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"Nichts zu sehr"? Die Institutionen der Polis Athen in der Solonischen Nomothesie
Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Alte Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Im 7. und Anfang des 6. Jahrhunderts v. Chr. befand sich die Bürgergemeinschaft der pólis Athen in einer schweren inneren Krise. Die Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsschichten über ihre wirtschaftliche Notlage führte zu Aufruhr (stásis) und bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen. Der Athener Solon (ca. 640-560 v.Chr.) soll seinen Mitbürgern geholfen haben, diese Krise zu überwinden und galt besonders im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. als großer Reformer und "Gesetzgeber" (nomothétes). Sein Reformwerk umfaßte neben der sogenannten "Lastenabschüttelung" (seisáchtheia) auch die schriftliche Fixierung von Rechtssatzungen (thesmoí); diese Maßnahme wird von den antiken Quellen und der modernen Forschung als nomothesía bezeichnet. Die Solonischen thesmoí behandeln eine Vielzahl von Bereichen des antiken Straf- und Familienrechts sowie des öffentlichen Rechts. Daneben wird Solon von den Quellen auch eine Münz-, Maß- und Gewichtsreform und die Ordnung der Bürgerschaft nach Klassen (téle) zugesprochen; beides dürften Bestandteile seiner nomothesía gewesen sein.Da Solon von der Geschichtsschreibung des 4. Jahrhunderts v. Chr. häufig als volksfreundlicher Begründer einer demokratischen pátrios politeía charakterisiert wird, soll in der vorliegenden Arbeit erörtert werden, inwieweit er auch das politisch-institutionelle System der sich noch in der Konsolidierungsphase befindenden pólis Athen neu konstituierte. Reformierte er die überkommene politische Ordnung oder sanktionierte er sie nachträglich? Ausgehend von einer Untersuchung der zugehörigen Überlieferung soll geklärt werden, inwieweit der dem Solon von Clemens von Alexandrien zugesprochene Sinnspruch Medén ágan - "Nichts zu sehr" tatsächlich als Charakteristikum seines Reformwerkes gelten kann. Verteilte er die politische Macht neu oder veränderte Solon "nichts zu sehr"? Wie wirkte sich die politische Reform auf die Teilhabe der einzelnen Bevölkerungsschichten an der pólis aus und welchen Beitrag leistete Solon für die Entwicklung Athens zum demokratischen Bürgerstaat?
"Panem et circenses - Brot und Spiele". Die Macht der römischen Unterhaltungskultur
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Altertumswissenschaften), Veranstaltung: Volk und Volksversammlung in Rom, Sprache: Deutsch, Abstract: "Das römische Volk ist völlig gleichgültig geworden. Früher bestimmte es die Vergabe von Ämtern, Befehlsgewalt und Legionen. Heute besteht darin kein Interesse mehr, das Volk hat nur noch zwei Wünsche: panem et circenses - Brot und Spiele." Mit diesem bekannten Ausspruch setzte der bekannte römische Satiriker, Decimus Iunius Iuvenalis (59-130), nicht nur sich ein Denkmal, sondern er charakterisierte damit auf eindrucksvolle Weise die Situation der römischen Gesellschaft in der Kaiserzeit, die zahlreiche Autoren und Historiker zum Anlass nahmen, sich diesem Thema zu widmen. Doch waren die von Iuvenal angesprochenen Getreidespenden und Spiele, die der römischen Bevölkerung geschenkt wurden, ein machtpolitisches Mittel, das zur Ohnmacht und Trägheit der Regierten führte oder war es ein legitimes Instrument zur Machtsicherung seitens der Regierenden, das auf der Liebe zur Bevölkerung basierte? Diese Fragestellung bildet die Grundlage dieser Arbeit. Dass auch nach über 2000 Jahren die antike Welt immer noch lebendig ist, beweist unter anderem die Tatsache, dass erst vor wenigen Tagen der Film "Gladiator" bei der Oscar Verleihung mehrere Auszeichnungen erhielt. Auch wenn dieses Heldenepos die Vergangenheit in ihrer Sachlichkeit nur wenig berührt und Spezialeffekte das historische Detail und den guten Geschmack unter sich begraben, zog er weltweit Millionen von Zuschauern in die Kinos, die sich auch heute noch für die antike Massenunterhaltung begeistern können.Über 600 Jahre lang erfreuten die grausamen Kampfspiele der Gladiatoren in der antiken römischen Welt ein breites Publikum. Doch wie entstanden diese Kampfspiele, wer führte sie durch und worin bestand ihre große Anziehungskraft, die Tausende von Zuschauern in die Arenen und Amphitheater lockten? Ein Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich eben mit diesem Komplex der Gladiatorenspiele, als ein Mittel der Massenunterhaltung. Dabei steht die Entwicklung der Gladiatorenkämpfe genauso im Mittelpunkt, wie die Kämpfer und die verschiedenen Spiele an sich. Aber auch ein Vergleich zwischen der antiken und modernen Unterhaltungskultur wird gewagt. Doch zuvor wird in einem Kapitel dem ebenfalls im Zitat des Iuvenal erwähnten Problem der Getreideschenkungen in der Antike nachgegangen. Ob beide Bereiche, die Massenunterhaltung und die Getreideschenkungen, letztendlich zur Entpolitisierung der römischen Bevölkerung führten, soll in einem dritten Kapitel diskutiert werden.
