Zeitgeschichte (1945 bis 1989)
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"Das Urteil von Nürnberg"
"Eine gefährliche Lüge" - Die Folgen und Auswirkungen des atomaren Unfalls von Tschernobyl
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,7, Universität Bielefeld, Veranstaltung: Umweltkonflikte, Ökologiebewegung und Gewalt: Historische Fallstudien, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll untersucht werden, in wie weit die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Sowjetunion, die Verheerung der Unfallfolgen (gesundheitlichen, ökologischen, landwirtschaftlichen und globalen) bedingten. Die Nachrichtensperre und die Verschweigung, sowie eine Verharmlosung des wahren Ausmaßes der Katastrophe, nehmen die entscheidenden Stellungen für die späteren Reaktionen und Notstandsmaßnahmen ein. Die nur sehr langsam voranschreitenden Maßnahmen haben eine internationale Dimension angenommen und zu größeren Schäden, die eigentlich verringert werden konnten, geführt. Nach einem kurzen geschichtlichen Exkurs, über der Entwicklung der Atomenergie, wird im folgenden Kapitel das Kernkraftwerk Tschernobyl vorgestellt. Dabei werden die Städte Tschernobyl und Pripjat, die geographische Lage des Kernkraftwerks dargestellt. Im nächsten Schritt wird der Reaktortyp von Tschernobyl präsentiert und seine Konstruktionsmängel angesprochen. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Unfall im Kernkraftwerk von Tschernobyl. Dabei werden der Unfallhergang und die Reaktorkatastrophe kurz beschrieben. Anschließend werden im nächsten Kapitel die Folgen der Katastrophe präsentiert, zudem findet eine Analyse der Reaktionen und Notstandsmaßnahmen statt. Die Katastrophe von Tschernobyl ist in der deutschsprachigen Fachliteratur häufig beschrieben worden. Am ausführlichsten stellt Grigori Medwedew in "Verbrannte Seelen" und Zhores Medwedjew1 in "Das Vermächtnis von Tschernobyl" den Ablauf der Katastrophe und ihre Folgen dar. Die westliche Fachliteratur von Karl-Heinz Karisch bis Franz-Josef Brüggemeier stützen sich an diese Berichte.
"Flüchtling zu sein, ist (k)eine Weltanschauung"?
"Ohne mich" - Proteste gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg unter besonderer Berücksichtigung der Evangelischen Kirche
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 2,1, Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: Blickt man auf die jüngere Geschichte Deutschlands zurück, kann es mitunter verwunderlicherscheinen, dass die Bundesrepublik heute ein anerkanntes und starkesMitglied in der Gemeinschaft der Völker ist. Vor allem die Ereignisse der erstenHälfte des zwanzigsten Jahrhunderts hätten aus damaliger Sicht eine Prognose, diedie heutige Stellung unseres Landes zum Inhalt gehabt hätte, als überaus unwahrscheinlicherscheinen lassen. Jedoch gelang es Deutschland zu integrieren und es zueiner Nation werden zu lassen, die einen festen Platz unter den Staaten dieser Weltinnehat. Dass dies kein Zufall war und von Umständen abhing, die zwar in Form desZweiten Weltkrieges durch Deutschland hervorgerufen worden waren, jedoch spätestensmit der bedingungslosen Kapitulation am 07./08.05.1945 auf absehbare Zeitnicht mehr zu beeinflussen waren, soll diese Arbeit, bezogen auf einen Teilaspektdieser Entwicklung, zum Inhalt haben.Es soll der Frage nachgegangen werden, wie es dazu kam, dass Deutschland seit1955 in Form der Bundeswehr wieder einen militärischen Waffenträger hat, der internationalanerkannt ist und sich sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheitals verlässlicher Partner in Auslandseinsätzen unter der Leitung der EuropäischenUnion (EU), der Organisation des Nordatlantikvertrags (engl. North AtlanticTreaty Organization, NATO) und der Vereinten Nationen (engl. United Nations,UN) erwiesen hat. Diese Entstehungsgeschichte soll im Folgenden unter der besonderenBerücksichtigung der 'öffentlichen Meinung' erfolgen, da es innerhalbDeutschlands große Widerstände und Proteste gegen die Aufstellung westdeutscherStreitkräfte gab. Hier soll im Zuge dieser Arbeit der Fokus vor allem auf die Formund Zielsetzung des Widerstandes gelegt werden. Dabei soll die evangelische Kirchein Deutschland (EKD) intensiver untersucht werden. Außerdem soll der Versuchunternommen werden, die Frage zu beantworten, weshalb es der Wiederbewaffnungsoppositiontrotz ihrer quantitativen Stärke nicht gelungen ist die RemilitarisierungDeutschlands zu verhindern. [...]
