblich an der Durchsetzung der Reformation beteiligt waren, so sticht er doch als zentrale Figur jener Zeit hervor, die selbst oft in die Konflikte verwickelt war, nicht zu guter Letzt aufgrund seiner Führungsrolle in der Kirche.
Das 19. und 20. Jahrhundert
Die Reihe Orientierung Geschichte ist eine Basisbibliothek für Studienanfänger der Geschichtswissenschaft. Hier finden sie das Rüstzeug für die obligatorischen Einführungskurse in die historischen Epochen und die Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft. Konzentriert auf Europa informiert der Band zum 19. und 20. Jahrhundert über Kolonialismus und Dekolonialisierung, Industrialisierung und sozialen Wandel, Revolutionen und Ideologien.
Das 350. Friedensjubiläum 1998 im Zeichen des europäischen Integrationsprozesses
Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 2,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Institut für Geschichtswissenschaft. Abteilung für Frühe Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte), Veranstaltung: Hauptseminar: Die Feiern zum Westfälischen Frieden in den Städten Münster und Osnabrück (1648-2023), Sprache: Deutsch, Abstract: Wie stellte sich die Ausstellung zum 350. Jubiläum des Westfälischen Friedens mit der Entwicklung in Europa dar? Dabei wird im ersten Teil die Lage in Europa betrachtet, sowohl in ihrer politischen Lage als auch mit der Rezension des Westfälischen Friedens. Im zweiten Teil wird dann das Jubiläum an sich mit Blick auf die Zeitgenossen analysiert.Frieden war und ist immer noch ein freudiges Ereignis, außer man hält sich für den Verlierer des Krieges. Deshalb ist die Verkündigung von Friedensschlüssen für die kriegsleidende Bevölkerung immer ein Grund zum Feiern und im Falle des Westfälischen Friedens hat sich gezeigt, wie langanhaltend solch ein Friedenschluss gefeiert werden kann. Diese Jubiläumsfeiern zeigt dabei immer auch den Zeitgeist der aktuellen Bevölkerung. In Osnabrück wurde der Frieden deshalb schon immer als evangelischer Feiertag zelebriert, in welchem man sich endlich von den strengen katholischen Glaubensbrüdern loslösen konnte. Und im Nationalsozialismus verteufelte man den Frieden als Unterwerfung und Unterdrückung Deutschlands. Mit diesem Ausdruck im Hinterkopf versteht sich auch die 350. Jahresfeier des Westfälischen Friedens als eine gänzlich andere wie jene 50 Jahren davor. Man feierte nicht nur einen Frieden, man feierte das Zusammenrücken Europas, welches mit dem Zusammenschluss in die Europäische Union ihren Höhepunkt zu finden schien, in der die neue Hoffnung auf die außen- und verteidigungspolitische Kompetenz der Gemeinschaft gesehen wurde. Dementsprechend aufwändig und international wurde das Jubiläum gestaltet.In der modernen Politik genießt der Westfälische Frieden durch das erst kürzlich stattgefundene 375-jährige Jubiläum wieder eine große Aufmerksamkeit. Im Zuge des Ukraine Krieges und dem Konflikt im Nahen Osten eignete sich das Jubiläum entsprechend gut, um den eigenen Friedenswillen herauszustellen und nach Lösungen in den Konzepten der Vergangenheit zu suchen. Eine Idee, welche sich auch schon Herrscher der Vergangenheit zunutze machten. Man konnte entweder die eigenen Siege herausstellen oder die Verluste hintenanstellen, gleichzeitig konnten alte Wunden neu aufgerissen werden und ein eigenes Kriegsinteresse als ausgleichende Gerechtigkeit dargestellt werden. Die Friedensfeier ist also nur Krieg mit anderen Mitteln, mit Repräsentation statt Waffen.
Das Basler Avis-Blatt in der Helvetik. Anzeigen als Medium institutioneller Kommunikation zwischen 1796 und 1805
Masterarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 5.5, Universität Basel (Departement Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Basler Avis-Blatt, ein zwischen 1729 und 1844/45 wöchentlich erscheinendes Anzeigenblatt, war ein im Alltag der baselstädtischen Bevölkerung fest verankertes Medium. Die Arbeit untersucht für den Zeitraum 1796-1805 - der letzten Jahre des Ancien Régime -, wie dieses Blatt trotz privater Trägerschaft von den Behörden als halbamtliches Publikationsorgan genutzt wurde. Dabei erweist sich der Begriff der 'institutionellen Kommunikation' für die Analyse der zahlreichen, von den neuen Institutionen veröffentlichten Kleinanzeigen als zielführend. Die politischen, institutionellen und personellen Umbrüche und Kontinuitäten des Untersuchungszeitraums spiegeln sich auch in den 'institutionellen Anzeigen' des Avis-Blatts. Die mediale Etablierung der neuen helvetischen Ordnung schlägt sich in den Anzeigen durch eine an der Französischen Revolution orientierten Semantik nieder und führte zu einer 'Helvetisierung' des Avis-Blatts. In der folgenden restaurativen Phase der Meditation kam es zu einer markanten, für die von Reinhart Koselleck postulierten 'Sattelzeit' typischen Umwertung von Begriffen der revolutionären Semantik wie 'Bürger' oder 'Patriot', die nun konservativ besetzt und umgedeutet wurden. Es zeigt sich, dass auch in dem nicht-redaktionellen Medium institutioneller Kleinanzeigen diese Entwicklungen nachgewiesen werden können.
Das Bismarckreich 1871-1890
Die Bände der Reihe Seminarbuch Geschichte sind speziell für die Anforderungen der neuen BA/MA-Studiengänge an den Hochschulen konzipiert. Sie zeichnen sich durch ihre Perspektivenvielfalt aus und die damit verknüpfte Mischung von inhaltlicher und methodischer Einführung.Jeder Band beleuchtet die jeweils behandelte Epoche aus mehreren Blickwinkeln: Politik / Staat, Wirtschaft / Soziales, Kultur / Kirche, Gesellschaft / Alltag. Ein weiteres Merkmal der Reihe ist ihr Dreiklang aus inhaltlicher Analyse, Forschungsperspektiven und Quellenpräsentation in den einzelnen Kapiteln.Das Layout unterstützt die Darstellungsform, indem es den Leser anhand didaktischer Elemente durch den Text leitet und besonders das Lernen für Prüfungen unterstützt.Der vorliegende Band von Beate Althammer behandelt die deutsche Geschichte während der Reichskanzlerschaft Otto von Bismarcks.