"Signis receptis". Die politische Selbstinszenierung des ersten Princeps am Fallbeispiel der verlorenen Feldzeichen
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Entscheidungen bei politischer Selbstinszenierung müssen oftmals ungewisser Natur gewesen sein, da man nur kalkulieren konnte, welche negativen oder positiven Folgen mit einhergingen. Genau die Frage nach einer solchen Ambivalenz der Präsentation des Augustus bildet den Mittelpunkt dieser Arbeit.Dazu wird zuerst untersucht, wie effektive Inszenierung die eigene Position festigen und die öffentliche Meinung programmatisch beeinflussen konnte, welchen Hindernissen Augustus dabei unterworfen war und welche Faktoren ihn beeinflussten. Ob die politische Selbstinszenierung mittels neu etablierter Parolen oder Motive die weitere Politik sowie Selbstdarstellung des Princeps und sogar die der Nachfolger prägen konnte, soll anschließend geprüft werden. Um diese Fragestellung zu bearbeiten, wird das Fallbeispiel der verlorenen Feldzeichen herangezogen, da eine flächendeckende Analyse der augusteischen Repräsentationspolitik den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
Adel und Kavallerie: Die Verbindung zwischen Eliten und Militär während der römischen Republik
Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg, Veranstaltung: Alte Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Lange Zeit war das Phänomen der römischen Kavallerie nur eine Fußnote in der römischen Militärgeschichte. Kein Wunder, denn die Erklärung für die relativ kurze Periode der rein römischen Kavallerieverbände scheint auf einen flüchtigen Blick einleuchtend: Die Römer waren keine besonders guten Kavalleristen und wurden im Zuge der marianischen Reformen zum Wohle des gesamtrömischen Militärapparates durch bessere Kavalleristen ersetzt. Diese gängige These hatte bis 2002 Bestand und wurde, vielleicht mangels Interesse oder gerade ob ihrer bequemen Einfachheit, kaum hinterfragt, obwohl doch deutliche Anzeichen für einen Fehler zu sehen waren. Um nur ein Beispiel zu geben: Die Legionen waren der Römer liebstes Aushängeschild. Sie demonstrierten Macht und Stärke und standen damit für das römische Reich - darin stimmen die meisten, wenn nicht gar alle Autoren einschlägiger Werke zu römischem Heer und römischer Gesellschaft überein. In den meisten dieser Werke lassen sich, wie zum Beispiel bei Bohec oder aber Alföldy, Bemerkungen über eine hohe Wertschätzung der Kavallerie finden. Dominiert von der Idee der "schlechten" römischen Kavallerie lassen sich jedoch bis 2002 allenfalls zaghafte Versuche feststellen dieses Thema tatsächlich zu beleuchten - obwohl es an Ansätzen kaum mangelte!Das aus meiner Sicht bedeutendste Problem der diesbezüglichen Forschung ist aber nicht die dogmatische und damit festgefahrene These einer schlechten römischen Kavallerie, sondern das größtenteils mangelhafte Verständnis der Zusammenhänge zwischen römischem Heer und römischer Gesellschaft. Trotz der guten Ansätze von Gelzer , Alföldy (Andreas und Géza) und Stoll sind die wesentlichen Schlüsse eigentlich nicht gezogen worden, so dass es erst McCall war, der durch sein Werk im Jahr 2002 das veraltete und schlichtweg falsche Dogma der mangelhaften römisch-republikanischen Kavallerie entmachten konnte. McCall hat es verstanden die Ansätze seiner Vorgänger und vor allem die Schlussfolgerungen aus der von Gelzer verfassten Abhandlung über die römische Adels- und Elitenschicht richtig auf die Kavallerie zu beziehen und so den Mythos nicht nur zu widerlegen, sondern in das Gegenteil zu verkehren.