"Sie hätten nicht die Macht, wenn sie nicht die Mittel hätten, die Schweine"
"Von der Maas bis an die Memel"? Die Memelländer und die deutsche Vereinigung von 1990
"Vorwärts und nie vergessen..."? - Die Geschichtsarbeit der SED-Nachfolgepartei PDS
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Historisches Seminar ), Veranstaltung: Untergang der DDR, deutsche Wiedervereinigung und die Anfänge der Berliner Republik , Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand vorliegender Hausarbeit ist eine in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte und umstrittene Organisation: Die "Partei des Demokratischen Sozialismus" (PDS).1 Als sich die "Sozialistische Einheitspartei Deutschlands " (SED) zur Jahreswende 1989/90 unter dem Druck der Öffentlichkeit in SED/PDS und schließlich in PDS umbenannte, war ihr gerade die Allmacht als Staatspartei der abgewirtschafteten DDR abhanden gekommen.2 Gleichsam als "Hypothek der deutschen Wiedervereinigung"3 etablierte sie sich in den darauf folgenden Jahren zu einer unübersehbaren Größe im deutschen Parteienspektrum und ihre hohen Wahlerfolge, die im Osten Deutschlands teilweise die der SPD und CDU übertreffen, scheinen jenen Recht zu geben, die sie als "Volkspartei des Ostens" bezeichnen. Gleichwohl liefert dieser "Geburtsfehler"4, Erbin der totalitären kommunistischen SED zu sein, Kritikern aller Couleur immer wieder Munition und die Meinungen darüber, wie sie dieses Erbe verwaltet, streuen nicht nur in der Forschung, breit. Diese Arbeit widmet sich der PDS im Hinblick auf ihre Geschichtsarbeit. Sie misst ihre Resultate an den Maßstäben, welche sich die PDS mit ihrer Weigerung, die SED aufzulösen, selbst gesetzthat: Den Bruch mit Stalinismus und Diktatur, eine Abkehr vom unmenschlichenStaatssozialismus der DDR und das beharrliche und aufrichtige Streben, das im Namen der SED begangene Unrecht anzuerkennen, es aufzuarbeiten und schließlich zu überwinden, um demokratische Kraft in einem pluralistischen Rechtsstaat zu sein.5 Gerade wegen ihrer großen Popularität im Osten und der Biographien vieler ihrer Mitglieder, die in den Organisationen des "Arbeiter- und Bauernstaates" sozialisiert wurden, könnte sie so einen wertvollen Beitrag zur Einheit und zum inneren Frieden des deutschen Volkes leisten. Allerdings kommt man bei genauerer Betrachtung nicht umhin, ihr hierbei beträchtliche Defizitezu unterstellen, so dass der Schluss zu ziehen ist, dass die geschichtliche Aufarbeitung des DDR-Unrechts durch die PDS im Wesentlichen ihr Ziel verfehlt hat. Dies hat unterschiedliche Ursachen. Sie sollen im Folgenden, um die These zu erhärten, ebenso untersucht und analysiert werden, wie die gebräuchlichsten Denk- und Argumentationsmuster. Dies bildet den Hauptteil der Untersuchung. Ihm voraus gehen einige Bemerkungen zu den Binnenverhältnissen der PDS undden Akteuren ihrer Geschichtsarbeit, sowie ein kurzer Überblick über Quellenlage und Forschungsstand.