Agricultural Devolution. The Negative Social Consequences of the Neolithic Revolution
Seminar paper from the year 2020 in the subject World History - Early and Ancient History, , language: English, abstract: The relationship between agriculture and society is complex, and it is often evaluated from an economic perspective. This research aims to go beyond that limited perspective and examines the negative social consequences that have developed in human social behavior and in public health since the Neolithic Revolution. It focuses primarily on the United States, which utilizes some of the most advanced industrial agricultural practices seen throughout the world, and which sets a lifestyle example that many other nations attempt to emulate. Research has been conducted in multiple disciplines, including social and physical evolutionary science, sociological examinations of the effects of agriculture, medical studies on current public health issues, and economic texts largely focusing on the drastic inequality in the modern U.S.A.
Agrippa und Augustus
Seminar paper from the year 2012 in the subject World History - Early and Ancient History, grade: 2,7, University of Erfurt, language: English, abstract: The center of attention is, with regards to this seminar paper, the relation between Marcus Vipsanius Agrippa and Augustus. The paper is especially focused on their long and intimate fellowship. To illustrate the statement that neither one of them would have won fame, in exactly the same way as it took place, is the main objective of this work because it clarifies their close connectedness and dependency. This seminar paper starts with a consideration of historical researches on Agrippa by selected historians. Agrippa appeared most often on the side of Augustus and so it is a matter of common knowledge that litera-ture about Augustus had a huge number whereas literature in respect of Agrippa was very contemplatively. Afterwards a reflection with specific aspects is joining the work for clarifying the connectedness between Agrippa and Augustus. The following key aspects like Agrippa and his self-understanding, gathering and contrariness among the two of them, Agrippa and his request as well as his road of life alongside Augustus and his funeral are entering the limelight.
Aigina - Eine Untersuchung über die Stasis im 5. Jahrhundert v. Chr.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Seminar für Alte Geschichte), Veranstaltung: Die Bürgerkriege im klassischen Griechenland, Sprache: Deutsch, Abstract: "So wüteten die Aigineten gegen sich selbst." Mit dieser kurzen und prägnanten Feststellung beschreibt Herodot in seinen "Historien" einen bürgerkriegsähnlichen Vorgang (Stasis) in der Stadt Aigina, der für die Poleis im gesamten antiken Griechenland charakteristisch gewesen zu sein scheint. Ziel dieser Hausarbeit soll die Beschreibung und Analyse eines bestimmten Falls von Stasis sein, nämlich der Vorgänge des Jahres 487 v. Chr. auf der Insel Aigina, ohne dabei die Strukturen von aiginetischer Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu vernachlässigen. Die außenpolitischen Beziehungen zum Nachbarn Athen dürfen ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Der eigentliche Ablauf der Stasis dagegen soll lediglich kurz geschildert werden. Dies ergibt sich bereits aus der nur dünnen Quellenlage. Viele Angaben über Aigina lassen sich nur aus Quellen über Auseinandersetzungen zwischen der Insel und Athen herausfinden. Lediglich Herodot beschreibt unmittelbar die Stasis auf Aigina, wobei sein Werk "Historien" jedoch erst deutlich nach den Vorfällen auf Aigina verfasst wurde. Herodot war keineswegs Augenzeuge, sondern hat vielmehr eine Generation später mündliche Überlieferungen festgehalten. Nicht ganz unerheblich ist dabei die Terminologie des Herodot, der die Stasis auf Aigina den ideologischen Auseinandersetzungen seiner Zeit (Oligarchie vs. Demokratie) entsprechend verfasst zu haben scheint.
Alexander der Große - Der Lamische Krieg 323/22 v. Chr.
Alltag der Kinder im antiken Sparta und Athen. Stundenentwurf für Klasse 6 Geschichte Gymnasium
Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 14 Punkte (sehr gut), Staatliches Studienseminar für Lehrerausbildung Erfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit enthält eine Staatsexamenslehrprobe im Fach Geschichte zum Alltag der antiken griechischen Bevölkerung in den Poleis Athen und Sparta. Der Stundenentwurf befasst sich im Speziellen mit dem Alltag der Kinder und der Frage, ob dieser nur aus Freizeit uns Spielen bestand. Schwerpunkte der Unterrichtseinheit sind das kooperative Lernen und die Förderung der Lesestrategien der Schüler. Im Anhang der Arbeit befinden sich selbst erstellte Arbeitsblätter und Verweise zu den in der Stunde verwendeten Abbildungen.Aus dem Inhalt:- Bedingungsanalyse- Auswahl und Begründung der Lernziele- Begründung der didaktischen und methodischen Entscheidungen- Tabellarische Verlaufsplanung
Amisos bis zur römischen Eroberung 71 v. Chr.
Antike griechische Mythologie und neuere Rezeptionen
Antike Vorstellungen von der Erde
Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,5, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie und warum kamen antike Vorstellungen von der Erde zustande?Der Schwerpunkt der nachfolgenden Untersuchung liegt bei dem Herausbildungsprozess der jeweiligen Vorstellung von der Erdgestalt und vom Weltall. Wie oben bereits erwähnt wurde, ist die Entwicklung einer Vorstellung von der kugelförmigen Erde insofern ein herausragender Prozess, weil diese Vorstellung in unserer Zeit allgegenwärtig ist. Daher sind in dieser Arbeit nur solche Denker und Forscher berücksichtigt, deren Weltbild eine kugelförmige Erde beinhaltete und erheblich auf nachfolgende Generationen bis hin zu den oben benannten Astronomen der Neuzeit einwirkte. In einem ersten Schritt erfolgt eine Erörterung von Denkmustern, welche für den Erkenntnisprozess der hier betrachteten griechisch-antiken Forscher als grundlegend zu erachten sind. Analysiert werden hierzu die Gedankengänge von PLATON und ARISTOTELES. Nur unter der Berücksichtigung von deren beiden Weltbildern lassen sich die darauf folgenden Kapitel nachvollziehen. Im Anschluss daran werden die Weltbilder dreier bedeutender Forscher hinsichtlich der zentralen Fragestellung überprüft (EUDOXOS VON KNIDOS,ERATOSTHENES AUS KYRENE und KLAUDIOS PTOLEMAIOS). Jedes einzelne Kapitel zu den drei Forschern gliedert sich in zwei Abschnitte. Nach einem kurzen einleitenden biographischen Teil folgt die beschriebene Untersuchung der jeweiligen Vorstellung über die Gestalt der Erde. Bei jedem der genannten Forscher werden in diesem Zusammenhang grundsätzlich zwei Beobachtungsperspektiven angenommen, die das Zustandekommen seines spezifischen Weltbildes und der damit zusammenhängenden Erdgestalt maßgeblich beeinflusst haben. Die erste Perspektive stellte ausschließlich die unmittelbare und erdnahe Umgebung in den Vordergrund der forschenden Beobachtung, so dass Erkenntnisse hinsichtlich der Erdgestalt nur mit Hilfe des direkt zugänglichen Raumes gewonnen wurden. Eine zweite Perspektive konnten die Forscher einnehmen, wenn sie die Phänomene und Erscheinungen am Himmel für Schlussfolgerungen zur Erdgestalt heranzogen.Sinn und Zweck dieser Arbeit ist es, die antiken Vorstellungen von der Erde im angegebenen Rahmen zu untersuchen, um die Ursprünge von unserem heutigen Weltbild nachvollziehen zu können. Dabei lohnt es sich, die Argumente und Begründungen der antiken Forscher stets vor dem Hintergrund zu betrachten, dass sie kein einzelnes technisches Hilfsmittel besaßen, das ein unumstößliches Weltbild hätte beweisen können.