'Überholt' von der Geschichte? Drei DEFA-Spielfilme im Blickpunkt
Masterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 2,0 , Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichtswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Schwerpunkt der Arbeit sind drei DEFA-Filme, die vor, während und nach der politischen Wende in der DDR 1989/90 entstanden: Hans-Werner Honert "Ein brauchbarer Mann" (1989) , Peter Kahane "Die Architekten" (1989/90) , sowie Heiner Carow "Coming out" (1989). Diese Werke kritisieren in offener und zumeist schonungsloser Art und Weise die Gesellschaft der DDR. Zugleich sind sie auch einzigartige Produkte einer Übergangsperiode. Weder den Reglementierungen der Zensur noch den Gesetzen des Marktes unterworfen, stellen sie dem Betrachter ein reiches historisches Forschungsfeld zur Verfügung. Überrollt von den historischen Ereignissen, bebilderten sie eine kurze "Zwischen-Etappe". Bemerkenswert ist zudem die überaus geringe Zuschauerresonanz der Filme. Offensichtlich konnten oder wollten sich die Menschen in diesen Jahren nicht mehr mit der DDR auseinandersetzen. Ihr Blick wandte sich bereits in eine noch ungewisse Zukunft. Der oft zitierte Publikumsvorwurf lautet, dass diese Filme viel zu spät realisiert wurden. Sie erschienen zu einem Zeitpunkt, an dem ein Großteil der Zuschauer bereits jegliche Hoffnungen in eine Reformierbarkeit des Systems aufgegeben hatte.Das Zustandekommen dieser Werke zeigt aber auch, dass es innerhalb des DEFA-Systems schon früher zu bedeutsamen Veränderungen gekommen sein muss. Das Thema dieser Arbeit ist nicht nur der Politik- und Sozialgeschichte der DDR zuzuordnen, es müssen auch filmhistorische Aspekte Berücksichtung finden. Um sich den Kernproblemen der Werke adäquat nähern zu können, steht die Frage nach dem Geschichtsbild dieser Filme im Mittelpunkt. Darüber hinaus soll auch das Scheitern der sozialistischen Ideale näher untersucht werden. Welche Vorstellung vom Sozialismus versuchen sie zu vermitteln? Daraus ergibt sich die Frage, ob die Filme den Grenzen des Systems verhaftet bleiben oder ob sie die politische Wende in der DDR künstlerisch vorwegnehmen. Im Ergebnis soll abschließend geklärt werden, ob man davon sprechen kann, dass die zu betrachteten Filme von der Geschichte "überholt" wurden, d.h. keinen aktiven Beitrag mehr zum tagesaktuellen politischen Diskurs leisten konnten.
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Als der Krieg nach Kreta kam
Als Flüchtlingskind in Harpstedt
Amerikanische Spendenleistungen in der Weimarer Republik von 1919 bis 1924
Aufbruchzeit. München 1949 - 1962
Fachbuch aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dieter Grossherr, viele Jahre Auslandskorrespondent beim ZDF, hat von 1952 bis 1962 als Student und junger Journalist in München gelebt und blickt in dem Buch zurück auf Zeitgenossen und Weggefährten, Schriftsteller und Publizisten, Theaterleute, Filmemacher und Kabarettisten. Sie haben das kulturelle und politische Klima in den ersten dreizehn Jahren der Bundesrepublik, in denen München zur "heimlichen Hauptstadt" Deutschlands wurde, entscheidend beeinflusst.Die gedruckte Buchausgabe enthält zahlreiche Abbildungen.
Aus der Geschichte einer bedeutenden kulturellen Gemeinschaft der Stadt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts
Fachbuch aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, , Sprache: Deutsch, Abstract: Der Arionchor in Wittenberge, gegründet 1892 hatte im kulturellen Leben der Stadt, vor allem in den Jahren der Weimarer Republik eine hervorragende Rolle gespielt. Er war in der Stadt eine kulturelle Institution.Aus der Arbeiterbewegung hervorgegangen und eng mit ihr verbunden hat er das geistige Leben der Stadt bis zu seinem Verbot durch die Nazis wesentlich geprägt. Die Presse der damaligen Zeit, selbst die dem Chor nicht freundlich gesinnte, lobte die hohe künstlerische Qualität der Auftritte.Die nachfolgenden Darlegungen sind ein Versuch die Entwicklung des Chores bis zum Jahre 1933 nachzuzeichnen. Die Quellenlage ist günstig, das Protokollbuch der Zusammenkünfte des Chores ist im Stadtarchiv vorhanden. Es existiert auch eine Vielzahl von Pressemitteilungen über die Auftritte des Chores in Wittenberge und anderswo.Es ist Zweck der Ausarbeitung , ein wichtiges Kapitel des Wittenberger Geistesleben der Vergessenheit zu entreißen. Die Entwicklung des Chores nach 1945 harrt noch der Erforschung.
Ausländer in der DDR
Außenseiter
Vom 'Denkparadox' und der zugleich geschichtlichen Realität ausgehend, 'daß die Anerkennung von Lebensrecht und Würde der existentiellen Außenseiter am besten in jener Ära gesichert war, da adlige Aufklärer unter dem Ancien Régime die bürgerlichen Forderungen vertraten', entdeckt Mayer das Scheitern des Bürgertums im Versuch, das Unvereinbare zu verbinden: die Forderung nach Sicherung bourgeoiser Herrschaft mit der nach freier individueller Verwirklichung - wie außenseiterisch sich diese als existentiell veranlagte Normabweichung auch ausnehme. Richtet sich Mayers Blick vom historisch Erfahrenen auch wieder nach vorn, fordert er die Fortsetzung von 'ihren bürgerlichen und geschichtlichen Ursprüngen abgelöster' Aufklärung als der 'permanenten Revolution', so doch in erklärter Gegenstellung zu einem abstrakt bemühten Utopismus allgemein-gesellschaftlicher Emphase, in der Hinwendung zum letztlich maßgebenden Bedürfnis und Anspruch des Einzelnen.- Das Buch entwickelt seine Problematik beispielhaft und zentral an der Stellung bürgerlicher Gesellschaft und ihrer Literatur zur Frau, zu gleichgeschlechtlicher Liebe und Judentum. Es gelingt ihm deren darstellerische Bewältigung aus stupender Belesenheit und in methodischer Schmiegsamkeit.
Bruno Kreisky -Transformation der SPÖ
Chile
Churchills Irlandpolitik
Das Bildnis des Dr. Gachet
Das Deutsche Wirtschaftswunder - Wunder oder logische Folge?
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1+, , Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Beschäftigung mit der deutschen Geschichte ist eines der ersten historischen Kapitel, das in der Regel diskutiert wird, die schockierende Zeit des Nationalsozialismus und damit ver-bunden die gravierenden menschlichen und wirtschaftlichen Folgen des Zweiten Weltkrieges. Sicherlich zu Recht, aber dennoch endet die deutsche Geschichte nicht im Jahre 1945 und meines Erachtens lohnt sich eine genaue Betrachtung der Zeit, die für die Situation und den Wohlstand des heutigen Deutschlands maßgeblich verantwortlich ist. Die Wenigsten wissen, wie und warum das deutsche Wirtschaftswunder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, obwohl sich die Auswirkungen bis in die heutige Zeit er-strecken. Vor diesem Hintergrund, der sich mit persönlichem Interesse für wirtschaftliche und historische Zusammenhänge mischt, entsteht meine Motivation über das deutsche Wirt-schaftswunder eine Facharbeit zu verfassen. Denn für mich bleibt vor allem die Frage offen, ob es sich tatsächlich um ein Wirtschaftswunder handelte oder es aus heutiger Zeit lediglich so dargestellt wird, um beispielsweise den Neuanfang nach dem Dritten Reich möglichst posi-tiv zu beleuchten. Aus diesem Grund habe ich diese Leitfrage in mein Thema aufgenommen und werde sie nach der Vorstellung der historischen Ereignisse und wirtschaftlichen Fakten beantworten. Hierbei werde ich zunächst den Begriff "Wirtschaftswunder" definieren, bevor ich auf die Ausgangslage und die Ursachen des deutschen Wirtschaftswunders eingehe. Ausgehend von der Darstellung der wirtschaftlichen Situation nach dem Zweiten Weltkrieg, der Erklärung der Bedeutung der Bizone als dem wirtschaftlichen Zusammenschluss der Besatzungsmächte Großbritannien und den USA, der Vorstellung der neuen Wirtschaftsordnung, der sozialen Marktwirtschaft, und der Einführung der neuen Währung, der Deutschen Mark, stelle ich die positive Entwicklung der Wirtschaft der Fünfziger und Sechziger Jahre des letzten Jahrhun-derts dar. Besondere Erwähnung verdient hierbei das Wiederaufbauprogramm der USA, der Marshallplan, der die Umstrukturierung der Wirtschaft und der Gesellschaft sowie die Ände-rung des Konsumverhaltens maßgeblich positiv beeinflusst hat. Hierbei werde ich auch die Auswirkungen bis in die heutige Zeit darstellen, bevor ich mich abschließend mit der Beant-wortung der von mir gewählten Ausgangsfrage beschäftige.