Antiochos I. Soter - Die Geschichte des "liebeskranken Königssohns"
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Klassische Altertumskunde/Historisches Seminar), Veranstaltung: Seleukos I., Sprache: Deutsch, Abstract: Gegen 293 v. Chr. erhob Seleukos I. Nikator, ein Diadoche Alexanders des Großenund Gründer des nach ihm benannten Seleukidenreich, seinen einzigen SohnAntiochos zum Mitregenten über die oberen Satrapien des Reiches. Im gleichenJahr hat Antiochos seine Stiefmutter Stratonike, die Tochter Demetrios Poliorketes,geheiratet. Zu dieser Heirat kam es, weil der junge Prinz unglücklich verliebtwar. Diese Heirat wurde zur berühmten Anekdote des "liebeskranken Königssohns".Mit dieser Anekdote wird sich diese Arbeit beschäftigen.Beginnen möchte ich mit einem kurzen biografischen Überblick Antiochos' I.Danach folgen die fünf antiken Autoren, die die Geschichte des "liebeskrankenKönigssohns" unterschiedlich in ihre Werke eingebaut haben. Dabei handelt essich um folgende Autoren: Appianos, Plutarchos, Lukianos, Julianos und ValeriusMaximus. Nachdem ich diese Autoren kurz vorgestellt habe, werde ich die Anekdotedes "liebeskranken Königssohns" unter den antiken Autoren vergleichen.Für diese Ausarbeitung stehen mir die Geschichten der antiken Autoren, wieAppianos Syriake, zur Verfügung. Um in die Diskussion des Vergleichs einsteigen zu können, ziehe ich unter anderem den Aufsatz Der liebeskranke Königssohnund die seleukidische Herrschaftsauffassung von Kai Brodersen aus dem Jahr1985 zur Hilfe heran.Das Ziel dieser Arbeit soll die Ausarbeitung der Gemeinsamkeiten, Unterschiedeund der Wahrheitsgehalt der antiken Quellen sein.
Aristotelische Syllogistik. Die Entstehung der Logik
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar Alte Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Aristoteles (382-322 v. Chr.) gilt als der Logiker der Antike. Das Konzept seiner Logik, die Syllogistik, ist eine einfache Grundform dessen, was heute Prädikatenlogik genannt wird. Erformulierte sein Konzept zu einer Zeit, als die griechische Antike bereits über eine entwickelte Kultur der beweisenden Mathematik verfügte. Obwohl die aristotelische Logiksicherlich durch die Kultur des strengen Schließens in der beweisenden Mathematikinspiriert wurde, sieht er selbst die Anwendungsbereiche seiner Logik eher als ein Instrument, das die Qualität des Argumentierens in allen Bereichen verbessern kann. Erstrebte danach, die Sichtweisen anderer Gelehrten umfassend zur Kenntnis zu nehmen. Ein Gelehrter musste sich nicht nur von den Bindungen der Tradition befreien, sondern auchdiese Freiheit mit intellektueller Disziplin nutzen. Er sah das Streben des Menschen nach Wissen in der Natur und die Grundlage der Weisheit war das Deuten und Verstehen vonErfahrungen. Philosophieren war für ihn die höchstrangige Form des klugen Verstandesgebrauchs, aber keineswegs die einzige, da er in den Einzelwissenschaften die Ergänzung zur Philosophie sah. Die Ideenlehre des Platon wird von Aristoteles kritisiert. Er lehnt die These, dass bei den Objekte der Erfahrungswelt nur dann Ähnlichkeiten erkannt wird, wenn sie an derselben, immateriell existierenden Idee teilhaben. Ein Großteil des heutigen philosophischen Vokabulars geht auf Aristoteles zurück.Der Fokus dieser Arbeit gilt der Entstehung des Syllogismus und unter welchen Bedingungen und Einflüssen dies geschah. Heinrich Maier vertritt die Auffassung, dass die Syllogistik das Ergebnis einer eristischen Epoche sei. Seine Entdeckung fiele in eine Zeit, in der die Wissenschaft um ihre Existenz kämpfen musste. Von dieser Stimmung spürt man in Aristoteles logisch-dialektischen Schriften wenig. Er zeigt dem Leser über die Sphäre der dialektischen Wahrscheinlichkeit eine streng methodische Wissenschaft. Die Grundannahme ist also, dass die Syllogistik ein rein technisch-methodisches Verfahren ist und ihren Ursprung in der Eristik hat mit einer implizierten doppelten Methode. Zum einen die Dialektik als Verfahren für die wissenschaftliche Untersuchung und zum anderen eineMethode für die Erzielung eines strengen und notwendigen Wissens.