Das geschlagene Imperium
Das politische Liedgut der DDR, der Jungen Pioniere und der Freien Deutschen Jugend. Von der Wiedervereinigung bis in die heutige Zeit
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,0, Universität Potsdam (Historisches Institut), Veranstaltung: Das mediale Erbe der DDR, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit beantwortet folgende Forschungsfragen: Was blieb von dem politisch-musikalischen Erbe des sozialistischen Deutschlands übrig? Inwiefern ist es vergessen oder doch erinnerungswürdig?Die Erinnerung an die DDR ist in aller Munde. Aufgrund des Jubiläums 30 Jahre Mauerfall, gab die SUPERillu ein Erinnerungsheft heraus, welches die Geschichte der DDR und vor allem deren positiven Seiten beleuchtet. Es gibt also neben jenen, die den Mauerfall feiern, auch jene, die am 7. Oktober nostalgisch in die DDR-Zeit zurückblicken. Die Erinnerungskultur boomt in diesen Tagen und mit Freude, aber auch mit Wehmut sehen die ehemaligen Bürger des verschwundenen Deutschlands in diese Zeit zurück.Die Lebenserinnerungen an die Musik der DDR gehören ebenfalls zu dieser "Ostalgie". Bei Befragungen oder Feiern mit dem Motto "DDR", spielen die typischen Rock- und Poplieder aus den 70er und 80er Jahren eine vorrangige Rolle. Es werden die Puhdys, City oder Karat gespielt. Das politische Liedgut wird dagegen kaum beachtet.Folgende Thesen sollen diskutiert werden:1. Das politische Erbe der Arbeiter-, Kampf-, Jung Pionierlieder (JP) und der Lieder der Freien Deutschen Jugend (FDJ) ist fast vergessen. Sie spielen kaum eine Rolle in dem heutigen Alltag der ehemaligen DDR-Bürger und werden rudimentär genannt bei der Erinnerungskultur. Bei solchen Angaben ist der politische Inhalt der Lieder nicht federführend für das Erinnern, sondern die Personen entsinnen sich an die Kindheit. Der tiefere Sinn der musikalischen Werke ging verloren und sie bleiben als "Ostalgie" oder "Kultobjekt" einzeln bestehen, sodass sich dieses Vergessen auch innerhalb der sozialen Netzwerke widerspiegelt. 2. Trotz der Vielzahl an Liedern der FDJ und der Jungen Pioniere werden ausschließlich wenige stereotypische und repräsentative genannt. Dies spielgelt sich auch bei der Erwähnung solcher Lieder in den sozialen Netzwerken wieder. 3. Die Lieder der Jungen Pioniere und der Freien Deutschen Jugend sind zu politisch durch die DDR geprägt, sodass sich bei der heutigen, linken und öffentlichen Rezeption ausschließlich auf Arbeiter- und Kampflieder. Diese haben eine längere und kämpferische Tradition mit dem Hauptziel des Sozialismus. Mithilfe dieser ist es zudem möglich, trotz einer linken Gesinnung, eine Distanz zur DDR zu schaffen. Dies ist mit den Liedern der JP und der FDJ nicht möglich.
Das rote Jahrzehnt