Arsinoë II. - Tochter Ptolemaios´ I.
Asiatische Truppenteile in der Armee Alexanders des Großen. Auswirkungen auf die makedonische Armee
Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Geschichtswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Es wurde zwar in der Forschung bereits früh das taktische Genie Alexanders des Großen und die Schlagkraft der makedonischen Armee sowie deren Überlegenheit gegenüber ihren Feinden hervorgehoben , jedoch wurden die genaue Gliederung und Zusammensetzung dieser Militärmaschinerie fast immer nur als Teilaspekte untergeordnet unter anderen weitergehenden Fragestellungen erörtert. Ein besonders interessanter Aspekt ist daher die Frage nach dem Anteil von asiatischen Truppenteilen in der Armee Alexanders. Inwieweit wurden solche Truppen im Laufe des Feldzuges von Alexander nach der Schlacht von Gaugamela im Jahre 331 v. Chr. in die makedonische Armee integriert? Um einen besseren Einblick in diese Thematik zu erhalten, sollen zunächst der Forschungsstand zur makedonischen Armee, Hinweise in der Literatur zu asiatischen Truppenteilen im Alexanderheer und die relevanten Quellen genauer skizziert werden. Als einige der wenigen, die sich mit der makedonischen Armee genauer befasst haben, sind insbesondere Helmut Berve und Nicholas Sekunda zu nennen. In seinem Werk aus dem Jahre 1926 beschäftigte sich Berve im ersten Band mit dem Titel "Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage" auf 114 Seiten ausführlich mit der Gliederung des makedonischen Heeres, dessen einzelnen Bestandteilen und Anteilen an orientalischen und technischen Truppen. Dabei griff er auch auf die älteren Untersuchungen von Hans Droysen zurück und verglich diese detailliert mit den Aussagen von Arrian, was ihn zu mehreren Korrekturen der Organisation der Pezhetairen führte. Auch bei der genauen Einordnung der Hypaspisten konnte er Droysen Fehler nachweisen und diese anhand ihrer nach Arrian überlieferten Bewaffnung als eine zwischen Peltasten und Pezhetairoi eigenständige Truppe klassifizieren. Insgesamt lieferte Berve also eine sehr gute Darstellung über die Zusammensetzung und Organisation der makedonischen Armee unter Alexander dem Großen. Dabei konnte und wollte er allerdings in seinen Ausführungen weder eine Untersuchung der einzelnen Schlachten von Alexanders Armee noch über deren genauen Aufstellungen und Formationen liefern. In jüngerer Zeit ist im Osprey-Verlag auch eine gute Zusammenfassung über die noch im zweiten Kapitel näher erläuterten Pezhetairen der makedonischen Armee erschienen, in welcher Heckel und Jones die neuesten Erkenntnisse über diese schwere makedonische Infanterie und ihre Kampftaktik sowie Fragen zu ihrer Gliederung und Bewaffnung erläutern. [...]
Augustus und die Umgestaltung der res publica. Das römische Prinzipat, die Verdrängung der Senatsaristokratie und die politische Rolle der Livia
Aulus Vitellius. Leben und Aufstieg
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Universität Siegen, Veranstaltung: Das Vierkaiserjahr und die Flavische Dynastie, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit soll es im Speziellen um die charakterliche Eignung, sowie um das Verhalten des Vitellius gehen. Ich werde der Frage nachgehen, wie und unter welchen Umständen Vitellius in brenzligen Situationen handelte, um dann Rückschlüsse auf den Charakter zu ziehen. Außerdem sollen Antworten gefunden werden, warum Vitellius nur so eine kurze Zeit regieren konnte und wie sein Verhältnis zu den einzelnen römischen Ständen gewesen ist.
Bacchus-Kult (Bacchanalienskandal: 186 v. Chr.)
Belisar in den Perserkriegen
Briefe im Bellum Hispaniense
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Universität Leipzig (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Briefen, Kassibern, Botschaften und anderen Kommunikationsmitteln und ihre Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen und die militärische Führung im bellum hispaniens/ Spanischen Krieg (im römischen Bürgerkrieg 49 - 45 v. Chr.).
C. Iulius Caesar - Zerstörer oder letzte Chance der Republik
Examensarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Universität Potsdam (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: EinleitungSelten hat eine Persönlichkeit der Antike die Nachwelt derart in ihren Bann gezogen, wie dies bei dem römischen Feldherrn und Politiker Gaius Julius Caesar der Fall ist. Noch heute versuchen Wissenschaftler wie Laien in die Psyche des Mannes einzudringen, der im ersten vorchristlichen Jahrhundert die Geschicke des römischen Staates lenkte. Dabei steht oftmals die Frage im Mittelpunkt, ob er nun eine Monarchie errichten und damit den Untergang der bewährten Republik besiegeln wollte, oder eben nicht. In der Forschung haben sich im Verlauf der Jahrzehnte hierzu zwei grundlegende Tendenzen manifestiert: Während vornehmlich ältere Wissenschaftler, wie etwa Eduard Meyer, der festen Überzeugung sind, der Plan Caesars sei es gewesen, schlussendlich die res publica durch eine Tyrannis zu ersetzen, scheint die neuere Forschung indes geprägt durch die Auffassung, Caesar habe sich mit der von ihm errichteten dictatura perpetua zufrieden gegeben, nicht zuletzt weil er damit die Befugnisse einer "de-facto-Monarchie 1" innehatte, ohne sich der anrüchigen dominatio verdächtig zu machen 2. Da dieser äußerst kurze Abriss der Caesarforschung gewiss nicht der Vielfalt der historischen Analysen gerecht werden kann, aber auch nicht soll, wurde bei der Bearbeitung des Themas, dem Tribut zollend, nur auf eine Auswahl der relevanten Schriften zurückgegriffen. Hierbei stehen einerseits besonders die Arbeiten Hermann Strasburgers, wie auch die Caesarbiographie seines Mentors Matthias Gelzer, und andererseits nicht minder die Darstellungen Martin Jehnes, Kurt Raaflaubs, sowie Hinnerk Bruhns', Luciano Canforas und Astrid Kraazs im Vordergrund der Aufbereitung. Nichtsdestotrotz ist die Arbeit primär von der Motivation getragen, anhand zeitgenössischer Quellen, wie Plutarch, Sueton, Cicero und Caesar selbst, die Motive des römischen Feldherrn zu ergründen. Die Frage inwiefern anhand der Quellen ein 'Plan', also das zielbewusste Streben nach einer Monarchie nachvollziehbar wird, soll schließlich im Fokus der vorliegenden Staatsexamensarbeit liegen. [...]
Caligula: Wahnsinn oder Judenfeindlichkeit?
Cicero und Pompeius - Ein Duumvirat aus Feder und Schwert
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit seiner ersten rein politischen Rede pro lege manilia im Jahr 66 v. Chr. unterstützte der Redner Marcus Tullius Cicero den Gesetzesantrag des Volkstribun Gaius Manilius für die Verleihung eines imperium extraordinarium an den Feldherrn Gnaeus Pompeius Magnus, das diesem den Oberbefehl im 3. Mithradatischen Krieg und die bis dato größte in einer Person vereinigte militärische Befehlsgewalt zur Verfügung stellen sollte. Cicero begab sich durch diese Rede erstmals politisch in das Lager des Pompeius und begründete so eine Beziehung, die die Vorraussetzungen für Ciceros Vorstellung von einem, für den Staat notwendigen, Herrschaftsdualismus von Redner und Feldherr in den Personen Ciceros und Pompeius¿ scheinbar mit sich brachte. Doch welche Beweggründe trieben Cicero wirklich zu Pompeius? Hoffte er tatsächlich auf ein "Duumvirat auf der Grundlage einer Verbindung mit Pompeius, der Verbindung zwischen "Feder" und "Schwert"", wie es ihm der russische Forscher Uttschenko unterstellte, oder verfolgte Cicero andere Ziele? Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Beziehung Ciceros zu Pompeius, wozu zunächst die Lebensläufe beider Personen auf Verbindungspunkte untersucht werden, um an diesen den Verlauf ihrer Zusammenarbeit näher zu beleuchten und schließlich anhand dieses Verlaufs ein differenziertes Bild von Ciceros Absichten in Bezug auf seine Beziehung zu Pompeius zu erhalten.